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«Das Verbot tut so weh, weil der Fischbestand hier besonders gut ist»

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Autor: karin aebischer

Fischen ist Michel Zbindens Passion. Seit 25 Jahren frönt der 45-jährige Koch seinem Hobby. Er liebt es, draussen zu sein, sich in der Natur zu bewegen, Insekten zu beobachten und sein Wissen über die Eigenheiten der Fische immer wieder aufs Neue anzuwenden. Der Flussfischer aus Giffers fischte am Wochenende auch regelmässig an der Saane, rund um das Gebiet der ehemaligen Deponie La Pila. Doch seit 2007 gilt dort ein Fischereiverbot. Jüngste Fischanalysen mit besorgniserregend hohen PCB-Werten, wie der Kanton Freiburg die Situation bezeichnete, würden dieses Verbot bestätigen und legitimieren (siehe FN vom 16. Oktober).

Bestände gehen zurück

Michel Zbinden hat eigentlich kein Verständnis für dieses Verbot. «Aber ich muss es akzeptieren», sagt er. Es sei ein schöner Flussabschnitt, den der Kanton den Fischern weggenommen habe. «Das Verbot tut deshalb so weh, weil die Fischbestände genau in diesem Abschnitt besonders gut sind. Das ist der Schmerz von uns Fischern». Denn allgemein hätten die Fischer immer mehr Mühe, rechte Exemplare zu fangen, da die Bestände immer stärker zurückgehen würden.

Michel Zbinden hat Kenntnis von den neusten Analysen der PCB-Werte der Fische aus Saane und Perolles-See, die der Kanton publizierte. PCB gilt als Gift mit Langzeitwirkung, das Krebs auslösen könnte. Das bereitet dem Fischer jedoch keine Sorgen. «Ich hätte keine Angst, einen solchen Fisch zu essen», sagt er. Die gemessenen Werte seien sehr unregelmässig und die Menge an selbst gefangenen Fischen, die er pro Jahr verzehre, liege sowieso nur bei etwa zehn Stück. Dies falle nicht ins Gewicht, meint er.

Keine Busse riskieren

Seit das Teilstück der Saane von der grünen Brücke unterhalb des Klosters Altenryf bis zur Staumauer bei der Mageren Au mit einem Fischereiverbot belegt ist, weicht Michel Zbinden auf die Ärgera, die Sense oder den oberen Teil der Saane aus. An verbotenen Stellen fischen und damit eine saftige Busse und den Permis-Entzug riskieren, will er nicht. «Dann lasse ich es lieber bleiben». Wie lange das Fischereiverbot noch Aufrecht erhalten wird, kommt seiner Meinung nach auch darauf an, wie stark sich der Freiburger Fischereiverband weiterhin dagegen zur Wehr setzt.

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