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Das oberste Freiburger Gericht hat seinen Betrieb in der Unterstadt aufgenommen

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Seit Jahresbeginn arbeitetFrédéric Oberson als Generalsekretär am Kantonsgericht. Gleich vom ersten Arbeitstag an stand die Planung des Umzugs des Kantonsgerichts vom Burg-Quartier und von Givisiez in die Unterstadt in seinem Pflichtenheft.

Diese Woche ist es so weit. Seit Montag ist das Kantonsgericht nicht mehr am Standort beim Rathaus zuhause, sondern wenige Meter Luftlinie und einige Höhenmeter entfernt im Au-Quartier. Etwas konnte Oberson nicht voraussehen: dass ausgerechnet diese Woche die Alte Brunnengasse wegen eines Lastwagens gesperrt ist. Die Zügelwagen müssen deswegen einen Umweg machen.

Auch erweist sich die Zufahrt zum neuen Kantonsgericht als heikel. Die Lastwagen können nur beim neu geschaffenen Lift ausladen. Und der kleine Lift mit Platz für normalerweise vier Personen ist ein Nadelöhr für den Transport der vielen Kartons.

Ehrfürchtige Zügelmänner

Die Planung scheint dennoch aufzugehen: Am Montag um 16 Uhr wurde die Informatik am alten Standort abgebaut, am Dienstag um 8.15Uhr lief der erste Computeram neuen Ort. Um 10 Uhr verschickte Gerichtspräsident Adrian Urwyler das erste E-Mail aus seinem zukünftigen Büro. Gestern Mittwoch bearbeitete das Sekretariat inder Unterstadt bereits laufende Geschäfte; Adrian Urwyler erwartete 15 Kartonschachteln mit persönlichen Unterlagen, um 11 Uhr trugen die Zügelmänner sie ins neue Büro. Die kräftigen Männer konnten die Ehrfurcht vor der Aura der hohen Justiz kaum verbergen: Sie klopften an der Tür desPräsidenten, stellten die schweren Schachteln hin, sagten«Merci» und entschuldigtensich für die Störung.

An den Sandsteinwändenam Gebäude wurden zwei Tafeln angeschraubt, welche dasGerichtsgebäude als solcheskennzeichnen. Das Hauptziel schien gestern erreicht. «Der Betrieb musste aufrechterhalten werden, wenn auch auf kleinerer Flamme», so Urwyler. «Und wir mussten immer erreichbar sein.» Dies gelang, indem Telefonate temporär an den Standort Givisiez umgeleitet wurden, welcher erst Mitte September in die Freiburger Altstadt zieht. Hingegen ist die erste Gerichtsverhandlung im neu gestalteten Gebäude erst auf den 20. September angesetzt. Einzelne Richter nehmen diese Woche Termine auswärts wahr.

Ebenfalls sah die Planung vor, dass das Gericht während der Phase des Umzugs für die jährliche Inspektion beim Justizrat zur Verfügung steht. Dieselbe Prozedur ist im September beim Umzug des Standortes Givisiez vorgesehen.

Volumenmässig den grössten Teil des Umzugs macht die Bibliothek des Kantonsgerichts aus. Damit wurde bereits vor zwei Wochen begonnen; Studenten räumen nun die Bücher im Rahmen von Sommerjobs in die neuen Regale ein.

Für das Einpacken des persönlichen Materials am alten und das Einräumen am neuen Standort sind die einzelnen Kantonsrichter selber verantwortlich. Präsident Adrian Urwyler räumt ein, dass dies etwas länger dauern kann: «Es ist wie bei jedem Zügeln: Man lebt noch eine gewisse Zeit aus den Kisten.»

Ebenfalls zum Zügeln gehört das Entsorgen von überflüssigem Material. Im Falle des Gerichtspräsidenten sind dies fünf volle Kartonschachteln. Was aber anders ist als bei einem privaten Umzug: Vertrauliche Dokumente werden in der Kehrichtverbrennungsanlage vernichtet. Unter Aufsicht der Gerichtsweibelin.

Zur Institution

Aus zwei Standorten wird ein einziger

Seit Anfang 2008 vereint das Freiburger Kantonsgericht die zivil-, die straf- und die verwaltungsrechtliche Abteilung in einer Organisation. Dies hat die Verfassung des Kantons 2004 so festgehalten. Bisher waren die Abteilungen des Gerichts noch auf zwei Standorte aufgeteilt: Die zivil- und die strafrechtlichen Abteilungen waren am Rathausplatz 2A untergebracht, die verwaltungsrechtliche Abteilung in Givisiez. Erst mit dem Bezug des Kantonsgerichts im Augustinergebäude im Au-Quartier kommen sämtliche Abteilungen unter ein gemeinsames Dach. Am neuen Standort werden ab Mitte September 60 Personen arbeiten: 15 Richterinnen und Richter, ein Generalsekretär, 22 Gerichtsschreiberinnen und -schreiber, 13 Mitarbeiter des Sekretariats, eine Weibelin, fünf Praktikanten, drei Lernende.uh

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