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Das Tiebreak für die Annalen

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Untertitel: Tennis: Roger Federer bestritt den Masters-Final gegen Lleyton Hewitt

Die Halbfinals zwischen der aktuellen und drei ehemaligen Nummern 1 gingen nicht über die volle Distanz. Bemerkenswert verliefen jedoch beide Spiele: Lleyton Hewitt gewann beim 6:3, 6:2 über Andy Roddick die letzten 20 Punkte in Serie. «Das ist ja unglaublich», staunte sogar Roger Federer, «ich erwartete, dass Roddick genug Power machen würde, um sich gegen Hewitt durchzusetzen.» Im zweiten Halbfinal, den Federer 6:3, 7:6 gegen Marat Safin gewann, sorgte das Tiebreak für Gesprächsstoff: Federer sicherte sich dieses mit dem achten Matchball und nach sechs abgewehrten Satzbällen mit dem Skore von 20:18.

Ein Rekord-Tiebreak gab es schon 1973 in Wimbledon (Björn Borg – Premjit Lall 6:3, 6:4, 9:8) und 1993 am US Open (Goran Ivanisevic – Daniel Nestor 6:4, 7:6, 7:6). Sie resultierten auch schon 20:18. Eine noch längere «Kurzentscheidung» gab es bei den Männern noch nie. Das epische Tiebreak im Wimbledonfinal 1980, mit dem sich John McEnroe gegen Björn Borg einen fünften Satz erkämpfte (den er dann aber verlor), endete 18:16.
Bei den Frauen gab es vor fünf Jahren ein 21:19 – ebenfalls mit Schweizer Beteiligung: Emmanuelle Gagliardi verlor 1999 in Madrid zwar das Tiebreak gegen Tara Snyder (USA), gewann in der Folge aber 6:7 (19:21), 6:1, 6:1. Das zeitmässig längste Tiebreak der Geschichte bestritten vor 20 Jahren in Richmond Vicki Nelson-Dunbar gegen Jean Hepner. Die beiden Amerikanerinnen benötigten für das 13:11 in der Kurzentscheidung 107 Minuten; alleine ein Ballwechsel dauerte 29 Minuten, wobei der Ball 643 Mal übers Netz flog. Das Tiebreak zwischen Federer und Safin währte bloss 26 Minuten und 38 Sekunden. Und es hätte weniger lang gedauert, wenn sich nicht die Linienrichter bei 10:9 zu Federers Ungunsten geirrt oder Referee Steve Ullrich bei 12:11 einen Fehlentscheid korrigiert hätte. Diesen Entscheiden weinte Federer nicht nach. Federer: «Schade aber ist, dass wir den Rekord nicht geschlagen haben. Wir hätten uns bei einem Seitenwechsel absprechen sollen.»
Federer hatte seinen Spass am Tiebreak. Es sei «fun» gewesen, derart viele wichtige Punkte nacheinander zu spielen. Federer: «Nach dem Spiel sprachen alle nur noch von diesem Tiebreak, das auch niveaumässig ausgezeichnet war. Ich meine sogar: die gesamte Partie war ausserordentlich gut.»

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