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Das Waldsofa ist aus Holz und der Gehörschutz ist ein Schmuckstück

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier (Text) und Corinne Aeberhard (Bilder)

Ersatzkleider, eine Reiseapotheke und Fruchtgummis und noch viel mehr hat Anne Leopold in ihren Rucksack gepackt. Sie leitet zusammen mit Eliane Dall’Agnolo die Waldspielgruppe «Ichhöörnli», die jeden Montagnachmittag im Maggenbergwald verbringt. Bevor der Nachmittag so richtig begonnen hat, braucht sie auch schon das erste ihrer Utensilien: die Fruchtgummis. Jedes der neun Kinder kriegt genau ein Früchtchen. «Damit ihr viel Kraft habt, zum Waldsofa hochzugehen», sagt Anne Leopold. Und dann geht es los in Richtung Waldspielgruppenplatz. Dort steht eine Sitzbank aus Holz mit einer Feuerstelle, das Waldsofa. Dieses haben die Eltern zu Beginn der Waldspielgruppe gemeinsam gebaut.

Bei den Pilzen schlafen

Kinderstimmen vermischen sich mit dem Rascheln der Blätter. Es duftet nach Herbstwald. Für die Strecke, die ein Erwachsener in etwa fünf Minuten zurücklegt, braucht die Waldspielgruppe eine gute halbe Stunde. Die Pilze unter dem Laub sind viel zu interessant, um einfach daran vorbei zu gehen. «Kann man die essen», fragt Amel, die jüngste in der Spielgruppe. «Die darf man nicht essen», antwortet Anne Leopold. «Wir schauen nachher im Büchlein nach.»

Lauriane ist begeistert vom Wald: «Komm, wir übernachten hier», sagt sie zur Leiterin. Beim nächsten Baumstamm, der auf dem Boden liegt, beginnt die grosse Laubschlacht. Die Kinder balancieren über den Stamm, springen in den Laubhaufen und schneien die Betreuerinnen mit Blättern ein. Langsam werden die Kinderbacken rot von der kalten und frischen Luft. Es dauert keine Stunde, bis der zweite überlebenswichtige Gegenstand zum Einsatz kommt: die Ersatzkleider. Vor lauter Spielen hat ein kleiner Bub vergessen, dass er Pipi muss. «Das gehört dazu in diesem Alter», sagt Anne Leopold, packt eine trockene Hose aus und dann ist das kleine Malheur schon wieder vergessen.

Während Ron und Maik die Schwerkraft testen – Holzstöcke rollen immer den Abhang hinunter – schält Elias einen Ast mit dem Sparschäler. Dazu trägt er einen Gehörschutz. Warum? «Einfach.» Auch Pauline schält wacker mit und erwischt mit der Klinge auch noch den Fingernagel.

Pflaster sind wichtig

Es blutet, aber das Mädchen ist tapfer und weint nicht. Zeit für Gegenstand Nummer drei: die Reiseapotheke. Während Anne Leopold den lädierten Finger mit einem Pflästerli verbindet, helfen die Kinder Eliane Dall’Agnolo mit langen Zündhölzern das Zvierifeuer zu entfachen. Es gibt Cervelats und heissen Tee – und damit viel Energie, für den Rest des Nachmittages im Wald.

Der Weg ist das Ziel: Die Kinder kriegen gar nicht genug davon, unter Aufsicht von Eliane Dall’Agnolo ins Laub zu springen (oben). Danach braucht es eine Pause auf dem Weg zum Waldsofa (unten).

Spielgruppe: Bei jedem Wetter draussen

Die Waldspielgruppe «Ichhöörnli» feiert nächsten April ihr zehnjähriges Bestehen. «Die Kinder entdecken die Natur im Spiel, wir begleiten sie dabei», sagt Waldspielgruppenleiterin Anne Leopold. Die Kinder erlebten den Wechsel der Jahreszeiten, machten Entdeckungen und könnten so die Natur durch viele Erfahrungen «be-greifen». Klettern, balancieren und laufen auf dem unebenen Waldboden fördere die Bewegungsentwicklung. «Der Aufenthalt im Wald trägt so zu einer ganzheitlichen Entwicklung bei», sagt Anne Leopold.

Die Waldspielgruppe findet jeden Montagnachmittag statt, auch wenn es regnet oder schneit. Wenn es regnet, dann können die Leiterinnen über dem Waldsofa eine Blache ausbreiten, «damit wir das Zvieri im Trockenen essen können. Maximal zehn Kinder zwischen drei und vier Jahren werden von zwei ausgebildeten Waldspielgruppenleiterinnen begleitet. Die Kinder der Waldspielgruppe Tafers sind aus den umliegenden Dörfern. Weitere Waldspielgruppen im Sensebezirk gibt es in Rechthalten und Düdingen.hpa

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