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Das Pflegeheim Bachtela ist eingeweiht

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«That’s my home», sagte ein rüstiger Senior lachend, als er am Samstag zig Besucher in seinem neuen Daheim begrüsste. Vor kurzem hat er eine der 24 Alterswohnungen der Stiftung «Wohnen in Bösingen» bezogen, die Teil des Pflegezentrums Bachtela in Bösingen sind. Während in den Alterswohnungen bereits viele Senioren leben, stehen die Räume des daneben liegenden Pflegeheims der Stiftung St. Wolfgang noch leer. Am Samstag haben die beiden Stiftungen und die Gemeinde das Zentrum, dem auch eine Kindertagesstätte angehört, feierlich eingeweiht.

«Ein Freudentag»

«Eine intensive Zeit geht heute zu Ende», sagte Markus Zosso, Präsident der Baukommission. Die Arbeit habe sich aber gelohnt. Genauso sah das Architekt Steve Scarton, der seine Rede mit dem altbekannten Zitat «Freude herrscht» von Adolf Ogi begann. «Es ist ein Freudentag», sagte auch Verwaltungsratspräsidentin der Stiftung St. Wolfgang, Ursula Krattinger. Sie gedachte ihrem verstorbenen Vorgänger Rolando Bevilacqua, der für das Zentrum Pionierarbeit geleistet habe. «Wir haben jetzt ein neues Haus, aber ein Haus ist noch kein Daheim», sagte sie. Erst die zukünftigen Bewohner würden aus den Gebäuden ein Daheim machen.

Der Ammann pflasterte mit

Louis Casali, Ammann von Bösingen und Präsident der Stiftung «Wohnen in Bösingen», war gemäss den Worten von Yvo Zumwald, Geschäftsführer der Stiftung St. Wolfgang, «auf den Knien und pflasterte den Boden mit». Casali sagte, dass mit dem Zentrum eine wichtige Lücke in den Dienstleistungen der Gemeinde geschlossen werde.

Staatsrätin Anne-Claude Demierre lobte das Projekt als «ausgezeichnet, innovativ und grossartig». «Es ist offensichtlich, dass der Bedarf an solchen Einrichtungen nicht abnehmen wird», hielt sie fest.

Schliesslich segneten der katholische Priester Stephan Lauber und der reformierte Pfarrer Michael Roth die neuen Gebäude. Die Kirchen hatten das Zentrum auch finanziell unterstützt. Zuletzt sagte Yvo Zumwald: «Älter werden wir alle, wir hoffen einfach in guter Umgebung.» Danach durchschnitten Anne-Claude Demierre, Ursula Krattinger und Louis Casali das Band zum Eingang.

Bald ein Daheim

Zukünftige Bewohner des Pflegeheims hatten den vielen Reden und den auflockernden Stücken der Musikgesellschaft Bösingen aufmerksam zugehört. Sie sassen ruhig auf den Bänken und schienen die Sonne zu geniessen und sich auf den Einzug zu freuen. Dann machten auch sie sich auf, das neue Pflegeheim zu besichtigen, das durch Passerellen mit den Alterswohnungen verbunden ist. Bald werden die modernen, aber heimeligen Zimmer des Pflegeheims zu ihrem Daheim.

 

Stiftung: In Überstorf ist ein Zentrum geplant

U rsula Krattinger, Verwaltungsratspräsidentin der Stiftung St. Wolfgang, hat den FN erklärt, was den Trägergemeinden Bösingen, Düdingen, Schmitten, Wünnewil-Flamatt und Überstorf nach der Einweihung des Pflegezentrums Bachtela noch fehlt.

Welche Bedeutung hat die Einweihung des Pflegeheims Bachtela für die Stiftung St. Wolfgang?

Es ist ein Meilenstein. Die vierte der fünf Trägergemeinden hat nun ein Pflegeheim. Dies entspricht unserer Strategie, dass alte, pflegebedürftige Menschen in ihrer Gemeinde bleiben können.

Bachtela verbindet das Pflegeheim mit Alterswohnungen und einer Kita. Sehen so die heutigen Bedürfnisse an ein Pflegeheim aus?

Ja, denn wir wollen keine Ghettos. Die älteren Menschen sollen am Dorfleben teilhaben. In den Alterswohnungen leben rüstige Rentnerinnen und Rentner, welche die Pflegebedürftigen besuchen und mit ihnen jassen. Kinder sind eine Freude für ältere Menschen. Das zeigt sich in Düdingen, wo das Pflegeheim neben der Spielgruppe und der Schule steht. Die Alterswohnungen können wir aber verbessern. Die Leute wünschen sich dort mehr Betreuung.

Was fehlt den Trägergemeinden der Stiftung noch?

Übergangsbetten. Wenn sich ein älterer Mensch das Bein bricht, braucht er einige Monate Pflege, dann könnte er zurück in seine Wohnung. Momentan kommen solche Leute nach dem Spitalaufenthalt meist ins Pflegeheim und verlassen dieses nicht mehr. Auch fehlen Wohnangebote für Menschen, die nicht Pflege, sondern Betreuung brauchen, denn die Vereinsamung ist ein Problem. Schliesslich fehlen Plätze für jüngere Menschen, die Pflege benötigen, wie MS- oder Hirnschlag-Patienten. Heute kommen sie ins Pflegeheim, das ist aber nicht der richtige Ort.

Die Stiftung plant in Überstorf ein Heim. Gibt es dafür s chon konkrete Pläne?

Unser Ziel ist, in Überstorf ein Pflegezentrum einzurichten, aber kein klassisches Pflegeheim. Konkret ist noch nichts, aber wir wollen ein Konzept erarbeiten und sind im Gespräch mit der Gemeinde.

Gibt es einen Zeithorizont?

Bis Ende Jahr müssen wir beim Kanton die Betten für die Jahre 2016 – 2020 beantragen. Es wird jedoch nicht einfach, denn wegen der Sparmassnahmen wird er weniger bewilligen als bisher. Wir beginnen erst zu planen, wenn wir die Zusage des Kantons haben. mir

Zahlen und Fakten

31 Pflegezimmer und 24 Alterswohnungen

Das Zentrum Bachtela in Bösingen vereint ein Pflegeheim mit 31 Zimmern und zwei Gebäude mit 24 altersgerechten Wohnungen. Die Gemeinde hat in einem Gebäude eine Kindertagesstätte eingerichtet. Die Bauarbeiten haben eineinhalb Jahre gedauert. Die Kosten für das Pflegeheim belaufen sich auf 14 Millionen Franken, für die Alterswohnungen auf acht Millionen Franken. Sämtliche Wohnungen sind bereits vermietet. Ins Pflegeheim ziehen die ersten Bewohner Anfang Juni, dort hat es noch freie Plätze.mir

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