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Das permanente Provisorium

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Als Gottéron vor 14 Monaten Trainer Mark French entlassen hatte, präsentierten die Freiburger eine unorthodoxe Lösung. Sportchef Christian Dubé stellte sich gleich selber hinter die Spielerbank – mit Erfolg. Mit der Unterstützung von «Berater» Sean Simpson führte er das Team nach dem kapitalen Fehlstart noch in die Playoffs, die dann im Zuge der Corona-Krise abgesagt werden mussten. Nicht zuletzt aus finanziellen Überlegungen ist der Kanadier auch diese Saison Trainer und Sportchef in Personalunion – und wird es auch darüber hinaus bleiben. Gestern vermeldete der Club, dass Dubé seine Doppelfunktion bis Ende Saison 2022/23 behalten wird. Um ihn zu entlasten, hat Gottéron neu die Position eines stellvertretenden General Manager geschaffen, die ab nächster Saison vom jetzigen Ausbildungschef Gerd Zenhäusern eingenommen wird. Dieser behält zwar weiter einige Aufgaben im Nachwuchsbereich, seine Stelle wird aber neu besetzt.

Dubé mit dem letzten Wort

«Es standen diverse Szenarien zur Diskussion. In der aktuellen Situation ist es aber das Beste für den Club, wenn ich das Doppelmandat weiter ausübe», so Dubé, der beide Funktionen schätzt und sich damit schwergetan hätte, sich für eine der beiden zu entscheiden. Neben dem nun gewählten Status quo mit flankierenden Massnahmen standen auch das Engagement eines neuen General Manager oder eines neuen Trainers zur Diskussion. «Jede Lösung hätte ihre Vor- und Nachteile gehabt», erklärt Dubé. «Vielleicht hätte es mit jemandem Neuen gar nicht funktioniert.» Für ihn sei schnell klar gewesen, dass er mit der passenden Person an seiner Seite – die mit Zenhäusern gefunden wurde – so weitermachen könne. «Es bleibt zwar viel Arbeit. Gerd wird aber das Scouting übernehmen und mit mir die Team-Philosophie vorgeben. Klar ist, dass ich das letzte Wort behalten werde.»

«Es braucht Stabilität»

Trotz der Corona-Krise hätten nicht nur die Finanzen zu diesem pragmatischen Entscheid geführt, hält derweil Generaldirektor Raphaël Berger fest. «Geld spielt immer eine Rolle, gerade in der heutigen Situation. Ausschlaggebend waren jedoch auch die sportlichen Resultate.» Mit der Top-Platzierung in der Meisterschaft habe sich der Verein für die Lösung entschieden, die heute für ihn funktioniere. «Warum etwas ändern? Nur weil andere es anders machen? Wir müssen pragmatisch sein», sagt Berger, der mit dieser Variante die Sportkompetenz im Club erhöht und mit einem zusätzlichen neuen Ausbildungschef die Verbindung zwischen Nachwuchs- und Profibereich gestärkt sieht. «Weil wir nicht in zwölf Monaten wieder über die gleiche Thematik sprechen wollen, haben wir uns für Verträge über zwei Jahre entschieden. Es braucht Stabilität. Vieles ist in diesen Zeiten unklar. Alles, was wir klären können, ist ein Schritt nach vorn.»

Dazu gehört auch, dass Gottéron von den A-fonds-perdu-Beiträgen des Bunds Gebrauch machen wird (siehe auch Seite 14). «Wir gehen heute davon aus, dass die ganze Saison ohne Zuschauer gespielt wird. Deshalb verlieren wir so viele Einnahmen, dass wir dieses Geld benötigen», hält Berger fest. «Obwohl noch nicht klar ist, wie viel Geld wir erhalten werden, so sind wir doch sehr zufrieden damit. Die A-fonds-perdu-Beiträge werden uns enorm helfen.»

Schweizer Cup

Ausgeruht in den Halbfinal gegen die ZSC Lions

Statt beim SC Bern zu spielen – der in Quarantäne musste –, kam Gottéron gestern zu einem ruhigen Abend. Mittels Schnelltest wurden gestern zwei Team-Mitglieder des SC Bern positiv auf Covid-19 getestet. Am Montag hatten die Berner im Cup-Viertelfinal gegen Ajoie gespielt – zwei Tage später mussten die Jurassier mit 13 Covid-Fällen in ihren Reihen in Quarantäne. Ob sich die SCB-Spieler während dieser Partie angesteckt haben, bleibt offen. Klar ist hingegen, dass sich die Berner auf Anordnung des Kantonsarzts seit Freitag vorsorglich ebenfalls in Quarantäne befinden und inzwischen alle Team-Mitglieder mittels PCR-Test auf das Coronavirus getestet wurden. Die National-League-Partie von gestern Abend zwischen dem SCB und Gottéron musste verschoben werden. Sollten die Berner bereits zum zweiten Mal nach dem 22. November für zehn Tage in Quarantäne müssen, könnten auch der Cup-Halbfinal am Dienstag gegen Servette sowie das Meisterschaftsspiel am Mittwoch bei den ZSC Lions nicht stattfinden.

«Endlich mal etwas gewinnen»

Für Gottéron bedeutet die kurzfristige Spielverschiebung in erster Linie, dass es morgen Sonntag ausgeruht in den Cup-Halbfinal zu Hause gegen die ZSC Lions steigen kann (13 Uhr). Für die Freiburger ist es die letzte Gelegenheit, sich für einen Final in diesem Wettbewerb zu qualifizieren. Nachdem der Schweizer Cup im Eishockey 2015 neu lanciert wurde, findet er nun bereits wieder zum letzten Mal statt. Die National-League-Clubs hatten sich aufgrund des ohnehin vollen Terminkalenders gegen eine Fortführung des Wettbewerbs ausgesprochen.

Die Freiburger hatten sich am 30. November mit dem 2:1-Auswärtssieg in Ambri zum ersten Mal überhaupt für einen Cup-Halbfinal qualifiziert. Anders als in den Jahren zuvor nimmt Gottéron den Cup-Wettbewerb heuer sehr ernst und spielte bisher jeweils praktisch in Bestbesetzung. Einzig auf der Torhüterposition kam mit Connor Hughes jeweils der Backup von Reto Berra zum Zug. Trainer Christian Dubé bestätigte gestern aber, dass er im Halbfinal gegen die ZSC Lions seine Nummer 1 ins Rennen schicken werde. «Dass wir im Cup etwas erreichen wollen, hat nicht zuletzt der Viertelfinal gegen Ambri gezeigt, als wir eine entschlossene Leistung ablieferten», erklärt Dubé.

«Es ist für die ganze Mannschaft ein grosses Ziel, endlich mal etwas hier in Freiburg zu gewinnen», sagte auch Matthias Rossi und sprach damit die Tatsache an, dass Gottéron bis auf den B-Meister-Titel im Jahr 1980 noch nie einen Titel gewinnen konnte. «Wir sind top-motiviert, am Sonntag die Chance zum Finaleinzug zu packen», so der Stürmer weiter. Nach zuletzt drei Siegen in Serie sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft ausgezeichnet. «Wir freuen uns momentan auf jeden Match!»

Anders als Gottéron konnten die ZSC Lions den Schweizer Cup im 2016 für sich entscheiden. Mit den Siegen 1960 und 1961, damals noch unter dem Namen Zürcher SC, ist der Gegner der Freiburger zusammen mit den Young Sprinters aus Neuenburg gar Cup-Rekordsieger.fs

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