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Das Rathaus wird zum Parlamentssitz

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Viel Platz hat der Freiburger Grosse Rat im Rathaus nicht. Gewiss hält das Parlament seine Sitzungen in einem historischen Saal ab, aber darum herum ist wenig Platz vorhanden, den die Grossrätinnen und Grossräte für ihre Arbeit nutzen können. Das Sekretariat des Grossen Rats ist ausgelagert, das Gebäude ist nicht rollstuhlgängig, und die sanitären Anlagen sind eng. Von einem eigentlichen Parlamentssitz kann nicht die Rede sein.

Nun liegt ein Projekt für das Rathaus vor, wie es künftigen Generationen von Politikern dienen soll. Das Freiburger Architekturbüro Aeby Aumann Emery hat mit seinem Projekt «Fryburg» den ersten Preis des Architekturwettbewerbs zur Sanierung und zum Umbau des Rathauses gewonnen.

In Zukunft mit Wandelhalle

Nach dem Auszug des Kantonsgerichts ist für das Rathaus eine vollkommen neue Raumaufteilung möglich. Das Rathaus stellt ein aussergewöhnliches Kulturgut Freiburgs dar, so dass sich die Architekten nach der bestehenden Gebäudehülle richten müssen. Auch der Rathaussaal lässt nicht viele Änderungen zu. Daneben lautete der Auftrag aber, dass das Gebäude möglichst funktional gestaltet, der Fluss der Parlamentarier im Innern erleichtert und neue Büro- und Sitzungsräume eingerichtet werden müssen.

Die Planung sieht vor, dass die Bauarbeiten im zweiten Halbjahr 2019 beginnen und zweieinhalb Jahre dauern. Der Grosse Rat dürfte dazu im Frühling 2017 einen Kredit von rund 15 Millionen Franken sprechen.

Architekt Stéphane Emery präsentierte gestern den Grossräten im Anschluss an ihre Sitzung sein Vorhaben. So wird gemäss Emery im Erdgeschoss eine repräsentative Wandelhalle entstehen. Dazu sollen die Wände im Innern verschwinden, und es soll wieder ein Raum entstehen, der die Dimensionen des früheren Kornspeichers hat. «So können wir das Rathaus für das Publikum öffnen», so Emery. Mit dem direkten Zugang vom Rathausplatz her, wird das Rathaus auch für Behinderte zugänglich. Vom Erdgeschoss wird nämlich ein Lift zu allen Etagen führen. Wie auf allen Etagen wird die Fensterfront Richtung Saane für genügend Tageslicht sorgen.

Zuoberst das Sekretariat

Im ersten Stock plant das Architektenteam wenig Änderungen; der Grossratssaal bleibt fast so, wie er ist. Einzig ein Teil des Mobiliars dürfte erneuert werden. Im Gegensatz dazu kann der zweite Stock wesentlich umgebaut werden. Die jetzige Einrichtung mit Sitzungs- und Medienräumen stamme aus den 80er-Jahren und habe keinen denkmalschützerischen Wert, so der Architekt. Dort soll das Sekretariat des Grossen Rates als ständiger Sitz des Parlaments inklusive weiterer Büros entstehen, sagte er.Die Grossräte selber erhalten im ersten Untergeschoss Arbeitsräume. Solche waren bisher nicht vorhanden. Die Stützmauern werden dort bleiben. Schliesslich möchten die Architekten auch das zweite Untergeschoss neu einrichten, beispielsweise um Velos einzustellen, so Emery. Er wies auch darauf hin, dass die Etage Richtung Saane direkten Zugang zu Gärten bietet.

 Was oft vergessen wird: Das auf der rechten Seite des Rathausplatzes gelegene Wachhaus gehört ebenfalls zum Gesamtkomplex des Rathauses. Auch das Wachhaus ist Teil der Umbauarbeiten. Vorgesehen ist ein Konferenzraum, der in Zimmer für Kommissionssitzungen unterteilt werden kann.

Die Mitglieder des Grossen Rats schienen am Siegerprojekt ihren Gefallen gefunden zu haben. Sie antworteten auf die Erläuterungen des Architekten mit Applaus. Wenn aber der Kredit nächstes Jahr genehmigt werden sollte, bleibt allen Beteiligten eine grosse Herausforderung: Wie können die Bauarbeiten mit den Sitzungen des Grossen Rats koordiniert werden?

 

Zahlen und Fakten

Die letzte Renovation erfolgte 1999

Das Freiburger Rathaus befindet sich im Burgquartier und wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts gebaut. Früher diente es der Stadt, dann dem Kanton als Rathaus. Ergänzt wurde es im 18. Jahrhundert durch das Wachhaus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude umgebaut, um das Kantonsgericht zu beherbergen. Die Renovation des Grossratssaals erfolgte 1999. Gegen Norden hat das Gebäude drei Stockwerke, gegen Süden aufgrund der Topografie gar fünf.uh

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