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«Das Leben ist kein Schlafabteil»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Jetzt ist Stadlzeit»: Die 2600 Zuschauerinnen und Zuschauer sangen am Samstagabend im Forum Freiburg stehend und aus voller Kehle das Lied des Musikantenstadls, lange bevor die volkstümliche Schau live auf Sendung ging. Moderator Andy Borg fragte das Publikum, wie viele der Anwesenden «Fribourg» sagten–es meldeten sich einige. Wer «Friburg» sage, also im Dialekt? Das Echo war gross. «Und wer sagt wie ich Freiburg?» Stille im Raum. Während der Live-Ausstrahlung kam Borg auf die Sprachenfrage zurück: «Die Schweiz hat vier Sprachen, die Stadt Freiburg hat drei Namen–wir sagen heute Abend ‹Friburg›.»

75 Freiburger Alphörner

Den Auftakt zur Sendung machten 75 Alphornbläser, die «Compagnons sonneurs» von Vuisternens-devant-Romont und Westschweizer Fahnenschwinger. «75 Alphörner haben wir hier, das sage ich voller Stolz», rief Andy Borg in die Menge, als er sich von den lauten Klängen der Kuhglocken erholt hatte.

Die Zillertaler Haderlumpen brachten die Zuschauer zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen. Doch dann kam Andy Borg mit einer schlechten Nachricht: «Wir haben es alle gehört: Karl Moik, dem Erfinder unseres Musikantenstadls, geht es gesundheitlich nicht gut.» Er wisse, dass Moik heute zuschaue, sagte Borg und rief in die Kamera: «Wir wünschen alle von Herzen gute Besserung»–um dann sofort zur nächsten Schaueinlage weiterzuleiten: «Karl Moik hat viele Talente entdeckt, vor 25 Jahren zum Beispiel einen kleinen Jungen, der Trompete spielte.» Auf dem Bildschirm tauchte das Bild von Stefan Mross auf, wie er als Bube Trompete spielte–und wechselte dann in den Saal, wo Mross das Lied weiterspielte.

Im Forum hatten die Verantwortlichen auch einen kleinen Gemüsemarkt aufgebaut. Dort plauderte der Österreicher Andy Borg mit dem deutschen Stefan Mross und der zweisprachigen Familie Stritt über deren Biogemüse. «45 Prozent des Schweizer Biogemüses wird hier in der Gegend angebaut», sagte Borg–um dann festzustellen, dass Nüsslersalat, Blumenkohl und Kartoffeln in Österreich, Deutschland, der Deutschschweiz und auf Französisch ganz unterschiedliche Namen tragen.

Bei den Paldauern, die seit bald vierzig Jahren Schlager am Laufmeter produzieren, spielt ein Brüderpaar, dessen Mutter im Publikum sass. Andy Borg nutzte dies mit Blick auf den baldigen Muttertag für einen Gruss an alle Mütter. Immer wieder fingen die Fernsehkameras süsse Kinder, die im Takt klatschten, und begeisterte Zuschauer ein. Jene, die bierselig und feuchtfröhlich eine Art Oktoberfest feierten, bekam das Fernsehpublikum nicht zu sehen.

«Das Leben ist kein Schlafabteil» sangen die drei Dorfrocker, die mit ihren rot-, blau- und grünkarierten Hemden wie Tick, Trick und Track wirkten. Mit Handorgel und Elektrogitarre brachten sie Schwung in die Volksmusik und ins Forum: Die Zuschauer standen auf den Bänken und klatschten mit. Auch die Seerugge Feger gefielen. Die Schweizer sind Anwärter auf den Nachwuchspreis Stadlstern. Mit ihrem Schweizer Akzent machten sie dem Lied «Made in Switzerland» alle Ehre. Einer ganz anderen Generation gehört Peter Kraus an: Der 75-Jährige steht seit 60 Jahren auf der Bühne. Er brachte den groovigen Rock aus den 1950er-Jahren auf die Bühne, indem er den Mikrofonständer lässig quer hielt und einige Rock’n’Roll-Schritte hinlegte, als ob er noch am Anfang seiner Karriere stünde.

Zahlen und Fakten

Seit 33 Jahren mit Erfolg unterwegs

Im März1981ging die erste Sendung des Musikantenstadls über die Fernsehbildschirme. Produziert wurde sie vom österreichischen Fernsehen ORF. Zwei Jahre später wurde daraus eineKoproduktionim Rahmen der Eurovision. Produzent ist der ORF in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Schweizer Fernsehen. Von 1981 bis 2005 moderierteKarl Moikdie Sendung, seit 2006 ist esAndy Borg.Der Stadl findet immer wieder in anderen Städten statt. Am Samstag wurde er zum dritten Mal aus demForum Freiburgin Granges-Paccot gesendet. Im März 2011 kam der Stadl zu seiner Jubiläumssendung zum 30-jährigen Bestehen nach Freiburg. Doch wegen der Erdbebenkatastrophe und dem Nuklearunfall im japanischen Fukushima wurde die Sendung am 12. März nicht live ausgestrahlt, sondern erst am 26. März.njb

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