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«Das Südportal erstrahlt in altem Glanz»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eine ewige Baustelle – das ist die Freiburger Kathedrale St. Nikolaus. Immer gibt es irgendwo etwas zu restaurieren. Und manchmal etwas zu feiern. So wie gestern sowie über das Wochenende: Das Südportal wird wieder eröffnet. In den letzten fünf Jahren wurde es restauriert, und zuvor war es vierzig Jahre lang mit einer speziellen Schutzvorrichtung abgedeckt. Denn ab den 1970er-Jahren war klar, dass das Meisterwerk der gotischen Skulpturkunst aus dem 14. Jahrhundert unter den Abgasen der 25 000 Autos, die täglich um die Kathedrale fuhren, stark litt.

Nun, da mit der Schliessung der Zähringerbrücke die Autos weg sind, kommt auch die Abdeckung weg, und die Freiburgerinnen und Freiburger können das Südportal wieder bewundern. Es war zu Beginn die einzige Tür der neuen Kirche, die im Burgquartier in sieben Etappen zwischen 1238 und 1492 erbaut wurde.

Während den Arbeiten am Südportal der Kathedrale stellte sich die Frage, wie stark die Restauratoren eingreifen sollten: «Bei einigen Skulpturen fehlte viel Substanz», hatte Stanislas Rück, Vorsteher des Amts für Kulturgüter, am Mittwoch vor den Medien gesagt. «Wir haben uns entschlossen, das Volumen wieder herzustellen – aber nicht Gesichter für Figuren aus dem 14. Jahrhundert zu rekonstruieren, die nicht mehr da sind.» Darum sagt er auch ganz bewusst: «Das Südportal erstrahlt in altem Glanz.» Ursprünglich war das Südportal farbenfroh, wie viele Skulpturen aus dieser Zeit. Weil aber die Farbpigmente unterdessen zu schwach waren, konnten die die Fachleute die ursprünglichen Farben nicht mehr bestimmen – und so sind die Skulpturen einfach in Stein. «Eine andere Generation würde vielleicht anders entscheiden», sagt Rück. «Aber wir wollten nichts erfinden.»

Ein neuer Sockel

Hingegen wurde ein fehlender Sockel einer Figur ersetzt – und zwar mit einer modernen Arbeit. Das Berner Bildhauer-Atelier «Konzept: Stein» hat mit Menschen, die auf ihr Mobiltelefon starren, einen Sockel geschaffen. So enthält das Portal aus dem 14. Jahrhundert nebst vier Figuren von Théo Aeby von 1930 auch eine Arbeit aus dem 21. Jahrhundert. «Aus der Ferne ist das nicht zu sehen, nur wer näher hingeht, erkennt den neuen Sockel», sagt Stanislas Rück.

«Die Wiedereröffnung des Südportals ist der Abschluss eines Restaurations-Zyklus», sagt Stanislas Rück. Von 1920 bis 1960 wurde der Turm der Kathedrale restauriert, ab den 1980er-Jahren das Innere aufgefrischt. Doch auch wenn dieser lange Zyklus nun zu Ende geht: Die Kathedrale bleibt eine Baustelle. «Da muss immer irgendwo etwas gemacht werden», sagt Rück. «Aber nun gibt es keine Notfälle mehr, es geht nichts mehr kaputt.»

Die fünfjährige Restauration des Südportals hat insgesamt 1,8 Millionen Franken gekostet. Der Bund, der Kanton Freiburg als Eigentümer und die Stiftung zur Erhaltung der Kathedrale St. Nikolaus kommen dafür auf.

Zeitschrift über Kathedrale

Wer mehr wissen will über die Kathedrale, wird in der 21. Ausgabe der Publikation «Freiburger Kulturgüter» fündig: Das neuste, zweisprachige Werk ist der Kathedrale St. Nikolaus gewidmet. Auf den 152 reich bebilderten Seiten dreht sich alles um die Renovation des Freiburger Wahrzeichens in den letzten fünfzehn Jahren. «Wir geben das Wort jenen, die auf der Baustelle gearbeitet haben», sagte Aloys Lauper, stellvertretender Dienstchef beim kantonalen Amt für Kulturgüter und Verlagsleiter.

Freiburger Kulturgüter, Nr. 21: «Kathedrale St. Nikolaus: 15 Jahre Baustelle.» Mit Beiträgen von Stanislas Rück, François Guex, Dorothée Heinzelmann, Olivier Guyot, Julian James, Stephan Gasser, Walter Frutiger, Anne-Francine Auberson, Matthias Walter, Stefan Trümpler und Aloys Lauper. Erhältlich für 30 Franken beim Amt für Kulturgüter und in Buchhandlungen.

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