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Das Projekt «Lotus» überzeugt die Jury

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Die neue Tiguelet-Brücke, die bis 2018 in Givisiez entstehen wird, wurde von den Büros dsp Ingenieure & Planer AG aus Greifensee ZH, Spataro Petoud Partner SA aus Bellinzona TI und dem Architekten Balz Amrein entworfen. Mit ihrem Projekt haben sie die Jury des Projektwettbewerbs überzeugen können. «Wir sind sehr glücklich über diesen Erfolg und freuen uns, die Brücke in Givisiez gestalten zu können», sagt Walter Kaufmann, beratender Experte des Zürcher Ingenieurbüros.

«Das Projekt überzeugte insbesondere mit feinen und eleganten Linien und integriert sich zudem harmonisch in das bestehende beziehungsweise künftige Industrieareal», sagte Jurymitglied Aurelio Muttoni, Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne.

Viele Details in der Technik

Die Brücke wird auf elliptischen Pfeilern stehen. Diese haben bei diesem Projekt zwei Vorteile im Vergleich zu anderen Trägern, wie Kaufmann erklärt: «Wir haben wegen der Geleise die Stützen schräg gestellt. So gewinnen wir mehr Platz, um den Schienen gut ausweichen zu können.» Die Optik hätte bei rechteckigen Pfeilern stark gelitten, wie er weiter erklärt. «Durch die elliptische Form bilden die Pfeiler immer eine Einheit. Bei rechteckigen Pfeilern wären die schrägen Träger viel auffälliger gewesen.»

Der zweite Vorteil der elliptischen Stützen könnte dann in Zukunft zum Tragen kommen. «Wenn der stark unebene Moorboden rund um die Brücke später einmal für Industriezwecke angehoben werden sollte, verlieren die Säulen durch ihre elliptische Form kein bisschen an Tragkraft. Bei vielen anderen Pfeilern kann es sein, dass sich nach einer Aufschüttung des Erdreiches rund um den Sockel die Tragkraft der Pfeiler verringert», erklärt Kaufmann.

Schlicht und einfach

Die ganze Brücke wird aus besonders festem Beton gebaut. Dieser trägt dazu bei, dass die Brücke sehr schmal gebaut werden kann und trotzdem keine Tragkraft verliert, wie der Experte erklärt. Damit die Brücke schmaler wirke, werde eine spezielle Massnahme ergriffen, so Kaufmann: «Die Auflagefläche für die Pfeiler unter der Brücke wird extrem schmal gehalten, so dass sie immer im Schatten der Brücke ist.»

Um das Bild der Landschaft zu schonen, soll die Brücke so wenig wie möglich auffallen. Da sie nicht sehr hoch gebaut wird, müssen auch die Zufahrtsstrassen nicht viel angehoben werden. Dadurch bleibt im Gegenzug unter der Brücke nicht viel Platz. «Wenn wir die Brücke nicht so schmal bauen würden, würde sie wegen des geringen Platzes unter ihr gleich viel breiter wirken», sagt Walter Kaufmann.

Eine weitere technische Finesse ist das weit zurückgezogene Widerlager, die Auflagefläche der Brücke am Boden, auf Seite Belfaux. So werde die Böschung zu den Geleisen nicht stark von der Brücke besetzt und es sehe ein wenig so aus, als ob die Brücke einfach aus dem Terrain herauswachsen würde, so Kaufmann.

Im Frühling 2015 wird das Tiefbauamt den Bau der Brücke und des Bahnhofs Givisiez öffentlich auflegen.

Zahlen und Fakten

Die Tiguelet-Brücke wird 280 Meter lang

Aus den eingegangenen 27 Projekten zum Bau der Tiguelet-Brücke–fünf aus dem Kanton Freiburg , 17 aus der restlichen Schweiz und fünf aus dem Ausland–kamen fünf in die engere Auswahl. Für diese fünf Projekte stand der Jury ein Preisgeld in der Höhe von 120000 Franken zur Verfügung. Die Jury hat das Projekt «Lotus» ausgewählt. Auf der 280 Meter langen und 9,3 Meter breiten Brücke sollen circa 15000 Autos pro Tag fahren. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Bauarbeiten im Sommer 2016 beginnen und rund zwei Jahre dauern. Die Kosten für die Brücke inklusive der Änderungen auf den Zufahrtsstrassen werden auf 15 bis 20 Millionen Franken geschätzt. Die Brücke führt über die Bahnlinien Freiburg–Payerne/Murten und Freiburg–Yverdon sowie über das künftige Depot der Freiburgischen Verkehrsbetriebe.fab

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