Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das System Coriolis funktioniert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Acht Jahre nach der Gründung der Gemeindeverbände Coriolis Infrastruktur und Coriolis Promotion und kurz vor der Integration von Coriolis Promotion in die Agglomeration Freiburg sahen die Verantwortlichen den Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz gekommen. «In dem Moment, in dem sich eine Seite wendet, wollen wir eine Diskussion anregen, über das, was bereits erreicht wurde, und über das, was noch zu tun bleibt», sagte der regionale Kulturdelegierte Markus Baumer am Mittwoch vor den Delegierten der Verbände.

Im Auftrag von Coriolis hat die Wirtschaftswissenschaftlerin Stéphanie Torche die Kulturpolitik von Freiburg und den umliegenden Gemeinden analysiert. Anlässlich der Delegiertenversammlungen der beiden Verbände präsentierte sie ihren Schlussbericht.

Viele Ziele erreicht

Insgesamt stellt Torche der 30-jährigen regionalen Kulturpolitik und besonders der seit 2001 im Rahmen von Coriolis geleisteten Arbeit ein gutes Zeugnis aus: «Was angekündigt und was realisiert wurde, stimmt überein», sagte sie.

Das System Coriolis funktioniere im Allgemeinen gut, es gebe aber auch Verbesserungspotenzial. Einen Grossteil der ursprünglich definierten 16 Ziele habe man ganz oder teilweise erreicht. Zu den vollständig erreichten Zielen zählen der Bau und die Inbetriebnahme des Espace Nuithonie in Villars-sur-Glâne, die Planung des sich im Bau befindenden Gastspielhauses in Freiburg, die Auftritte von Freiburger Kulturschaffenden ausserhalb des Kantons oder die vielen Aufführungen auswärtiger Truppen in Freiburg.

Schwachpunkt Finanzen

Einen grossen Schwachpunkt ortet Stéphanie Torche hingegen bei den Finanzen: Das schon 1998 definierte Ziel, Kulturveranstalter und -institutionen mit jährlich zwei Millionen Franken zu unterstützen, habe man nie erreicht. 2008 etwa standen 1,5 Millionen Franken zur Verfügung (siehe Kasten). Das Hauptproblem ist, dass sich zu wenig Gemeinden an Coriolis beteiligen: In der regionalen Kulturkonferenz, die der Gründung von Coriolis vorausging, waren 1996 noch 63 Gemeinden vertreten. Heute sind neun Gemeinden Mitglied von Coriolis Promotion und gar nur fünf von Coriolis Infrastruktur.

Als Mangel beurteilt die Expertin ebenfalls die Tatsache, dass man es bisher nicht geschafft habe, die Bevölkerung ausreichend über das kulturelle Angebot zu informieren und sie zu motivieren, dieses auch zu nutzen. Dazu macht Torche konkrete Vorschläge wie die Einführung einer Kulturlegi, wie sie die Stadt Freiburg zusammen mit der Caritas bereits aufgegleist hat. Weitere Empfehlungen betreffen die Erhöhung der finanziellen Mittel oder die Notwendigkeit, zusammen mit allen betroffenen Kreisen klare Prioritäten für die Zukunft zu definieren.

Diese Zukunft wird sich für Coriolis Promotion ab 2010 im Rahmen der Agglomeration Freiburg abspielen. Eine grosse Herausforderung wird darin bestehen, einen gemeinsamen Nenner zu finden zwischen den Agglomerationsgemeinden, den aktuellen Coriolis-Mitgliedern respektive freiwilligen Beitragszahlern, die nicht in der Agglomeration sind, sowie weiteren Gemeinden, die zum Mitmachen bewegt werden sollen.

Alle Akteure an einem Tisch

Oberamtmann und Coriolis-Präsident Carl-Alex Ridoré bestätigte am Mittwoch ausserdem, dass bereits eine gemeinsame Sitzung aller Akteure, inklusive Kanton und Loterie romande, geplant sei, um die regionale Kulturpolitik in Zukunft noch besser zu koordinieren.

Mehr zum Thema