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Das liebe Geld – oder: «Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Von verschiedensten Seiten habe ich den Ratschlag bekommen, mich beizeiten um die finanziellen Aspekte des Rentnerdaseins zu kümmern.

Bereits mein Vater riet: «Spare in der Zeit – dann hast du in der Not», und natürlich kam ich auch um den Spruch «Kluger Rat – Notvorrat» nicht herum. Doch wer mag mit zwanzig auf die Weisheiten seines Vaters hören?

Aber bleiben wir beim Thema der finanziellen Vorsorge. 1948 wurden die ersten AHV-Renten entrichtet, damals monatlich minimal 40 Franken, dann stiegen sie kontinuierlich an, und im Januar 2021 liegen sie bei minimal 1195 Franken. Das Pensionsalter für Männer – 65 Jahre – blieb unverändert, dasjenige der Frauen – ursprünglich auch 65 Jahre – wurde 1957 auf 63 und 1964 auf 62 Jahre heruntergesetzt, um 1997 wieder auf 64 erhöht zu werden. Und nun soll vorerst das AHV-Alter der Frauen und später wohl das beider Geschlechter heraufgesetzt werden.

Als ich ein Kind war, wurde meiner Grossmutter die monatliche Rente vom Pöstler in den dritten Stock hinaufgetragen, und sie gab ihm stets ein grosszügiges Trinkgeld. Von einer dritten Säule war damals noch keine Rede, erst 1972 wurde die berufliche Vorsorge für obligatorisch erklärt, umgesetzt wurde der Verfassungsartikel 1985.

Seither geht es uns gut – sollte man zumindest meinen. Aber gemäss einer Studie aus dem Jahr 2019 lag die absolute Armutsquote bei Personen ab 65 Jahren bei über 17 Prozent, was heisst, dass diese nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um die für ein gesellschaftlich integriertes Leben notwendigen Güter und Dienstleistungen zu erwerben.

Oscar Wilde sagte einst: «Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiss ich: Es stimmt.»

Es kann also ein ziemlicher beklemmender Schritt sein, die finanzielle Lage genauer unter die Lupe zu nehmen. Viele Frauen meiner Generation haben eine Kinderpause gemacht, die sich je nach Familiengrösse über Jahre hinzog (gleichzeitig hielten sie dem Mann den Rücken für seine Karriere frei), andere haben über Jahrzehnte nur Teilzeit gearbeitet, was sich natürlich alles auf die Renten auswirkt.

Unterstützung bei der Finanzplanung bieten Finanzplaner, Banken oder Versicherungen. «Steuerfallen» sollen vermieden, Entscheide über Rente oder Kapitalbezug, Zeitpunkt des AHV-Bezugs oder die Absicherung des Lebenspartners können angegangen und ein Budget kann erstellt werden.

Diese materiellen Abklärungen führen zuweilen zur Überlegung, was einem in Zukunft wichtig ist: Hat man weiterhin eine grosse Wohnung oder begnügt man sich mit einer bescheideneren, damit mehr in der Kasse zum Reisen bleibt? Sind zwei Autos noch nötig – oder will man gar auf E-Bikes umsatteln? Entlehnt man die Bücher nun in der Bibliothek, was – nebst dem Spareffekt – die sozialen Kontakte fördert? Hat man Lust, sein Gemüse fortan selbst anzubauen, sich einen Garten zuzulegen oder möglichst besitzlos Pilgerwege zu beschreiten?

Bei diesen «Auslegeordnungen» gelangen mein Mann und ich immer wieder zum Schluss, dass wir die Zeit, die uns bleibt, sinnerfüllt gestalten wollen und es uns wichtig ist, vermehrt etwas zurückzugeben – der Natur, der Gesellschaft. Denn Zeit, Fürsorge und Liebe sind unbezahlbar und daher vertraue ich – Finanzplanung hin oder her – auf Einsteins oben erwähntes Zitat: «Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.»

Es gibt Momente im Leben, da purzeln die Gedanken wild durcheinander, so zum Beispiel am ersten Schultag, am letzten Schultag, wenn du deine erste eigene Wohnung beziehst, verliebt bist, Liebeskummer dich quält, du eine grosse Reise unternimmst, wenn du den/die Richtige triffst, dein Erstgeborenes im Arm hältst, deine Eltern zu Grabe trägst, deine Berufstätigkeit zu Ende geht…

Aber selbst inmitten dieser Gedankenfülle ist es in jeder Daseinsphase wegweisend, zwischendurch zur Ruhe zu kommen und, um es mit Astrid Lindgrens Worten zu sagen: «(Und) …dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.»
Und das, dünkt mich, gelingt mir mit zunehmendem Alter immer besser.

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