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Das Metroprojekt klingt für viele zwar interessant, ist aber noch Zukunftsmusik

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Autor: Pascal Jäggi

Eine zwölf Kilometer lange Metro zwischen Marly und Belfaux schwebt den Freiburgischen Verkehrsbetrieben TPF vor. Nun müssen die TPF das Geld für das Grossprojekt suchen. Offenbar ist dieses schon weit über Planspiele hinaus. «Es ist auf jeden Fall realisierbar», sagt Martial Messeiller, Pressesprecher der TPF, gegenüber den FN. Auch zu den Kosten seien mehrere Studien gemacht worden. «Im Vergleich mit anderen Projekten sind wir auf diese 750 Millionen Franken gekommen», so Messeiller. In den Kosten inbegriffen sind auch Schätzungen zur geologischen Situation. «Aber zu Überraschungen kann es natürlich immer kommen», meint Messeiller.

Das Projekt sei teilweise vergleichbar mit der Stadtmetro M2 in Lausanne. «Die automatisierte Technik wird dieselbe sein, doch die landschaftlichen Gegebenheiten sind natürlich völlig anders», erklärt Messeiller.

Eine völlig neue Idee sei das Projekt laut Messeiller auch nicht. «Seit 2001 haben wir uns Gedanken in diese Richtung gemacht», sagt er.

Abwarten bei der Agglo

Ein Teil des Agglo-Vorstandes wurde bereits vor zwei Wochen über den Stand des Projekts informiert. Der Präsident des Agglo-Vorstandes, René Schneuwly, sieht bei der Metro noch Unsicherheiten: «Wer finanziert das Ganze? Ohne Hilfe von Bund und Kanton kann die Agglo das sicher nicht alleine bezahlen.» Zudem gebe es in der Agglo noch andere Verkehrswege. «Was ist mit Villars-sur-Glâne und Düdingen? Auch hier bräuchte es Vorschläge», meint Schneuwly. Auf jeden Fall werde der Vorstand zuerst abwarten, wie sich der Staatsrat zum Thema äussert, hält Schneuwly fest.

Für den Richtplan der Agglo habe die Metro keine Auswirkungen, sagt Schneuwly. «Wir müssen kurzfristige Vorschläge machen, um Geld vom Bund zu erhalten.» Ein Projekt fürs Jahr 2025 sei da noch zu weit weg, so der Agglo-Präsident. Der überarbeitete Richtplan muss spätestens Ende 2011 beim Bund eingereicht werden. Die erste Version wurde noch getadelt, weil der öffentliche Verkehr und der Langsamverkehr zu wenig berücksichtigt worden waren.

Staatsrat ist interessiert

Der Staatsrat wird laut Martial Messeiller in den nächsten Tagen über die Details des Vorprojekts der Metro informiert. Thomas Gut, Pressesprecher von Staatsratspräsident Beat Vonlanthen, bestätigt dies. «Der Staatsrat ist sehr interessiert am Projekt, es entspricht seiner Strategie, den öffentlichen Verkehr zu fördern.» Das Projekt habe allerdings nicht der Staatsrat selber in Auftrag gegeben.

Rasche Lösungen gefordert

Pierre-Olivier Nobs, VCS-Sekretär und Agglo-Ratsmitglied, begrüsst das Projekt grundsätzlich. «Es ist schön, dass man sich über die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Agglo Gedanken macht. Wir müssen aber heute schon andere Probleme lösen», meint Nobs, «beispielsweise die ungenügende Fahrtenmenge der Busse der städtischen Linien 1 und 4».

Nobs erinnert, dass er einst eine (oberirdische) Verbindung von Givisiez über den Bahnhof Freiburg ins Perolles vorgeschlagen habe. Bei den TPF will niemand bestätigen, dass dies etwas mit der Metro zu tun habe. «Die Idee mit der Metro haben die TPF ausgearbeitet», sagt Martial Messeiller.

Was ist mit der Kritik, dass es drängendere Verkehrsprobleme in der Agglomeration Freiburg gebe? «Wer sagt, dass nicht beides möglich ist? Wir können sowohl Fragen zu Busspuren und mehr Busfahrten allgemein in der nächsten Zeit angehen, als auch später das längerfristige Metro-Projekt realisieren», erklärt Messeiller beschwichtigend.

Ganz überzeugt von der Vision ist Pierre-Olivier Nobs nicht: «Wenn ich denke, wie schwierig es ist, die Probleme der Buslinie 1 zwischen Marly und Perolles zu lösen, wofür wir viel weniger Geld bräuchten, kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, wie ein 750-Millionen-Projekt in der Agglomeration Freiburg entstehen soll.»

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