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Das Horror-Szenario naht

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Autor: Frank Stettler

Mit einem solchen Szenario hätte wohl selbst die grössten Pessimisten nie gerechnet: 16 Runden sind in der National League A gespielt und Gottérons Abstand zum Strich beträgt bereits 15 Punkte. Gewiss, noch ist nichts verloren. Mit einer Siegesserie kann selbst dieser Rückstand – siehe etwa Zug in der Saison 08/09 – noch wettgemacht werden.

Wird wirklich alles besser?

Nur, in der momentanen Verfassung der Freiburger ist dies nur sehr schwer vorstellbar. Trainer Serge Pelletier will sich mit dem Schrecken Playouts nicht beschäftigen: «Es bleiben genügend Spiele. Wichtig ist, dass endlich die verletzten Spieler zurückkehren. Mit ihnen erhalten wir wieder frische Energie.» Mehr denn je sehnen die immer mehr niedergeschlagenen einstigen Playoff-Helden die Nati-Pause vom 31. Oktober bis 14. November herbei; mit der damit verbundenen Hoffnung auf ein komplettes Kader, um dann die Aufholjagd zu starten. «Ich glaube fest an die Playoffs», sagt etwa Adrien Lauper, der wie sein Trainer auf das Comeback von Julien Sprunger, Sandy Jeannin und Andrei Bykow setzt. «Es ist simpel, ich habe nun mal nicht den gleichen Spieleinfluss wie ein Sprunger. Er schiesst die Tore, die ich nicht erziele.» Noch bleiben fünf Partien bis zur Pause zu absolvieren. Und Gottéron täte gut daran, in diesen den einen oder anderen Zähler zu erhaschen. Ansonsten kann es der vielerorts als (gefährlich) hochstilisierte «Messias» Sprunger auch nicht mehr richten.

Erstes Ausländer-Tor seit zwölf Spielen

Eine Chance, das bescheidene Punktekonto etwas aufzupolstern, präsentierte sich Gottéron am Samstag in Lugano. Zumal die Gastgeber bis weit ins Schlussdrittel ohne die verbale Unterstützung der berüchtigten «curva nord» auskommen mussten. Die verwöhnten Tifosi goutieren die bisherigen Leistungen ihrer Mannschaft, die erst am Freitag in Langnau die Serie von neun Pleiten durchbrechen konnte, selbstredend nicht. In diesem spielerisch bescheidenen Krisengipfel zweier verunsicherter Teams waren die Bianconeri insgesamt spielbestimmend.

Zweimal ging Lugano im Powerplay dank des überragenden Trios Randy Robitaille, Hnat Domenichelli und Jeff Hamilton in Führung. Die Freiburger konnten noch im Startdrittel jeweils dank Witali Lachmatow und Shawn Heins ausgleichen. Es war das erste Tor eines Gottéron-Ausländers seit der vierten (!) Runde. Pech hatte Serge Aubin, der seit 13 Spielen auf einen Torerfolg wartet, als er in der 14. Minute nur den Pfosten traf. Besser machte es Robitaille in der 37. Minute beim 3:2. Diesen erneuten Rückschlag konnten die müde wirkenden Saanestädter trotz viel Einsatz nicht mehr korrigieren. Die Reaktion auf die 1:7-Schlappe gegen die ZSC Lions erfolgte zwar, doch es reichte eben einmal mehr doch nicht.

Fällt nun auch Heins aus?

«Uns fehlt ein solcher Paradesturm, wie ihn Lugano hat», sagte ein gequält lächelnder Pelletier. Fehlen wird ihm womöglich auch Heins, der in dieser Saison neben Blackouts die Verletzungen aneinanderreiht. Kurz vor Ende musste sich der Kanadier auf der Spielerbank übergeben. Erste Diagnose: Gehirnerschütterung. Obwohl Pelletier für das kommende Wochenende mit der Rückkehr von Michel Ouellet und eventuell Mark Mowers rechnet, will er mit Arno del Curto über eine allfällige Weiterverpflichtung von Alexandre Daigle, der gerne bleiben würde, sprechen. «Das letzte Wort hat Davos.»

Diskussionsbedarf besteht auch andernorts. Nachdem Daniel Baudin bereits am Samstag nach dem morgentlichen Warmup in der Kabine zu den Spielern sprach (Sprunger: «Er wurde schon ein wenig laut»), hat der Präsident für heute eine weitere Vorstandssitzung anberaumt. Der Handlungsraum der Führung bleibt indes eingeschränkt.

So verfahren, wie sich die Situation präsentiert, müssen jedoch alle noch bleibenden Massnahmen bei sportlichem Misserfolg zumindest thematisiert werden.

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