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«Das Pferd konnte ich nicht mitnehmen»

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«Ich bin auf Reisen.» So antwortet Tamara Lehmann momentan auf die Frage, was sie gerade mache. Lehmann jettet aber keineswegs, wie man etwa vermuten könnte, in den Vereinigten Staaten von Stadt zu Stadt und bereist auch nicht die Weiten Australiens. Die 22-jährige Walkringerin tourt seit dem 9. März mit dem Circus Monti durchs Land. Tagsüber sitzt sie im Kassenhäuschen und erledigt Büroarbeiten, abends steht sie hinter der Bar.

Lebenserfahrung sammeln

Ihre Aufgaben erledigt Tamara Lehmann mit Freude. «Es ist schön, mit Leuten in Kontakt zu kommen», meint sie. Zudem geniesse sie das Umherreisen: «So komme ich in der Schweiz herum und an viele schöne Orte, welche ich sonst nicht sehen würde.»

Die Polygrafin hat nach ihrem Lehrabschluss ein paar Jahre gearbeitet, bevor sie sich entschied, beim Circus Monti einen auf ein Jahr befristeten Vertrag abzuschliessen. «Ich will die Zeit nutzen, um Lebenserfahrung zu sammeln», erklärt Lehmann. Zudem könne sie aufgrund der Internationalität bei Künstlern und Helfern ihr Französisch und Englisch aufpolieren. Die Artisten als grosse Stars im Zirkus hätten übrigens keinerlei Allüren und würden beim Abbau jeweils bereitwillig mit anpacken.

Diese Arbeit in der Gemeinschaft macht die Tätigkeit für Tamara Lehmann besonders attraktiv: «Alle ziehen Tag für Tag am gleichen Strick, damit am Ende die Show läuft.» Das schweisse die Zirkusmitarbeiter zu einer Art Familie zusammen. Auch beim gemeinsamen Essen in der Zirkusküche und dem Übernachten in einer der fünf Kabinen des Mannschaftswagens bleibt buchstäblich wenig Raum für das Individuum. «Wenn ich mal meine Ruhe haben möchte, entferne ich mich vom Stellplatz», sagt Lehmann deshalb. Dies sei aber nur selten der Fall, denn: «Wenn man schon hier ist, will man das Zirkusleben auch hautnah mitbekommen.»

Die Zukunft ist offen

Wie es nach dem Ende der aktuellen Zirkussaison im Oktober weitergeht, weiss Tamara Lehmann noch nicht. Sie freut sich darauf, ihre Familie und ihre Freunde wiederzusehen und endlich wieder mit dem Pferd ausreiten zu können. «Das konnte ich nämlich nicht gut mitnehmen», meint sie schmunzelnd. Später will die Bernerin den Wiedereinstieg in ihren gelernten Beruf schaffen. Möglich, dass dies schon nächstes Jahr der Fall sein wird. Vielleicht geht es ab Frühling 2013 aber erneut mit dem Circus Monti auf Achse. Tamara Lehmanns Zwischenfazit fällt schliesslich ebenso kurz wie positiv aus: «Äs fägt!»

In einerSommerserieerzählen die FN Campinggeschichten.

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