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Das Singen vergisst man nie

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180 Senioren aus 20 kantonalen Pflegeheimen, die zusammen mit rund 100 weiteren Sängerinnen und Sängern in einem Chor Weihnachtslieder singen, sind ein eindrückliches und rührendes Erlebnis für jedermann. So sind die zwei Konzerte, die die Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen (VFA) im vergangenen Dezember in der Kathedrale der Saanestadt organisierten, noch allen, die dabei gewesen sind, in bester Erinnerung (die FN berichteten).

Von 12 Stunden auf 52 Minuten

Der 42-jährige Filmemacher und Kameramann Henrik Olofsson vom Freiburger Studio Doo-Soo hat die letzten sechs Monate des insgesamt zweijährigen Projekts auf über zwölf Stunden Zelluloid festgehalten und in der ersten Hälfte dieses Jahres nun einen 52-minütigen Film mit dem Titel «Nos Aînés chantent Noël» daraus geschnitten. Am kommenden Dienstag wird dieser im Kino Rex uraufgeführt. Gleichzeitig wird das Projekt «Leitbild der Aktivierung im Pflegeheim» präsentiert, das diesen Sommer in Vernehmlassung in den Heimen ist. Ab dem 13. Juni ist Olofssons Film auch bei der VFA als DVD erhältlich.

«Die Dreharbeiten dauerten von April bis Dezember des letzten Jahres», sagt Olofsson. «Schon bei den Vorbereitungen und Proben war ich dabei.» Beim Dreh habe er sich stets so diskret wie möglich im Hintergrund gehalten. Er lässt die Senioren aber auch in Interviews zu Wort kommen. Auf alle Fälle ist nichts inszeniert. Etwa 80 Prozent des Films habe er ganz alleine produziert. Und für das restliche Fünftel wurde er vom Kameramann Yves Marchand sowie vom Texter und Moderator Christian Doninelli unterstützt.

Die Arbeit habe Olofsson grossen Spass gemacht, zumal es sein erster längerer Film gewesen sei, den er in Eigenregie produziert habe. Der Aufwand sei allerdings immens gewesen. So habe das Rohmaterial rund 800 Gigabyte auf seinen Festplatten gefüllt.

«Es war sehr berührend, mit den Senioren zusammenzuarbeiten», so der Filmemacher. Einige von ihnen seien körperlich oder geistig schon stark beeinträchtigt gewesen, zumal der älteste Teilnehmer 100 Jahre alt sei. Umso bemerkenswerter sei, wie die Erinnerung an Weihnachtslieder aus der Kindheit auch für demente Personen etwas sei, das diesen selbst dann noch in Erinnerung bleibe, wenn sie selbst den Namen ihres Ehepartners vergessen hätten.

«Gewisse Teilnehmer vergassen sogar mitten während einer Probe, dass sie sich an einer solchen befanden», sagt Olofsson. «Kaum aber begann man zu singen, waren sie sofort wieder dabei.» Das sei schon sehr beeindruckend gewesen.

Chilbi am 11. Oktober

Auch Emmanuel Michielan, Generalsekretär der Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen, ist mit dem Endprodukt sehr zufrieden. «Die Idee zu einem solchen Weihnachtssingen kam von den Heimbewohnern selbst.» Vor drei Jahren habe man Ideen für entsprechende Projekte gesammelt, das Konzert in der Kathedrale habe sich im Wesentlichen aus dieser Umfrage ergeben. Alleine die Vorarbeiten für die Umsetzung hätten dann aber rund zwei Jahre gedauert, bis man im Frühling 2016 mit den konkreten Proben habe beginnen können.

Aus sprachlichen Gründen habe man das Ganze allerdings auf die französischsprachigen Heime beschränkt. Die deutschsprachigen Heime werden stattdessen am 11. Oktober im Sternen Tentlingen einen gemeinsamen Chilbi-Nachmittag für alle organisieren.

Kino Rex, Freiburg. Di., 13. Juni, 17 Uhr.

«Es war sehr berührend, mit den Senioren zu arbeiten.»

Henrik Olofsson

Kameramann und Filmemacher

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