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Das unterirdische Parkhaus überzeugt

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Das Burgquartier in der Stadt Freiburg soll verschönert werden. Der Gemeinderat möchte für drei Millionen Franken eine Studie zur zweiten Bauetappe in Angriff nehmen (siehe Kasten). Im Generalrat lobte gestern Abend Lise-Marie Graden (SP) als Präsidentin der Finanzkommission das geplante unterirdische Parkhaus beim Kleinparadies-Platz auf Höhe der unteren Alpenstrasse. «Dieses könnte sogar Geld abwerfen.» Zudem sei es doch schade, in einem verschönerten Quartier die Autos an der Oberfläche zu lassen.

Der Vize-Präsident der Baukommission, Christoph Allens­pach (SP), betonte seinerseits, dass quasi der ganze Grund, der für das vierstöckige Parkhaus benötigt wird, der Stadt gehört. «Sie könnte in eigener Regie bauen.» Doch bleibe die Frage: «Löst das Parkhaus wirklich alle Parkplatzprobleme? Und kann es innert vernünftiger Frist gebaut werden?»

«Wir möchten alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das Burgquartier aufzuwerten», sagte Gemeinderätin Andrea Burgener (SP). «Ein Studienkredit ist auch dazu da, Ungedachtes durchzudenken.» Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs (CSP) fügte an, dass es bei dieser Bauetappe nicht nur um Parkplätze gehe: «Wir wollen den öffentlichen Raum im Quartier sicherer machen – für die Fussgänger, die Velos und jene, die den öffentlichen Verkehr benutzen.»

Kritische SVP

Für einmal hatte die SVP Mühe gehabt, sich auf eine Parole zu einigen. Das Projekt an sich sei bestechend schön, sagte Fraktionssprecher Pierre Marchioni. Doch befürchte die SVP, dass während zu langer Zeit zu wenige Parkplätze zur Verfügung stünden. «Bis das Parkhaus Grenette ausgebaut und das neue Parkhaus Petit-Paradis erstellt ist, ziehen die letzten Restaurants im Burgquartier weg oder machen Konkurs.» Der Gemeinderat müsse dringend zuerst genügend Parkplätze schaffen, bevor er das Quartier umgestalte. Der SVP machen auch die hohen Kosten für das Bauprojekt Sorgen: «Das wird zusammen mit Investitionen für die Umgestaltung beim Bahnhof und die Ausgaben für die Pensionskasse kaum zu stemmen sein.»

Maurice Page, Fraktionssprecher Mitte Links – CSP sprach sich für den Studienkredit aus, «da es keine bessere Lösung gibt». Auch ihm geht es um die Parkplatzfrage, wenn auch aus einem anderen Blickwinkel: «Wir sind Geiseln des Richtplans Historische Altstadt, der verlangt, dass jeder Parkplatz ersetzt werden muss – das ist heute obsolet.»

Im Namen der CVP-GLP-Fraktion sagte Jean-Frédéric Python, die Gewerbler und Wirte im Quartier litten unter der tiefen Parkplatzzahl. Wichtig sei es aber, die öffentlichen Plätze der Bevölkerung zurückzugeben. Er sprach auch die geplante Pflästerung an: «Das macht Sinn um die Kathedrale herum, aber auf anderen Plätzen sind auch Mergel oder Kies denkbar; das verspricht mehr Raum für Erholung und Geselligkeit.»

«Alles selber in der Hand»

Alexandre Grand­jean, SP-Sprecher, sagte: «Dieser Kredit ist ein grosser Schritt in einem sehr komplexen Dossier.» Die Stadt solle dem Burgquartier dessen Seele zurückgeben, die zwischen Autos und Parkplätzen verloren gegangen sei. Die Idee des neuen Parkhauses sei überraschend, verdiene aber eine vertiefte Überprüfung. «Baut die Stadt ein eigenes Parkhaus, hat sie alles selber in der Hand und ist nicht auf Dritte angewiesen.»

Auch Christophe Bettin sprach sich im Namen der FDP-Fraktion für den Studienkredit aus. «Das Burgquartier soll wieder aufleben.» Nun müsse vorwärtsgemacht werden. «Es geht um das Überleben der Gewerbler und Wirte und um die Zufriedenheit der Anwohnerinnen und Anwohner.» Für die Grünen sagte Caroline Chopard, die Vorlage gewähre einen Blick in die Zukunft. Leider wähle der Gemeinderat jedoch ein Mittel aus der Vergangenheit – ein Parkhaus.

Am Schluss sprach sich niemand gegen den Studienkredit aus: 69 Generalratsmitglieder stimmten Ja, eine Person enthielt sich.

Zahlen und Fakten

Venezianisches Flair für das Burgquartier

2015 lancierte der Gemeinderat der Stadt Freiburg einen Wettbewerb zur Umgestaltung des Burgquartiers. Gewonnen hat ihn das Architekturbüro Studio Montagnini Fusaro aus Venedig. Ihr Projekt erfüllt die Vorgaben des Richtplans Historische Altstadt. Die Gesamtkosten werden auf gut 36  Millionen Franken geschätzt. Zum einen soll das Burgquartier zu einem Ort der Begegnung werden, zum anderen sollen die Bus-Installationen das Bild nicht stören, und zudem müssen genügend Parkplätze für Anwohner und Besucher vorhanden sein. In einer ersten Etappe sollen die nähere Umgebung der Kathedrale und der Ulmenplatz (Place des Ormeaux) neu gestaltet, die Zähringerbrücke saniert und Parkplätze aus diesem Gebiet an die Bern- und Bürglenstrasse verlegt werden. Diese Etappe ist wegen Einsprachen blockiert. Gestern nun debattierte der Generalrat über den Studienkredit von drei Millionen Franken für die zweite Etappe. Kernpunkt ist ein neues Parkhaus beim Kleinparadies-Platz. Es geht aber auch um den Liebfrauenplatz vor dem Kornhaus (Grenette), den Raum rund um den Espace Jean Tinguely – ­Niki de Saint Phalle, den Nova-Friburgo-Platz, den Kleinparadies-Platz und den Bereich der unteren Alpenstrasse. Die Trottoirs im Quartier sollen verschwinden. Pflastersteine aus Flyschsandstein werden die ganze Fläche homogen gestalten.

njb

 

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