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Das Kantonsspital äussert Bedauern

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Autor: Arthur zurkinden

Vor dreizehn Jahren kam das Mädchen schwerstbehindert zur Welt (vgl. FN vom 14. August und 17. Februar). Im Dezember 2009 kam bereits das Kantonsgericht nach einem jahrelangen Verfahren zum Schluss, dass das Kantonsspital wegen pflichtwidrigen Unterlassungen bei der Geburt haftet. Das Kantonsspital zog aber den Fall weiter ans Bundesgericht. Dieses bestätigte am 9. Juli das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs des Kantonsgerichts, wonach zwischen dem Handeln der Ärzte während der Geburt und dem Gesundheitszustand des Kindes ein Zusammenhang besteht. Es wies deshalb die Beschwerde des Spitals ab.

Spital akzeptiert Urteil

«Das Freiburger Spital akzeptiert diesen Entscheid. Die Höhe des Schadenersatzes und des Genugtuungsanspruchs sind nun Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Parteien», hält das Freiburger Spital in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. «Unabhängig vom Gerichtsurteil drückt das Freiburger Spital gegenüber der betroffenen Familie sein tiefes Bedauern über das tragische Ereignis aus», fügt es bei.

Widersprüchliche Aussagen

Bei der Frage, ob die Sorgfaltspflicht verletzt wurde oder nicht, stützte sich das Kantonsspital laut Mitteilung auf ein aussergerichtliches Gutachten. Dieses habe keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen den erlittenen Behinderungen des Mädchens und der ärztlichen Behandlung während der Geburt nachgewiesen. «Dieses Gutachten war von beiden Parteien gemeinsam in Auftrag gegeben worden», begründet das Spital, weshalb es nicht auf Schadenersatzforderungen der Familie eingegangen sei.

«Das stimmt nicht, das Spital hat keine Hand zu einem gemeinsamen Gutachten geboten», hält aber der Anwalt der Familie, Rolf Steinegger, fest. «Ein gemeinsames Gutachten wäre im Fall eines Prozesses beweiskräftiger gewesen. Wir sind dann an die Verbindung der Schweizer Ärzte FMH gelangt, damit sie ein Gutachten erstellt», erklärt der Anwalt. «Die klaren Ergebnisse dieses Gutachtens haben dann die Familie veranlasst, die Schadenersatzforderungen an die Justiz weiterzuleiten», fährt er fort und weist darauf hin, dass alle weiteren Gutachten eine Verletzung der Sorgfaltspflicht der Ärzte bestätigt haben.

Das Spital weist darauf hin, dass das Gericht auch ein Gutachten einholte, worauf die Familie ihrerseits noch ein Privatgutachten in Auftrag gegeben habe. Die Widersprüchlichkeiten der Gutachten hätten gezeigt, dass es sich um einen Grenzfall handelte.

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