Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Leben nach Gottéron

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Letzte Saison wählte Gottéron eine Strategie, die durchaus Erfolg hätte bringen können. Die Freiburger holten bei Verletzungen während der Qualifikation gar keine oder nur unspektakuläre Ersatzausländer–engagierten dann mit dem gesparten Geld auf die Playoffs hin in der Person vonNiklas Hagman jedoch einen Topshot. Pech für Freiburg, dass der Finne sein Visier während seines Aufenthaltes in der Schweiz nicht ganz so gut eingestellt hatte wie üblich. Drei Tore in zehn Playoff-Spielen waren letztlich zu wenig, um Gottéron in den Final zu führen. Dass er es besser kann, zeigt der 35-Jährige in dieser Saison mit dem finnischen Klub Jokerit Helsinki. In 26 Spielen hat er bereits 15 Tore erzielt. Der Wert ist umso beeindruckender, als Helsinki seit dieser Saison in der russischen KHL und damit in der zweitbesten Liga der Welt spielt. Pech hatte Hagman, als er Mitte Oktober von einer Verletzung zurückgeworfen wurde und sechs Wochen ausfiel. Mit 12 Toren aus 15 Spielen war seine Ausbeute vor diesem Rückschlag phänomenal.

 Seit einigen Wochen hat Hagman bei Jokerit–die Finnen sind überraschend das viertbeste der 28 KHL-Teams–einen neuen Teamkollegen:Petteri Wirtanen. Der Finne, der von Gottéron zu Saisonbeginn für den verletzten Greg Mauldin engagiert wurde und schnell nicht mehr erwünscht war, hat bei Helsinki einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Seine Statistiken aus 11 KHL-Spielen: 3 Tore und eine Minus-4-Bilanz. Nicht überragend, aber allemal besser als das eine Tor und die Minus-12-Bilanz in 14 Spielen mit Gottéron.

Nur gerade zwei Spiele für die Freiburger bestritt letzte SaisonMilan Jurcina. Der slowakische Verteidiger-Hüne wechselte wie Hagman auf die Playoffs hin zu Gottéron, war aber meist überzählig. Danach hatte er einige Mühe, einen neuen Klub zu finden. Ende August wurde er schliesslich von KHL-Klub Dinamo Riga zum Probetraining eingeladen und empfahl sich für einen Vertrag. Mit 20 Minuten Einsatzzeit pro Spiel gehört der 114-Kilogramm-Mann durchaus zu den Stützen in der Defensive. Mit minus 2 hat er die drittbeste Bilanz aller Verteidiger. Seinem Klub läuft es indes nicht besonders gut. Riga belegt den zweitletzten Rang der Western Conference der KHL.

 Gar kein Spiel für Gottéron absolvierteAlexandre Picard. Der kanadische Verteidiger befand sich im November gut eine Woche lang im Probetraining, wurde jedoch nicht verpflichtet. So unterschrieb Picard beim deutschen Meister Ingolstadt. In sechs Spielen hat er bisher noch keinen Skorerpunkt gesammelt; immerhin aber hat das drittklassierte Ingolstadt fünf dieser sechs Spiele gewonnen und dabei nur neun Gegentore kassiert.

Wie Picard spielt auchAntti Miettinenin der DEL. Wie letzte Saison in Freiburg ist der Finne mit langer NHL-Vergangenheit bei den Eisbären Berlin jedoch ebenfalls nur Mitläufer. Vier Tore, zehn Assists und eine Minus-13-Bilanz sind nach 26 Spielen im Trikot des Tabellenachten alles andere als überragende Werte.

Nicht mehr in der DEL spieltSimon Gamache. Der Kanadier, der 2013 mit Gottéron im Final stand und anschliessend in Freiburg nicht mehr erwünscht war, ist nach einem Jahr in Deutschland bereits weitergezogen. Trotz akzeptablen 36 Skorerpunkten in 51 Spielen konnten sich der Stürmer und die Adler Mannheim letzte Saison nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. So hielt sich der 33-Jährige in dieser Saison lange bei den Thetford Mines Isothermic in einer nordamerikanischen Minor League fit. Vor kurzem hat Gamache dann doch wieder einen Profivertrag erhalten. Er stürmt neu für Vålerenga in der norwegischen Liga. Beim Meister aus Oslo, der als möglicher Kandidat für die KHL gehandelt wird, hat sich Gamache diese Woche sehr gut eingeführt. Im ersten Spiel holte er gleich vier Skorerpunkte (1 Tor).

 Noch nicht wieder aus den Niederungen des nordamerikanischen Amateur-Eishockeys aufgetaucht istAnthony Stewart. Der 29-jährige Kanadier, der letzte Saison während zwölf Spielen den verletzten Miettinen ersetzte, hält sich momentan beim Universitätsteam Ryerson Rams fit und hofft auf irgendein Jobangebot. Begonnen hat der einstige Erstrunden-Draft die Saison beim KHL-Team Medvescak Zagreb, nach zwölf Spielen und zwei Skorerpunkten war der Stürmer jedoch nicht mehr erwünscht.

Allmählich bergab geht es auch mit der Karriere vonPavel Rosa. Der 37-jährige Tscheche, der insbesondere in seiner starken Saison 2011/12 in Freiburg zu den Publikumslieblingen gehörte, spielt seit dieser Saison bei Orli Znojmo. Das ist ein tschechischer Klub, der allerdings in der nicht sonderlich hochklassigen österreichischen Liga spielt. Immerhin läuft es ihm dort gut. In 16 Spielen hat er für den Tabellenfünften 21 Skorerpunkte gesammelt.

Weniger Erfreuliches gibt es von einem anderen einstigen Freiburger Publikumsliebling zu berichten:Shawn Heins. Dass die Karriere des Kanadiers, der von 2006 bis 2013 Gottéron entscheidend mitprägte, zu Ende ist, ist nicht weiter schlimm. Schliesslich wird Heins an Heilig Abend bereits 41. Bitter ist jedoch, dass er immer noch an den Folgen der Aktion leidet, die im April 2013 seine Karriere beendet hatte. Nach einem Crosscheck von Franco Collenberg war Heins im Playoff-Final kopfvoran in Greg Mauldin geflogen und hatte für einen Moment lang seine Beine nicht mehr gespürt. Ganz erholt hat er sich auch eineinhalb Jahre später noch nicht. «Ich habe Probleme mit den Muskeln der rechten Körperhälfte und leide ständig unter Kopf- und Nackenschmerzen», sagte er vor vier Wochen im Interview mit dem Tessiner Medium «20 Minuti». Heins, der derzeit keiner Arbeit nachgeht, lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Florida und befindet sich immer noch in der Rehabilitation. «Ich habe Glück gehabt. Ich hätte auch für den Rest meines Lebens im Rollstuhl sitzen können.»

Mehr zum Thema