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Das ist bei Wertschriftendepots zu beachten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Im heutigen Umfeld erscheint eine Anlage in Wertschriften als attraktive Alternative. Einerseits konnten in den letzten Jahren mit steigenden Aktienkursen Kursgewinne eingefahren werden, zudem wurden Anleger von vielen Unternehmen mit üppigen Dividendenzahlungen belohnt. Da zudem das Zinsumfeld seit Jahren von sinkenden Zinssätzen geprägt ist, konnten auch auf den Obligationen Kursgewinne erwirtschaftet werden und man profitiert dabei immer noch von den, im Verhältnis zu heute, hohen Zinssätzen.

Wie weiter?

Wie immer ist eine Prognose der Marktentwicklung sehr schwierig. Zehn Experten würden mindestens zehn unterschiedliche Vorhersagen abgeben. Vielmehr sind hier einige grundlegende Überlegungen zu den einzelnen Anlageklassen zu machen.

• Aktien:In den letzten Monaten wurde immer wieder von Höchstständen verschiedenster Aktienindizes berichtet. Dies im Gegensatz zum Schweizer Aktienindex SMI, welcher seine Höchstmarke noch nicht knacken konnte. Spricht das nun für ein Investment in Schweizer Aktien? Das Bild ist trügerisch. Im SMI sind nämlich die Dividendenzahlungen der Unternehmen nicht mit eingerechnet. Jede Dividendenzahlung führt somit zu einem kleinen «Kursverlust». Würde die Dividende mit eingerechnet, wäre der SMI rund 10 Prozent über seinem früheren Allzeithoch.

Somit sollte sich auch ein Anleger im Schweizer Markt Gedanken machen, ob er weiterhin mit steigenden oder zumindest gleichbleibenden Kursen rechnet und die hohen Dividenden abschöpfen will, oder ob angesichts der stattlichen Bewertungen das Verlustrisiko höher zu gewichten ist. Eine generelle Antwort ist hier sicher nicht möglich, da dies jeweils von der individuellen Kundensituation abhängig ist. Ein 58-jähriger Investor mit kurzem Anlagehorizont wird vermutlich anders handeln als ein 40-Jähriger, der das Geld langfristig anlegt.

Als Alternative zu einem kompletten Ausstieg aus den Aktien könnte sich ein Kapitalschutzprodukt als interessant erweisen. Der Investor verzichtet auf einen Teil des möglichen Ertrages, erhält dafür aber einen gewissen Schutz vor Kursverlusten.

• Obligationen:Ganz grundsätzlich stellt sich hier die Frage, ob bei einem hohen steuerbaren Einkommen eine Anlage in Obligationen sinnvoll ist. Dieses Zinseinkommen erhöht das ohnehin schon hohe steuerliche Einkommen zusätzlich. Zudem werden die Zinsen durch die Vermögensverwaltungs- und Depotgebühren zusätzlich reduziert.

Ein konkretes Beispiel aus einem Depot sieht wie folgt aus: Unternehmensobligation mit 2 Prozent Zins, einer Restlaufzeit von zwei Jahren und einem aktuellen Kurs von 101,5 Prozent: 4,0 Prozent. Steuern, 35 Prozent Grenzsteuersatz: -1,4 Prozent. Kursverlust: -1,5 Pro- zent. Vermögensverwaltung zwei Jahre mit 1 Prozent: -2,0 Prozent. Depotgebühr zwei Jahre mit 0.2 Prozent: -0,4 Prozent. Netto verbleibt somit ein Verlust(vor Teuerung) von1,3 Prozent.

So schnell wird eine vermeintlich gute Anlage zu einem Verlustgeschäft. Besser wäre es, die Obligation zu verkaufen, den steuerfreien Kursgewinn von 1,5 Prozent zu realisieren und das Geld auf einem Sparkonto oder einer steuerfreien Lebensversicherung anzulegen.

• Fremdwährungsobligationen:Sie bieten in der Regel auch keine gute langfristige Alternative. Die höheren Zinsen werden oftmals durch Währungsverluste kompensiert. Es gibt kaum eine Währung, welche auf lange Frist den Schweizer Franken geschlagen hat. Sogar auf vermeintlich stabilen Währungen wie dem Euro mussten empfindliche Währungsverluste in Kauf genommen werden.

• Aktien- und Obligationenfonds:Grundsätzlich gilt hier das Gleiche wie bei Direktanlagen. Zwei wichtige Unterschiede sind jedoch festzuhalten: Positiv ist sicher, dass bei einem Fonds in sehr viele Titel investiert wird. Dies führt zu einer Diversifikation der Risiken. Nachteilig ist jedoch die Kostensituation. Bei einem verwalteten Depot fallen die Vermögensverwaltungskosten doppelt an. Einerseits im Fonds, andererseits durch den Vermögensverwaltungsauftrag bei der Bank. Ein Fund-of-Funds, also ein Fonds, welcher in andere Fonds investiert, kann sogar dreimal Kosten verursachen.

Zudem ist die Einhaltung einer klaren Anlagestrategie mit Fonds schwierig. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Investor zum Beispiel Nestlé-Aktien im Depot hat und gleichzeitig mehrere seiner Fonds auch noch in Nestlé-Aktien investiert sind. Dies kann zu unerwünschten Klumpenrisiken führen.

Mischfonds gehören nicht in ein Wertschriftendepot

Völlig unübersichtlich wird es, wenn Mischfonds (also ein Fonds, welcher gleichzeitig in Aktien und Obligationen investiert) in einem Depot enthalten sind. Solche Anlagen sind für Kleinsparer konzipiert und gehören eigentlich nicht in ein Wertschriftendepot.

• Strukturierte Produkte:Die Vielfalt und Ausprägung dieser Produktekategorie ist riesig. Eine generelle Einschätzung ist daher nicht möglich. Generell kann aber festgehalten werden, dass die Produk- te meistens immens komplex sind und Privatanleger oftmals überfordern. Schon Warren Buffett hat gesagt: «Kaufe nur, was du verstehst.» Das soll nicht bedeuten, dass man diese Anlagekategorie prinzipiell weglassen soll, aber eine vertiefte Prüfung der Risiken ist sicherlich angebracht.

Was heisst das nun für das Depot? Es können keine generellen Empfehlungen darüber abgegeben werden, was zu tun ist. Der aktuelle Zeitpunkt ist bestens geeignet, um sein eigenes Wertschriftendepot einmal detailliert unter die Lupe zu nehmen und sich Gedanken über seine eigenen Anlageziele zu machen.

Der Autor

Joseph Jungoist Vorsorge-, Versicherungs- und Anlageberater der Roth Gygax & Partner AG sowie der FMH Insurance Services und medDENT.ch Versicherungsberatungsstelle für zahnmedizinische Berufe. Verwaltung und Betreuung der Firmenkunden mit dem Versicherungsbroker Schafer Versicherungen AG in Freiburg.

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