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Das Team Freiburg enttäuscht

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Ab sofort muss man sich in der Freiburger Hauptstadt vorläufig nicht mehr mit einem Aufstiegsrundenplatz, sondern wie der enttäuschte Coach Philippe Perret nach dem Match richtig bemerkte, mit dem Kampf in der Abstiegszone der 1. Liga beschäftigen. Der klare Cupheimsieg (5:0) vor einer Woche gegen Echallens war so gesehen nur ein kurzes Strohfeuer in einer immer länger andauernden Durststrecke der Pinguine. So, wie man im Moment auf dem Platz auftrete, liege ganz einfach nicht mehr drin, war Perrets Kommentar nach dem Spiel. Jean-Pierre Gauch und Héribert Brülhart–der aktuelle und der ehemalige FCF-Präsident–sprachen sogar von einer der schlechtesten Leistungen der Schwarzweissen in den letzten Jahren. Ganz anders die Gäste aus dem Waadtland, die diesmal einen erstklassigen Auftritt zeigten und in dieser Verfassung zu den grossen Aufstiegsfavoriten zählen.

Freiburg nicht präsent

Kaum einmal in dieser Saison hatte man Freiburg so pomadig und wenig spielfreudig (wie zum Beispiel Stürmer Fréderic Nimani) gesehen–und dies notabene bei einem so wichtigsten Meisterschaftsspiel, in dem man mit einem Heimerfolg wieder nahe an die Tabellenspitze hätte herankommen können. Torchancen des zu Beginn mit einigen Nachwuchsspielern angetretenen Teams, Jason Ajoodha (19), Bryan Rodrigues (18), waren in den 90 Minuten praktisch an einer Hand abzuzählen, Bavois’ guter Goalie Christopher Meylan erlebte jedenfalls einen ziemlich gemütlichen Nachmittag im St. Leonhard. Sogar beim Strafstoss von Karim Chentouf musste er nicht eingreifen, der Ball flog meilenweit übers Lattenkreuz (57.). Diese Szene war sinnbildlich für das gesamte Spiel der Freiburger, denen vor allem im Abschluss diesmal jeder Ideenreichtum abging. Einzig als Trainer Philippe Perret nach der Pause Sorgenkind Caio Garcia aufs Feld brachte, kam vom Gastgeber zwischendurch mal ein einigermassen vernünftiger Angriff zustande. Damit konnte man das starke Abwehrdispositiv der Gäste um Defensivchef Sébastian Le Neün jedoch nicht in Schwierigkeiten bringen. Der schlaksige Mittelverteidiger hatte eigentlich vom reputierten Gegner offensiv mehr erwartet: «Wir hatten Freiburgs sonst so gefährlichen Sturm gut im Griff. Hier drei Punkte zu erzielen ist immer gut, aber ich glaube, wir haben sie heute verdient, wir waren die bessere Mannschaft.» Damit ist Bavois, ein 729-Seelen-Dorf, seinem Ziel, die Aufstiegsrunde zu erreichen, schon frühzeitig einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Wie Freiburg agierten auch die Waadtländer nur mit einer richtigen Spitze, diese schoss jedoch zwei der drei Tore. Der klein gewachsene, aber flinke Dreen Basha erzielte seine beiden Treffer kurz nach der Pause und in der Nachspielzeit. Beim schon vorentscheidenden 2:0 köpfte er einen Cornerball unbehindert ins Netz (50.), und beim 0:3 entlief er der zu diesem Zeitpunkt alles nach vorne werfenden Freiburger Abwehr in beeindruckender Manier (92.). Das wichtige erste Tor hatten die Gäste jedoch schon nach einer halben Stunde erzielt: Goalie Nicolas Horovitz und seine Vorderleute machten beim Kopfballtor von Muamer Zeneli aus spitzem Winkel nicht gerade den sichersten Eindruck, waren sie doch bei dieser Szene klar in zahlenmässiger Überlegenheit.

Freiburg gerät in Bedrägnis

Auf der anderen Seite kam Freiburg selten zu guten Abschlüssen–seinen Spielern habe vor dem Tor ganz einfach der nötige Biss gefehlt, gab Philippe Perret etwas niedergeschlagen nach Spielende zu Protokoll. Zum Schluss gab es am klaren Sieg Bavois’ nichts zu rütteln, vielleicht hätte ein Anschlusstor (Penalty) den Match noch kippen können, aber selbst eine solche Möglichkeit konnte der biedere Verlierer an diesem Tag nicht nutzen.

In den verbleibenden vier Meisterschaftsrunden bis zur Winterpause geht es nun bei den Stadtfreiburgern darum, endlich ihre zweifellos vorhandenen PS auf den Rasen zu bringen, sonst wird man die eigenen (zu) hohen Erwartungen schon vor Weihnachten ad acta legen müssen. Es ist wie verhext, irgendwie kann die Mannschaft ihr Potenzial nur selten ausschöpfen.

Telegramm

Team Freiburg – Bavois 0:3 (0:2)

St. Leonard.–150 Zuschauer.–SR: C. Zgraggen.Tore:30. Zeneli 0:1. 50. Basha 0:2. 92. Basha 0:3.

Team Freiburg:Horovitz; Déglise, Kanté, Ndarugendamwo, Brülhart (77. Uka); Ajoodha (46. Garcia); Nzinga (46. Deschenaux), Rodrigues, Charrière, Nimani; Chentouf.

FC Bavois:Meylan; Monteiro, Bentayeb, Le Neün, Kurtic; Renatus (61. Bovay); Basha, Demiri, Malgioglio (71. Pitonaci), Ouattara (84. Hill); Zeneli.

Bemerkungen:Team Freiburg ohne Zaugg (verletzt), Sidri (gesperrt); Bavois ohne Kastrati, Caeiro (beide verletzt).–Chentouf schiesst Foulpenalty übers Tor (57.).–Verwarnungen: Demiri (57.), Zeneli (57.), Nadarugendamwo (62.), Basha (65.), Kanté (83.).

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