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«Das ist eine echte Schande»

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Caritas Freiburg blickt auf ein aktives Jahr zurück. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Erreichten», sagt Präsident Patrick Mayor. «Wir haben bei allen unseren Aktivitäten ein Wachstum.» Zwar erwirtschaftete Caritas Freiburg einen Verlust von rund 118 000 Franken – bei einem Aufwand von rund 1,8 Millionen Franken. Dies ist aber laut ­Mayor auf wichtige Investitionen ins Personal zurückzuführen, bei der sozialen Arbeit und der Grundlagenforschung. «Wir müssen immer einen Schritt voraus sein», bemerkt Mayor dazu. «Wir können nicht bei unseren Donatoren Geld für allfällige zukünftige Projekte im Voraus verlangen, sondern müssen zuerst die Projekte auf die Beine stellen und dann auf die Donatoren zugehen.»

«Die Arbeit wird uns auch in Zukunft nicht ausgehen», ist sich Mayor sicher. Denn nach wie vor lebten 25 000 Freiburger in der Situation eines Armuts­risikos.

Aus der Bahn geworfen

«Eine unerwartete Rechnung von 2500 Franken kann reichen, um solche Menschen aus der Bahn zu werfen», sagt er. Bei anderen sei die Franchise der Krankenkasse so hoch, dass sie sich im Bedarfsfall dann keine medizinische Versorgung leisten könnten. «Das ist eine echte Schande», so Mayor.

Eine grosse Herausforderung für dieses Jahr werde die Aufgabe bleiben, in den Bezirken noch näher bei der Bevölkerung vor Ort agieren zu können. Dies stets im Sinne der Prävention. «Wir werden aktiv, bevor die Menschen zu Sozial­fällen werden», bemerkt der Caritas-Präsident dazu.

Die Schuldenfalle

Ein grosses soziales Problem bleibt weiterhin die Verschuldung, wie aus dem Jahresbericht der Caritas Freiburg hervorgeht. 2017 waren deswegen 1078 Konsultationen nötig. 288  Haushalte wurden begleitet, in denen 640 Personen lebten. Das Durchschnittseinkommen dieser Haushalte betrug 5 830 Franken, die durchschnittliche Verschuldung 84 752 Franken. Die totale Verschuldung dieser Haushalte betrug 24,8 Millionen Franken. Die häufigsten Gründe für Verschuldung sind ungenügende administrative oder kognitive Kompetenz (41 Prozent der Fälle), Scheidungen (28 Prozent), Arbeitslosigkeit (23 Prozent) sowie Krankheit, Unfall oder Behinderung (22 Prozent). Die häufigsten Schulden sind Steuerschulden (74 Prozent) sowie Schulden bei den Krankenkassen (57 Prozent). 68 Prozent der Fälle betrafen Schweizer, 32 Prozent Ausländer. «Es ist also ein Irrglauben, anzunehmen, dass vor allem Ausländer von dieser Problematik betroffen sind», so Mayor. Die Generalversammlung von Caritas Freiburg geht am Mittwoch, 27. Juni, in Freiburg über die Bühne. Ehrengast ist Nationalratspräsident Dominique de Buman (CVP).

Zahlen und Fakten

638 Kultur-Legis wurden 2017 verteilt

Bei der Sozialbegleitung waren seitens der Caritas Freiburg 2017 nicht weniger als 669 Konsultationen zu verzeichnen. Sie betrafen 140 Haushalte mit 421 Personen. Notfallhilfe war bei 286 Konsultationen ein Thema; betroffen waren 229  Haushalte mit 571 Personen. 131  Konsultationen betrafen die Rechtshilfe. Hier ging es um 38  Haushalte mit 105 Personen. Dem Thema Budgethilfe waren total 364 Konsultationen gewidmet, 120 Haushalte mit 272 Personen profitierten von dieser Dienstleistung. Im Weiteren wurden im vergangenen Jahr im Kanton Freiburg 683  Kultur-Legis – ein Ausweis für Rabatte auf Kulturangebote – verteilt; gesamtschweizerisch waren es insgesamt 93 034.

jcg

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