Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das neue Zauberwort lautet Vorsicht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Spiel vom Dienstag war wahrlich nichts für Freunde des gepflegten Eishockeys–höchstens vielleicht für Taktikliebhaber. Nachdem Gottéron in den Spielen eins und zwei dem SC Bern mehr als einmal ins offene Messer gelaufen war, haben die Freiburger für die dritte Partie ihre Taktik angepasst und die «Null-Risiko-Strategie» des Gegners kopiert. Dass sich dadurch kein Champagner-Eishockey entwickelt, sondern eher Kampf, Krampf und Defensive das Spiel beherrschen, versteht sich von selbst. Ein 1:0 war letztlich fast schon ein logisches Resultat. «Es ist nun einmal ein Playoff-Final, da gibt es oft solche Resultate», sagt Freiburgs Trainer Hans Kossmann. «Bern steht defensiv gut und lässt uns kaum Platz. Natürlich versuchen wir, unseren Rhythmus hoch zu halten. Aber es ist sehr wichtig, vorsichtig zu bleiben. Wir wissen nun, was wir tun müssen, um zu gewinnen.»

 Das Rezept gefunden?

Dieses taktische, letztlich zerfahrene und langsame Spiel ist eigentlich nicht Gottérons Domäne. Die Stärken der Freiburger liegen im läuferischen Bereich, in der Schnelligkeit, mit der sie Angriffe vortragen können. Doch da Freiburg am Dienstag mit der Defensivtaktik Bern erstmals in diesem Final besiegt hat, dürfte Gottéron mit dieser Spielweise fortfahren. «Am Dienstag haben wir gesehen, wie die Spiele laufen müssen», sagt denn auch Gottérons Captain Sandy Jeannin. «Wir sind besser als Bern. Die Berner kreieren nicht viel, sie warten nur auf unsere Fehler.»

 Und diese Fehler will Gottéron um jeden Preis vermeiden, wenn es sein muss auf Kosten eines zerfahrenen Spiels. «Das ist halt einfach so, wenn man gegen Bern spielt», sagt der Freiburger Stürmer Adam Hasani. «Wir haben uns vor dem Spiel vom Dienstag vorgenommen, uns ebenfalls in erster Linie auf die Defensive zu konzentrieren–und wir haben gewonnen. Deshalb müssen wir nun sicherlich so weiterspielen, in unserer Defensivzone so wenig wie möglich zulassen.» Am Dienstag klappte das gut. 22:16 für Gottéron lautete das Schussverhältnis am Ende des Spiels. In den Playoff-Serien gegen Biel oder Zürich gab es Spiele, in denen beide Teams doppelt so oft aufs Tor geschossen haben.

 Wichtiger Start ins Spiel

Ganz so wenige Schüsse wird Freiburgs Torhüter Benjamin Conz heute nicht abzuwehren haben. Zu Hause spielt Bern doch einen Tick offensiver. Im ersten Heimspiel hat der SCB Gottéron mit zwei Toren in den ersten vier Minuten geschockt. «Bern wird wohl wieder aggressiver in den Match starten als am Dienstag. Es ist wichtig, dass wir nicht wie beim ersten Spiel in Bern wieder den Beginn verschlafen», sagt Kossmann. «Aber wenn wir so spielen wie am Dienstag, bin ich zuversichtlich. Man hat gemerkt, dass wir noch frische Beine haben. Und wir haben die Schlüsselszenen viel besser gehandhabt als in den ersten beiden Spielen.»

Heute dürfte das unter Umständen schwieriger werden. In Bern wird der SCB wieder auf die Unterstützung von 17 000 Zuschauern zählen können. «Das ist schon ein grosser Faktor für Bern», sagt Hasani. «Ich erwarte eine Reaktion des SCB. Wir müssen in den ersten 20 Minuten auf der Hut sein. Doch das Berner Publikum ist auch als sehr anspruchsvoll bekannt. Läuft es dem SCB nicht, kann es sich schnell auch gegen das eigene Team wenden. Es liegt an uns, zu versuchen davon zu profitieren.»

Verletzung: Vorsichtige Entwarnung bei Shawn Heins

Die Szene sorgte am Dienstag für Gänsehaut. Nach einem Schubser von Franco Collenberg stiess Shawn Heins mit Teamkollege Greg Mauldin zusammen und musste mit der Bahre vom Eis getragen werden. Die Nacht auf gestern verbrachte er deshalb im Spital, und auch am Mittwoch musste er ein MRI sowie weitere Untersuchungen bestreiten. «Er hat noch gewisse Empfindungsstörungen in den Händen», sagt Freiburgs Trainer Hans Kossmann. «Aber er kann alles bewegen. Ich denke, alles wird gut.» Laut erster Diagnose hat sich Heins eine Prellung am Nacken zugezogen, jedoch keine Wirbel- oder Knochenbrüche. Heute wird der Verteidiger aller Voraussicht nach dennoch nicht spielen. Somit dürfte der russische Stürmer Maxim Suschinsky zu seinem zweiten Playoff-Einsatz kommen. Bei seinem ersten Einsatz bei der 2:5-Niederlage in Spiel vier des Halbfinals in Zürich hatte er keinen guten Eindruck hinterlassen und das Eis mit einer Minus-2-Bilanz verlassen. Es wird deshalb interessant sein zu beobachten, in welchem Block und in welcher Rolle Kossmann den spielstarken, aber langsamen Russen heute (20.15 Uhr) in Bern einsetzen wird. Gestern wollte sich der Trainer diesbezüglich nicht in die Karten blicken lassen. Abgesehen von dieser Ausländerposition will Kossmann auf das gleiche Team setzen wi e beim 1:0-Sieg vom Dienstag. fm

Spiel fünf: Tickets ab Freitagnachmittag

Die Tickets für das fünfte Spiel der Finalserie, das am Samstag im St. Leonhard stattfindet, gelangen am Freitag in den Verkauf. Billette gibt es ab 16 Uhr einzig an den Kassen vor dem St. Leonhard. Der Preis für die Tickets beträgt weiterhin 42 Franken.

Als die Billette für die Spiele eins und zwei verkauft wurden, hatten sich letzte Woche bereits am frühen Nachmittag lange Warteschlangen gebildet. Die ersten Fans hatten sich damals bereits um 7.15 Uhr vor dem Kassenhäuschen eingefunden. Zumindest wenn Gottéron heute Abend in Bern gewinnt, wird sich deshalb sputen müssen, wer am Samstag im St. Leonhard live mit dabei sein will. fm

Mehr zum Thema