Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Tremplin ist auf dem Sprung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Architekturwettbewerb für einen Campus der Rechtswissenschaftlichen Fakultät auf dem Areal rund um den Thierryturm ist abgeschlossen; nächste Woche wird die Jury die eingegangenen Projekte erstmals begutachten.

Doch bevor das Projekt «Thierryturm» Realität wird, sind eine Reihe weiterer Schritte erforderlich. Nicht nur werden sich der Grosse Rat und dann das Stimmvolk zum 100-Millionen-Franken-Projekt äussern, zuerst muss auch das Grundstück dafür verfügbar sein (FN vom 4.11.2013).

508 Quadratmeter der Parzelle für den Thierryturm-Campus sind nämlich im Besitz der Stiftung Le Tremplin, und der Kaufvertrag zwischen dem Staat und der Stiftung tritt erst in Kraft, wenn die Dienste des Tremplin an einen neuen Standort ziehen können. Im Kaufvertrag verpflichtet sich der Kanton dazu, Le Tremplin bei der Suche nach einem neuen Standort zu helfen.

Lösung zeichnet sich ab

Nun zeichnet sich eine Perspektive für das Tremplin und somit auch für das Projekt Thierryturm ab. Wie Tremplin-Direktor Cédric Fazan gegenüber den FN sagt, habe ihm ein Vertreter des kantonalen Sozialvorsorgeamtes kürzlich eine Möglichkeit im ehemaligen Gebäude der Groupe E an der Daillettes-Strasse vorgestellt.

Kantonsarchitekt Charles-Henri Lang bestätigt, dass sich auf der Parzelle im Daillettes-Quartier für das Tremplin «eine ziemlich realistische Lösung» abzeichnet. Der Grosse Rat hatte im November 2011 einen Kredit von 22 Millionen Franken genehmigt, um der Groupe E eine Parzelle von 12 540 Quadratmetern mit zwei Gebäuden abzukaufen und für eine neue Nutzung einzurichten. Eines der beiden Gebäude befindet sich gemäss Lang derzeit im Umbau. Das Hauptgebäude beherbergt in Zukunft ein Depot des Kunsthistorischen Museums, das Hochbauamt, eine Abteilung der Berufsschule und die Organisation Frimeca. Im zweiten Gebäude finden praktische Kurse für Asylsuchende statt.

Nun könnte also die Sozialeinrichtung Le Tremplin dazukommen. Kantonsarchitekt Lang betont aber, dass dazu momentan weder ein Konzept noch ein Projekt existiere. Dies unterstreicht auch Tremplin-Direktor Fazan: «Die Idee ist provisorisch, und kein Vertrag ist unterschrieben.» Er ergänzt aber auch: «Sollte das Projekt zum Ziel führen, werde ich ein Lachen im Gesicht haben.»

Heute umfassen die Lokalitäten des Tremplin an der Europa-Allee über 1500 Quadratmeter. Neben Büros und Kursräumen befindet sich dort ein Restaurant, das täglich 120 Mahlzeiten serviert. 20 Mitarbeiter kümmern sich um rund 100 Benützer mit Suchtproblemen. An der Daillettes-Strasse wäre genügend Platz für die Aktivitäten des Tremplin vorhanden. Da kein stationäres Angebot vorgesehen ist, wäre gemäss Fazan dieser Standort auch zonenkonform.

Immer noch im Zeitplan

Als Kaufpreis für die Tremplin-Liegenschaft an der Europa-Allee hat der Grosse Rat 1,7 Millionen Franken bewilligt. «Das Geld wollen wir reinvestieren: Es dient als Eigenkapital, um einen Kredit für den neuen Standort zu erhalten», so Fazan. Ob am neuen Standort ein bestehendes Gebäude umgebaut oder ein Neubau erstellt wird, ist für ihn aber noch nicht sicher. Fazan sagt, dass das Tremplin eine nachhaltige Lösung anstrebe. «Benützer haben mir gesagt, sie wollten nicht weg, selbst wenn die Universität komme», so Fazan. «Ich erachte ein neues Projekt aber als Chance.»

Stiftungsrätin Solange Berset hatte im November den Staatsrat aufgefordert, schnell nach einer Lösung zu suchen. Damals fand im Tremplin gerade ein Wechsel in der Direktion statt. François Vallat hatte die Vorarbeiten gemacht, nun ist das Dossier in den Händen von Fazan. «Er hat unsere vollste Unterstützung», so Berset. Beide Vorhaben–das neue Zuhause des Tremplin und der Campus der Rechtswissenschaftlichen Fakultät–sind gemäss Berset noch im Zeitplan. «Man muss sich für beide Projekte Zeit nehmen, um sie eingehend zu studieren.»

Für das Tremplin-Projekt an der Daillettes-Strasse erscheint eine Machbarkeitsstudie bis Ende Jahr realistisch; dazu kämen drei Jahre für die Umsetzung. In diesem Zeitrahmen plant der Kanton auch das Projekt Thierryturm.

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät braucht viel Platz. Auch die Parzelle des Tremplin. Bild Aldo Ellena

Sozialvorsorge: Subventionen sind zu erwarten

E in neuer Standort für die Sozialinstitution Le Tremplin könnte mit kantonalen Subventionen rechnen, sagt Claudia Lauper, Sprecherin der Direktion für Gesundheit und Soziales. «Dazu muss aber ein konkretes Projekt bei uns vorliegen», so Lauper. Wie sie sagt, erwartet die Sozialdirektion für das dritte Trimester dieses Jahres eine Machbarkeitsstudie. Bis zum Vorliegen eines Projektes liege die Koordination beim kantonalen Hochbauamt. Sobald dies der Fall sei, könne das Sozialvorsorgeamt Stellung nehmen. Dabei müssten auch die für solche Institutionen üblichen Normen eingehalten werden. Es brauche in jedem Fall eine Bedarfsanalyse. uh

Mehr zum Thema