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Das Homato möchte ausbauen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Home» und «Atelier»: Diese Begriffe liegen der Wortschöpfung «Homato» zugrunde. So heisst die Institution der Stiftung Les Buissonnets, die sich um geistig schwerbehinderte oder mehrfach behinderte Erwachsene kümmert.

Die Gebäude des Homato liegen auf dem Schönberg, oberhalb des Schulheims und der Therapiestellen der Stiftung, bereits auf Düdinger Boden. Das Homato ist in den 1980er-Jahren entstanden und wurde 1989 vom Kanton anerkannt, wie Direktor Mario Seebacher erzählt; er leitet das Heim seit dessen Gründung.

«Wir bieten eine ganzheitliche Betreuung», sagt Seebacher. Jede der 42 betreuten Personen hat einen individuellen Betreuungsplan. 32 von ihnen leben in fünf Wohnungen. «Das Homato ist ihr Zuhause», sagt Seebacher. Zehn weitere Personen kommen am Morgen und kehren am Abend in ihre Familien zurück.

Nebst Wohn- und Tagesheim bietet das Homato die Passerelle mit temporären Betreuungsplätzen an: «Leute vom Tagesheim können Erfahrungen sammeln, wie das Leben im Wohnheim ist.» So könnten sie sich akklimatisieren, sagt Seebacher. «Und die Eltern sehen, dass ihre Tochter oder ihr Sohn ein eigenständiges Leben im Heim führen und dabei glücklich sein kann.» Oftmals sei die Bindung zwischen Eltern und ihren geistig behinderten Kindern sehr eng. «Das Loslassen ist schwierig für die Familie–ihr Leben dreht sich um den behinderten Sohn, die behinderte Tochter.»

Das Ziel des Homato ist es, alle betreuten Personen in die Aktivitäten zu integrieren, «und sei es auch nur, dass jemand dabei ist», wie Seebacher sagt. Das 60-köpfige Team aus Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen–die meisten arbeiten Teilzeit–organisiert Ausflüge und Besuche, arbeitet in der Küche, bietet Reit- und Musiktherapie an und arbeitet mit Künstlerinnen und Künstlern an längerfristigen Projekten. «Die Sinnesförderung ist uns sehr wichtig», sagt Seebacher. Homato wolle das Wohlbefinden fördern. Ziel der Begleitung sei es, die betreuten Personen zu befähigen, für die alltägliche Lebensbewältigung ausreichende Handlungskompetenz zu erwerben, um «sowohl im lebenspraktischen als auch im sozialen und emotionalen Bereich» grösstmögliche Selbständigkeit zu erlangen. «Wir möchten mit ihnen gemeinsam die Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung schaffen.»

Immer wieder muss das Homato Aufnahmegesuche abweisen. «Wer bei uns im Wohnheim ist, bleibt sein Leben lang hier», sagt Seebacher. «Ein Platz wird nicht so schnell frei.» Darum möchte das Homato ausbauen: Mit dem Bau eines zusätzlichen Stockwerks könnten sieben Plätze im Wohnheim und fünf Plätze im Tagesheim geschaffen werden. «Wir haben bei der Gesundheitsdirektion einen Antrag für ein Vorprojekt gestellt.»

Ein Grund für die Platzknappheit ist auch, dass geistig behinderte Menschen immer älter werden. Einige der Bewohner, die in den 1980er-Jahren ins Homato eingetreten sind, gehen nun langsam gegen die 60 zu. «Ihre Bedürfnisse ändern sich», stellt Seebacher fest. Darum fragten sich die Verantwortlichen, wie sie den betreuten Personen gerecht werden, die altern. «Unser Ziel ist, dass sie bis an ihr Lebensende bei uns sein können.» Doch nähmen die gesundheitlichen Probleme zu. Darum hat das Homato Kontakt zu einer ähnlichen Institution im Waadtland aufgenommen, die auch Palliativpflege anbietet. «Wir wollen uns informieren und unsere Strukturen anpassen.» njb

Zur Serie

Les Buissonnets feiert Jubiläum

Die Stiftung Les Buissonnets ist seit 50 Jahren im Schönbergquartier in Freiburg zu Hause und feiert dieses Jubiläum das ganze Jahr über (die FN berichteten). Die Stiftung kümmert sich um geistig behinderte Kinder und Erwachsene. Seit 1993 bildet Les Buissonnets das Dach für sechs Institutionen: Früherziehungsdienst, Home Ecole Romand, Schulheim, Therapiestelle, Homato und Allgemeine Dienste funktionieren seither eigenständig; zuvor unterstanden alle einem einzigen Direktor. Die Freiburger Nachrichten nehmen das Jubiläum zum Anlass, die einzelnen Institutionen in einer dreiteiligen Serie vorzustellen. Bisher erschienen sind Artikel zum Früherziehungsdienst und zum Schulheim (8.April) sowie über die Allgemeinen Dienste (11.April). Der vorliegende Beitrag schliesst die kleine Serie zum 50-Jahr-Jubiläum nun ab.njb

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