Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Pilotprojekt für ein zweisprachiges Amt erhält zum Abschluss ein Label

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Der zweisprachige Auftritt des Amts für institutionelle Angelegenheiten, Einbürgerungen und Zivilstandswesen (IAEZA) gegen aussen ist grundsätzlich sehr gut.» Zu diesem Schluss kommt das ­Forum für die Zweisprachigkeit. Nach einem Zertifizierungsprozess hat es deshalb gestern dem kantonalen Amt das Label für die Zweisprachigkeit ver­liehen.

Es erhielt 145 von 170 möglichen Punkten. Das Label gibt es ab 140 Punkten, so Virginie Borel, Geschäftsführerin des Bieler Forums bei der Verleihung des Labels.

Gut ist der zweisprachige Auftritt gegen aussen vor allem beim Logo, der Website und der Korrespondenz. Auch im mündlichen Kontakt gegen aussen schnitt das Amt mehrheitlich gut ab. Verbesserungspotenzial sieht das Forum noch im Bereich des ersten Telefonkontakts. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Anrufe in die Filialen des Amts in den südlichen Bezirken weitergeleitet werden.

Manko bei Amtsleitung

Auch amtsintern schneidet das IAEZA punkto Zweisprachigkeit gut ab. Dies wurde unter anderem in Interviews festgestellt. Dennoch empfiehlt die Zertifizierungsbehörde, dass das Amt Sprachkurse oder Sprachtandems prüft.

Die zentrale Administration sei aufgrund der sprachlichen Zusammensetzung des Personals gut aufgestellt. Die Sprachkompetenzen seien bei den 45  Angestellten in der französischen Sprache fast zu 100 Prozent gewährleistet, bei der deutschen Sprache sind die Werte aber tiefer, so der Label-Experte Reto Lindegger. Schliesslich empfiehlt die Zertifizierungsbehörde aufgrund der Signalwirkung, dass auch in die Amtsleitung ein deutschsprachiges Mitglied aufgenommen werde.

An der gestrigen Zertifizierung des seiner Direktion angegliederten Amts meinte Staatsrat Didier Castella (FDP): «Die Zweisprachigkeit ist nicht nur ein bedeutender Vorteil für den Kanton Freiburg, sie ist ein Bestandteil des Kantons.» Ideal wäre eine perfekte Zweisprachigkeit, so Castella, aber Perfektion könne auch lähmend wirken. «Die Mitarbeiter der staatlichen Stellen sollen ihre Sprachen ohne Komplexe und ohne Angst vor Fehlern anwenden.»

Folgt ein Sprachengesetz?

Castella wies darauf hin, dass die Zertifizierung des IAEZA ein Pilotversuch gewesen sei. Es ist auch eine Folge des Berichts zum Postulat der ehemaligen Grossräte Laurent Thévoz (Grüne, Freiburg) und Thomas Rauber (CVP, Tafers). «Der Staatsrat wird die Diskussion vertiefen. Es stellen sich Fragen wie: Sollen alle Dienste ein Label anstreben? Welches sind die Kosten? Geschieht es freiwillig oder obligatorisch?»

Ein offenes Thema sei die Schaffung eines Sprachengesetzes, sagte Castella. Dazu bestehe noch kein Zeitplan. «Oberstes Ziel ist in allen Fällen eine noch bessere Dienstleistung für die Bevölkerung.»

Das IAEZA ist seit 2012 die sechste Freiburger Institution und das zweite kantonale Amt, welches das Label für Zweisprachigkeit erhalten hat. Es sind dies: das Handelsregisteramt, Forum Freiburg, Raiffeisen Freiburg Ost, die Vereinigung der Freiburger Alterseinrichtungen und die Hochschule für Wirtschaft. Über die Kantonsgrenzen hinweg hat das Forum 42 Labels für die Zweisprachigkeit verliehen.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema