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«Das subjektive Sicherheitsgefühl stärken»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole Jegerlehner

«Die Leute zögern, abends mit dem Zug oder dem Bus zu reisen», sagt Claude Barraz, Direktor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF. Darauf reagieren die Verkehrsbetriebe nun auch in der Stadt Freiburg: Fünfzehn Busse werden mit Videokameras bestückt; das sind 27 Prozent aller Stadtbusse. «Damit wollen wir das subjektive Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste stärken», sagte Barraz gestern vor den Medien. Er hofft, dass die Kameras gerade älteren Leuten und Frauen wieder genügend Sicherheit geben, damit sie den Bus künftig auch abends benutzen.

Videos auf der Linie 5

Die Busse mit Videokameras werden auf der Linie 5 verkehren, zwischen Villars-Sud und Torry – nicht etwa, weil auf dieser Linie besonders viele Vandalenakte begangen würde. Die Linie wurde gewählt, weil die TPF andere Verbindungen nicht mit Kameras ausstatten wollte: «Das Quartier Schönberg beispielsweise ist bereits katalogisiert, darum setzen wir unsere Kameras bewusst nicht auf dieser Linie ein», sagt Barraz. Da aber die Busse teilweise im Turnus eingesetzt würden, könne es auch einmal sein, dass ein Bus mit einer Kamera auf einer anderen Linie fahre.

45 Kameras im Busbahnhof

Videokameras sind nichts Neues bei den TPF: Als 1999 der neue Freiburger Busbahnhof eröffnet wurde, begannen auch 45 Videokameras zu filmen. Auf der Linie Freiburg- Murten-Ins sind Kameras an verschiedenen Bahnhöfen im Einsatz. Und seit zwei Jahren sind die Eisenbahnwagen mit Kameras ausgerüstet. Damit liegen die TPF im nationalen Trend: In mehreren Schweizer Städten – darunter Zürich, Bern und Lausanne – sind Überwachungskameras in S-Bahnen und Bussen bereits seit Jahren Realität. Weil die Busse – wie auch Eisenbahnwagen und Bahnhöfe – im Privatbesitz der Transportunternehmen sind, können Videokameras installiert werden. Auf öffentlichem Grund hingegen ist dies zurzeit im Kanton Freiburg nicht möglich; dazu braucht es erst ein kantonales Gesetz. Eine Arbeitsgruppe ist daran, einen Gesetzesentwurf zu erarbeiten (siehe FN vom 30. Mai).

Polizei verlangte fünf Filme

Die Kameras kommen zu einem Zeitpunkt, da in Freiburg die Zahl der Vandalenakte abgenommen hat, wie die TPF selber eine Polizeistatistik zitieren. «Wir können uns aber nicht erlauben, die Investition in die Personensicherheit zu drosseln», sagt Barraz. Kameras wirkten abschreckend – das zeige sich auch darin, dass die Polizei seit 1999 «erst fünf oder sechs Mal Filme verlangt hat, um sie zu visionieren». Barraz betont, dass die Vorgaben zur Nutzung des Filmmaterials sehr strikte seien. Auch die Polizei und die Justizbehörden erhalten nur in klar definierten Fällen Zugriff auf die Filme.

Insgesamt 150 000 Franken

Rund 10 000 Franken kostet eine Überwachungskamera samt Installation im Bus; insgesamt investieren die TPF also 150 000 Franken in die Abschreckung. Wichtiger als Abschreckung sei die Prävention, sagt Barraz, zum Beispiel an der Schule: «Wir haben schon mit über 9000 Schülerinnen und Schülern über korrektes Verhalten im öffentlichen Verkehr gesprochen.»

Um die Sicherheit zu erhöhen, hat zudem der Buschauffeur ständig Kontakt zur Zentrale, Securitas-Leute begleiten einzelne Busse und die Billettkontrolle wurde professionalisiert. All dies werde seit Längerem praktiziert – die Videokameras in den Bussen seien einfach ein weiterer Schritt: «Wir wollen uns ja nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen», sagt Barraz. Ob später alle Busse mit Kameras ausgerüstet werden, ist offen: In zwei Jahren werde Bilanz gezogen – «und vielleicht entwickeln wir bis dahin ja noch weitere Ideen».

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