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Das Schlusslicht in Europas Top 4

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Angriff sei die beste Verteidigung, hatte Freiburgs Trainer Larry Huras vor dem gestrigen Spiel im St. Leonhard gesagt. Sein Team solle nach dem 5:2-Auswärtssieg im Hinspiel nicht bloss den Vorsprung verwalten, sondern erneut den Sieg suchen. Das taten die Freiburger: Von Beginn weg nahmen sie das Spiel gegen ein erschreckend schwaches Vitkovice Ostrava in die Hand. Auch ohne den kranken Roman Cervenka und den noch nicht gänzlich wiedergenesenen Mattias Ritola geriet die Halbfinalqualifikation Gotté­rons nie auch nur ansatzweise in Gefahr.

Andrei Bykow ersetzte Cervenka im Paradeblock ausgezeichnet. An beiden Toren im Startdrittel war er massgeblich beteiligt. Das erste schoss er selber, das zweite bereitete er mit einem wunderbaren Pass auf Yannick Rathgeb vor. So war spätestens nach dem ersten Drittel die Spannung draussen, nicht nur weil die Freiburger 2:1 führten, sondern weil sie dem Tabellenachten der tschechischen Extraliga schlicht in allen Belangen überlegen waren. Sie zeigten, dass sie spielerisch durchaus etwas draufhaben, wenn man ihnen nur genug Platz lässt. Und das taten die fast körperlos agierenden Tschechen. Das ist sicherlich der grösste Unterschied zwischen den Spielen in der Champions League und denjenigen in der Meisterschaft.

Am Ende gewannen die Freiburger, ohne zu forcieren, 3:2, was ein Gesamtskore von 8:4 für Gottéron ergibt. Und so stösst das Schlusslicht der NLA als einziges Schweizer Team in Europas Top 4 vor.

Im Halbfinal gegen den Titelverteidiger

Im Halbfinal wartet auf Freiburg die wohl schwerstmögliche Aufgabe: Die Freiburger treffen auf Frölunda Göteborg. Das Hinspiel findet am 10. Januar in Göteborg statt, das Rückspiel eine Woche später im St. Leonhard. Das schwedische Spitzenteam gewann letzte Saison sowohl die schwedische Meisterschaft als auch die Champions Hockey League. Und auch in dieser Saison überzeugt das junge, ausgeglichen besetzte Team. Es führt die Tabelle der schwedischen Meisterschaft mit acht Punkten Vorsprung auf das zweitklassierte Brynäs an. Und in der Champions League hat Frölunda seine Gegner in der K.-o.-Phase regelrecht zerstört. Im Achtelfinal besiegte Göteborg die Eisbären Berlin 6:1 und 4:1. Auch der Viertelfinal gegen Lingköping – immerhin der Tabellensechste der schwedischen Liga – war bereits nach dem 4:0-Heimsieg im Hinspiel so gut wie entschieden. Gestern doppelte Frölunda mit einem 5:2-Auswärtssieg nach. Ein Finaleinzug der Freiburger wäre deshalb definitiv ein Exploit.

Finanzieller Zustupf

Unabhängig vom Resultat dürften die Freiburger durch die Halbfinalqualifikation den einen oder anderen zusätzlichen Franken einnehmen. Nicht in erster Linie wegen des Preisgeldes. Das ist in der Champions Hockey League nicht der Rede wert. «Das Preisgeld deckt ungefähr die Reisekosten», sagt Generaldirektor Raphaël Berger. Für die vier Halbfinalisten gibt es zu den bisher eingenommenen 60 000 Euro gerade einmal noch 30 000 Euro dazu. So entscheidet letztlich einzig und allein der Zuschaueraufmarsch in den Heimspielen darüber, ob ein Gewinn oder ein Verlust herausschaut. «In den letzten Jahren war es so, dass wir die Rechnung in der Gruppenphase ausgeglichen gestalten konnten und danach ins Minus kamen», sagt Berger. Weil die Freiburger nie weit kamen und die Kosten für Reise und Matchorganisation wegen den tiefen Zuschauerzahlen höher waren als die Einnahmen aus dem Heimspiel.

Aus der Viertelfinalserie gegen Vitkovice wird jedoch ein Gewinn resultieren. Wie hoch der sein wird, konnte Berger noch nicht sagen. Das Spiel lockte aber immerhin 3780 Zuschauer ins St. Leonhard. «Und hinzu kommen noch die Einnahmen aus der Gastronomie. Gestern hatten wir beispielsweise 400 Leute, die in unseren Restaurants assen. Das tut auf jeden Fall gut», so Berger. Da im Halbfinal gegen Göteborg noch einmal deutlich mehr Zuschauer ins St. Leonhard kommen dürften, sollte auch in der Runde der letzten vier ein Gewinn herausschauen.

Telegramm

Gottéron – Vitkovice 3:2 (2:1, 1:0, 0:1)

St. Leonhard. – 3780 Zuschauer. Tore: 17. (16:12) Bykow (Sprunger, Birner) 1:0. 17. (16:42) Yan Stastny (Zdrahal, Puzic) 1:1. 20. (19:40) Rathgeb (Bykow, Sprunger) 2:1. 25. Mauldin (Sprunger, Bykow/Ausschluss Roman) 3:1. 51. Nemec (Kafka) 3:2. Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 3-mal 2 Minuten gegen Vitkovice Ostrava.

Freiburg-Gottéron: Conz; Stalder, Leeger; Rathgeb, Picard; Kienzle, Abplanalp; Chavaillaz; Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Sprunger, Bykow, Birner; Mauldin, Schmutz, Mottet; Fuchs, Chiquet, Neukom.

Vitkovice Ostrava: Bartosak; Klok, Sloboda; Jachym, Baranka; Kovar, Vytisk; Kafka, Pukic; Kucsera, Tybor, Roman; Yan Stastny, Olesz, Zdrahal; Vandas, Kveton, Illes; Nemec, Tomi.

Bemerkungen: Gottéron ohne Cervenka (krank), Loichat, Ritola, Schilt und Maret (alle verletzt).

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