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«Das Toreschiessen ist unsere Aufgabe»

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Autor: Matthias Fasel

Julien Sprunger, Gottéron führt in der Viertelfinal-Serie gegen die ZSC Lions mit 2:0. Das ist eine enorme Überraschung.

Ja und nein. Dass wir das erste Spiel in Zürich gewannen, war sicher überraschend. Aber zuhause im St. Leonhard wollen und können wir jedes Spiel gewinnen. Deshalb würde ich nicht von einer grossen Überraschung sprechen.

Nach den vier Niederlagen in der Qualifikation scheint Freiburg in den Playoffs das Rezept gegen Zürich gefunden zu haben.

Die vier Niederlagen stammen alle aus der Zeit vor Weihnachten. Das war nicht gerade unsere beste Phase der Saison. Wir sind erst in diesem Jahr so richtig auf Touren gekommen. Kommt hinzu, dass sich die Zürcher seit dem Sieg in der Champions League ein bisschen in einem Tief befinden.

Deshalb haben wir auch zwei Mal verdient gewonnen. Wir haben defensiv sehr stark gespielt und waren auch physisch überlegen. Bei den Zürchern haben sich dann die Ausländer jeweils angefangen aufzuregen, so dass offensiv nicht mehr sehr viel lief.

Damit ist Freiburg jetzt der Favorit in der Serie.

Das würde ich nicht unbedingt sagen. Auf dem Papier hat der ZSC immer noch das bessere Team als wir. Der Druck liegt ganz klar bei Zürich. Sie sind der Titelverteidiger und haben die Qualifikation auf dem zweiten Rang abgeschlossen. Für uns ist das eine angenehme Ausgangslage.

Was erwarten Sie am Dienstag für ein Spiel?

Die Zürcher sind angeschlagen und werden sicher sehr intensiv und engagiert ans Werk gehen. Es wird mit Sicherheit noch einmal schwieriger zu gewinnen als in den ersten zwei Spielen. Aber auch wir können uns noch einmal steigern.

Da wäre zum Beispiel das Powerplay, das noch nicht sehr gut funktioniert hat.

Das sehe ich nicht so. Wir haben in beiden Spielen ein Tor in Überzahl erzielt. Einzig bei 5 gegen 3 spielten wir wie so oft in dieser Saison nicht überzeugend. Da riskieren wir einfach zu wenig und schiessen nicht genügend oft.

Persönlich läuft es Ihnen sehr gut. Ein Traumpass im ersten Spiel und zwei Tore im zweiten sind eine starke Bilanz.

Ja, unserer ganzen Linie läuft es momentan sehr gut. In der Qualifikation war es nicht immer leicht. Beni (Plüss, Anm. d. Red.) war lange verletzt und auch ich habe einige Spiele gefehlt oder war nicht immer in Form. Doch offenbar sind wir rechtzeitig alle wieder in Form gekommen. Aber letztlich ist das Toreschiessen auch unsere Aufgabe. Wir haben dafür wenig Defensivpflichten.

Was Macht die Sturmlinie Sprunger, Bykow, Plüss so stark?

Es ist eine gute Mischung. Beni ist ein grosser Kämpfer, arbeitet sehr viel und skort auch noch regelmässig. Andrei (Bykow) hat eine super Spielübersicht und mir gehört in erster Linie die Zone um das Tor. Zudem spielen wir nun schon seit fast drei Jahren zusammen.

In Freiburg herrscht eine grosse Playoff-Euphorie. Inwiefern bekommt ihr als Spieler das mit?

Wir bekommen das natürlich schon mit. Wir sind in den Medien sehr präsent, und in den Cafés wird viel über Gottéron gesprochen. Und die Stimmung am Samstag war einfach überwältigend. Noch nach dem Spiel haben die Fans lautstark weitergesungen. Das war genial.

Sie kennen den Club sehr gut. Noch vor wenigen Jahren kämpften Sie gegen Biel gegen den Abstieg. Wie konnte sich Gottéron so schnell so positiv entwickeln?

Ich spielte 2004 die Playoffs gegen Lugano. Da fing es bereits an mit der Abwärtsspirale. Zum Glück wagte man später einen Neustart mit neuem Umfeld und neuem Trainer. Diese Wechsel zahlen sich jetzt aus.

Da wäre es doch fast schade Gottéron im Sommer in Richtung Nordamerika zu verlassen …

Das stimmt schon. Als Freiburger ist es ohnehin sehr schwer diesen Club zu verlassen. Aber mich in Übersee durchzubeissen reizt mich eben auch. Ich werde mir aber erst nach der Saison wieder Gedanken über nächstes Jahr machen. Momentan würde ich sagen, dass die Chancen, nächstes Jahr bei Freiburg zu spielen, bei 50 Prozent liegen.

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