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Das Sommer-Märchen

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Der historische Erfolg gegen Frankreich bietet Stoff wie aus 1001 Nacht. 17 Schweizer Spieler und damit so viele wie noch nie in einem Pflichtspiel stehen am Montag bei dieser magischen Nacht in Bukarest auf dem Platz. Am Ende ragt Torhüter Yann Sommer heraus.

Er hechtete, parierte und jubelte, ehe er wieder zögerte und mahnte – um dann doch mit weit ausgebreiteten Armen loszurennen, als der Schiedsrichter bestätigt hatte, dass er die Torlinie beim letzten Penalty nicht zu früh verlassen hatte. Mit seinem Reflex beim letzten Penalty von Kylian Mbappé weit nach Mitternacht Ortszeit trug Yann Sommer das letzte Mosaiksteinchen zur magischen Nacht in Bukarest bei.

Der Keeper belohnte mit seiner letzten Intervention sich und seine Mannschaft für ihren leidenschaftlichen Kampf. Für einen Auftritt, der in der Schweizer Fussball-Historie seinesgleichen sucht, der alles beinhaltete, was dieses Team an diesem Abend auszeichnete, ihm aber nach dem 0:3 in der Vorrunde gegen Italien noch gänzlich abgesprochen worden war: Kampf, Leidenschaft, Mentalität, Identifikation, Siegeswillen, Teamgeist. Und dies gegen den Weltmeister, der vor dem Turnier von vielen Experten als Turnierfavorit Nummer 1 gehandelt worden war.

«Wir waren eigentlich k. o.»

«Wir waren eigentlich k. o.», sagte Sommer unmittelbar nach der Partie im TV-Interview. «Aber wir haben uns vor dem Spiel eingeschworen, dass wir bis zum Ende gehen werden, egal was passiert.» Am Ende dieses nervenaufreibenden Abends stand die Parade des Keepers von Borussia Mönchengladbach als Sinnbild für den Weg, den diese Generation der U17-Weltmeister 2009 und U21-EM-Finalisten von 2011 gegangen ist. Und sie beantworte zwei der grossen Fragen rund um das Nationalteam ein für alle Mal: Ja, die Schweiz kann an einer Endrunde einen Viertelfinal erreichen. Und ja, sie kann auch ein Penaltyschiessen gewinnen.

Die Krux mit den Penaltys

Wie andere Nationen hatte auch die Schweiz ihr Penalty-Trauma. Seinen Ursprung nahm es im kläglichen Auftritt von Marco Streller, Tranquillo Barnetta und Co. an der WM 2006, als im Achtelfinal in Köln gegen die Ukraine keiner der drei Schweizer Versuche im Tor landete. Auch die jetzige Mannschaft erlebte ihr Waterloo aus elf Metern, als 2016 gegen Polen ausgerechnet Granit Xhaka den Ball am Pfosten vorbeidrosch.

Und Yann Sommer? Als er 2014 den FC Basel Richtung Bundesliga verliess, galt er als Penaltykiller. Den Cupfinal 2012 gegen Luzern entschied er mit zwei Paraden im Shootout, dank den von Sommer parierten Penaltys gegen Zenit St. Petersburg und Tottenham Hotspur zog der FCB ein Jahr später in die Europa-League-Halbfinals ein.

Seinem Ruf wurde Sommer danach aber kaum einmal gerecht, weder bei der Borussia noch in der Nationalmannschaft. Von 32 Versuchen in der Bundesliga aus elf Metern wehrte Sommer nur deren vier ab. Und an Turnieren mit der Schweiz las sich Sommers Bilanz vor der Partie gegen Frankreich miserabel: 17 Versuche, 0 Paraden!

Sommers Rekord

Beim 18. Anlauf an einer Endrunde klappte es endlich. «Irgendwann kommt der Moment, in dem man als Torhüter da sein kann», sagte Sommer. «Zum Glück hat es hier geklappt.» Letztlich sei es aber ein Sieg des Kollektivs gewesen. «Die Penaltys von uns waren sehr gut geschossen.» Vier der fünf Schweizer Schützen standen zu Beginn des Spiels nicht auf dem Feld.

Bereits vor der letzten Parade war für Sommer der Abend im Nationalstadion von Bukarest ein besonderer gewesen. Mit seinem 65. Länderspiel übertraf er Erich Burgener als Schweizer Torhüter mit den meisten Einsätzen in der Nationalmannschaft. Der Oberwalliser hatte in den Siebziger- und Achtzigerjahren für die Schweiz gespielt.

Der 66. Einsatz von Sommer folgt am Freitag im Viertelfinal in St. Petersburg gegen Spanien. Beim 1:1 im Heimspiel der Nations League im letzten Herbst hatte er gegen die Iberer zwei Penaltys pariert. Ein gutes Omen, um das Schweizer Sommer-Märchen fortzusetzen.

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