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Das Licht aus dem All

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Sternschnuppen, der Mond und die Sonne–der Himmel ist voller faszinierender Phänomene, die mit Licht zu tun haben. «Die Energie für das Licht entsteht im Innern eines Sternes», erklärt Klaus Vonlanthen, ehemaliger Leiter der Sternwarte in Ependes. Sterne sind glühende Gaskugeln. Im Innern kommt es wegen dem hohen Druck und der hohen Temperatur zur Verschmelzung von leichten Atomkernen, die Strahlen aussenden. Dadurch verliert der Stern einen kleinen Teil seiner Masse, bis der Vorrat aufgebraucht ist. «Unsere Sonne hat nun bereits die Hälfte ihres Lebens hinter sich», sagt Klaus Vonlanthen. Bis die Sonne aber erlischt, würden noch 4,5 Milliarden Jahre vergehen.

Erlischt ein Stern, wird viel Material ins All geschleudert, woraus sich neue Sterne und Planeten bilden. «Wir und all unsere Umwelt bestehen aus solchem Sternenstaub», sagt Vonlanthen.

Das Funkeln der Sterne

Sobald die Sonne untergegangen ist, sind die meisten Beobachtungen möglich. So auch das Funkeln der Sterne. Dies sei besonders stark amHorizont bemerkbar. «Das liegtan der Atmosphäre», erklärt Vonlanthen. «Die Strahlen der Sterne werden durch Turbulenzen in der Atmosphäre abgelenkt, dadurch scheinen sie zu funkeln.»

Im Dezember sind während zwei Wochen–dieses Jahr vom 4. bis 17. Dezember–die Geminiden, ein Sternschnuppenschwarm, zu beobachten. Sternschnuppen sind kleine Steinchen, die beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen, meist Spuren eines Kometen. Die Leuchtspuren scheinen aus dem Sternbild Zwilling zu kommen, deshalb der Name Geminiden.

Blaues Sternenlicht

Je nach Temperatur unterscheidet sich auch die Farbeder Sterne: «Rötlich-gelb leuchtende Sterne sind die kälteren, wohingegen weisse und blaue Sterne die wärmeren sind», erklärt Vonlanthen. «Wir sehen von Auge weisse, gelbliche und rötliche Sterne.»

Ultraviolette Strahlen werden in der Erdatmosphäre von der Ozonschicht aufgehalten. Auch violette und blaue Strahlen werden teilweise gestreut. «Deshalb ist der Himmel tagsüber blau und deckt die Sterne zu», erklärt Vonlanthen. «Erst wenn die Sonne untergegangen ist, wird der Himmel durchsichtig–Sterne, Planeten und Satelliten werden sichtbar.»

Auch nachts wird der Blauanteil des Sternenlichts gestreut, so dass die blauen Sterne von blossem Auge nur als weisse zu sehen sind. Allerdings sind sie auf Fotos gut erkennbar, sagt Vonlanthen.

Wie Morgenrot entsteht

Ein weiteres Phänomen ist das Farbenspiel bei Sonnenaufgang: Am Tag ist der Weg des Sonnenlichts durch die Erdatmosphäre kürzer, und es wird nur das blaue Licht vvgestreut. Morgens allerdings müssen die Strahlen einen längeren Weg schräg durch die Luftschichten zurücklegen. Auch andere Farben als das Blau werden gestreut. «Das Rot ist am wenigsten empfindlich. Darum sehen wir die Sonne als rote Scheibe auf- und untergehen», sagt Vonlanthen.

Mit ihremAdventskalenderbringen die FN Licht in die dunkle Adventszeit: Jeden Tag beleuchtet ein Artikel das Thema «Licht» aus einem anderen Blickwinkel.

Umwelt: Gefahr bei zu viel Licht

A n vielen Orten wird es nachts nicht mehr richtig dunkel», sagt Klaus Vonlanthen, ehemaliger Leiter der Sternwarte Ependes. Grund für die- se Lichtverschmutzung sind Aussenbeleuchtungen wie Strassenlampen. Weil das Licht an kleinen Partikeln in der Luft reflektiert wird, entstehen sogenannte Lichtglocken über den Städten. «Von der Sternwarte in Ependes aus kann man auch eine Lichtglocke über Freiburg erkennen», sagt Vonlanthen.

Was nachts aus der Luft ein schöner Anblick ist, wird auf dem Boden zum Problem für Tiere und Pflanzen: Vögel verlieren ihre Orientierung, Zugvögel sterben auf ihrem Weg nach Süden, und viele Insekten, die für die Bestäubung der Pflanzen verantwortlich sind, verbrennen an den Lampen.

Die Lichtverschmutzung hat allerdings auch Auswirkungen auf das Beobachten der Sterne: «Je mehr Lichtverschmutzung besteht, desto weniger Sterne können wir sehen», sagt Vonlanthen. So sind in Grossstädten kaum noch Sterne zu beobachten.

«Der gleiche Effekt entsteht aber auch bei Vollmond, vor allem wenn noch Schnee liegt», sagt Vonlanthen. Allerdings werde er verstärkt von den Russpartikeln, die durch die zunehmende Luftverschmutzung über den Städten liegt. sg

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