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«Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen»

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Er hatte es schon mehrfach angekündigt, nun macht Jazz-Parade-Gründer Jean-Claude Henguely ernst: Er hat mehrere Mitglieder des Vereins Jazz Parade und deren Anwältin wegen übler Nachrede und Verleumdung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Dies teilte er gestern mit.

«Diese Leute haben mich–unter anderem vor der Presse–mehrfach Lügner und Betrüger genannt und mir Veruntreuung vorgeworfen. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen», sagte Jean-Claude Henguely auf Anfrage. So sei es nicht sein Fehler, dass die diesjährige Jazz Parade nicht stattgefunden habe (siehe Kasten); die Mitglieder des Vereins versuchten, sich ihrer Verantwortung zu entziehen und ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben. Er sei aber an keinen der ihm vorgeworfenen Vergehen schuldig. «Ich habe ein ruhiges Gewissen. Aber ich möchte, dass diese Leute für ihre Lügen verurteilt werden», sagte er. Denn die Vorwürfe hätten seinem Ruf–insbesondere bei seiner beruflichen Tätigkeit für Swiss Events Location–geschadet. «Manche Kunden waren verunsichert und es brauchte viele Erklärungen, damit sich keiner zurückgezogen hat.»

 Unter den Personen, die Jean-Claude Henguely der üblen Nachrede und Verleumdung beschuldigt, ist auch Max Jendly, Pressesprecher des Vereins und langjähriger Weggefährte von Henguely. Sie seien nicht allerbeste Freunde gewesen, «aber zu meinen Geburtstagen war er immer eingeladen». Er sei erstaunt gewesen, zu sehen, wie sich Max Jendly nun verhalten habe. «Ich weiss nicht, warum er die Seiten gewechselt hat, aber er hat mich verraten.»

«Das ist hart»

Überrascht zeigte sich auch Max Jendly. «Ich sehe nicht, was die Strafanzeige bringen soll.» So sei er sich keines Fehlers bewusst. «Ich habe nichts gesagt, was nicht der Realität entspricht.»

Auf die Beziehung zu Jean-Claude Henguely angesprochen, sagt er: «Ich habe viele Jahre bei der Realisierung der Jazz Parade geholfen und alles versucht, um das Festival zu retten. Ich habe also sicher nicht die Seiten gewechselt.» In den vorhergehenden Jahren habe er immer darauf vertraut, dass Henguely seine Arbeit gut mache. «Es hat ja immer geklappt, auch wenn wir ab und zu finanzielle Schwierigkeiten hatten.» Dass es nun zu diesen Streitereien gekommen sei, belaste ihn. «Das Gericht macht mir keine Angst, denn ich habe mir nichts vorzuwerfen. Aber von jemandem, dem man vertraut, so enttäuscht zu werden, ist hart.»

Sie habe eben erst von der Strafanzeige erfahren, sagte Isabelle Théron, Anwältin des Vereins, gestern. «Ich denke, dies ist eine Reaktion auf die Strafanzeige wegen Veruntreuung, die wir im August eingereicht haben.» Ob Henguelys Anzeige begründet sei, könne sie nicht sagen, so Théron. «Ich habe sie noch nicht gesehen. Zudem ist es die Aufgabe der Staatsanwaltschaft, darüber zu entscheiden, und nicht meine.»

Jazz Parade: Finanzprobleme und Sicherheitsmängel

N ach 25 Jahren in Freiburg hätte das Festival Jazz Parade dieses Jahr erstmals in Marly stattfinden sollen. Der Trägerverein der Jazz Parade musste die Ausgabe im Juli aber kurzfristig absagen: Der Oberamtmann des Saanebezirks, Carl-Alex Ridoré, hatte seine Bewilligung wegen Sicherheitsmängeln zurückgezogen. Danach kam es zum Eklat. Der Vorstand des Vereins warf dem Jazz-Parade-Gründer Jean-Claude Henguely vor, seinen Pflichten als künstlerischer und technischer Leiter nicht nachgekommen zu sein. Da der Verein bereits zuvor hoch verschuldet war, musste er Anfang August die Bilanz deponieren, Ende August wurde der Konkurs ausgesprochen. Gleichzeitig zeigte der Verein seinen Gründer wegen Veruntreuung an: Dieser habe Geld in die eigene Tasche gesteckt, statt sie dem Verein zukommen zu lassen. Henguely hat stets betont, er habe das Geld rechtmässig und als Lohn für seine Arbeit erhalten. rb

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