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«Das war perfekt für mich»

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Es war am Samstagabend um 19.30 Uhr, als Norbert Klaus in der letzten Serie dieses Tages angetreten ist, um mit dem Langgewehr auf die 300 Meter entfernten Scheiben im Feldschützenstand St. Antoni zu schiessen. Dass er am Ende seines Einsatzes als Schützenkönig aufstehen würde, war ihm während des Schiessens nicht klar, erzählt er gestern Nachmittag. Der Himmel war am Samstagabend bewölkt, es sah nach Regen aus und bei der letzten Serie Schnellfeuer fielen sogar ein paar Tropfen. «Doch kurz vorher hatte der Himmel aufgeklart, es war für einen Moment heller», erzählt er. «Das war perfekt für mich.» Er habe mit einer Vier angefangen, nachjustiert und sich dann darauf konzentriert, dranzubleiben. Das ist ihm gelungen: 72  Punkte gaben die Zeiger am Ende an – das höchstmögliche Resultat an einem Feldschiessen.

«Gratuliere, gut gemacht!» – immer wieder wird der Schützenkönig am Sonntag von Leuten angesprochen. Sie gratulieren und klopfen ihm auf die Schulter. Der eine oder andere bleibt stehen und will wissen, was er denn anders gemacht habe als sie selbst. Norbert Klaus freut sich sichtlich über diese Reaktionen – und noch mehr, als eine seiner Schwestern und seine Mutter kommen und ihn herzlich umarmen. «Ich habe dir immer gesagt, dass du nur an dich glauben musst», sagt Mutter Jeannine mit einem Lachen.

Ohne Druck

Wie es sich zu siegen anfühlt, ist für Norbert Klaus kein unbekanntes Gefühl. Er hat am Feldschiessen in Wünnewil 2015 mit der Pistole das beste Resultat erzielt. Zudem war er bis 2007 während etwa zehn Jahren in der Nationalmannschaft der Pistolenschützen. «Von dieser Zeit als Halbprofi kann ich heute noch viel mitnehmen» sagt er. Zum Beispiel, mental stark zu bleiben, wenn es darauf ankommt. Diese Zeit sei aber eigentlich vorbei. «Heute gehe ich ganz anders in einen Wettkampf als früher, weil ich nicht mehr so ehrgeizig bin und keinen Druck mehr habe.» Heute gehe er aus Freude und um Spass mit den Schützenkollegen zu haben ans Feldschiessen. Er wette nur noch mit einem Freund um ein Essen.

Seine Kollegen von der Schützengesellschaft St. Silvester haben «ihren» Schützenkönig gestern Abend noch gebührend gefeiert. «Ich habe ein paar Telefonate gemacht, als ich das Resultat vernommen habe», sagt Fabio Rotzetter, seit einem Jahr Präsident des Vereins. Dieser zählt inklusive der Jungschützen etwa 30 Aktivmitglieder. So wurde Norbert Klaus nicht nur an der Rangverkündigung tüchtig geehrt, sondern später auch zu Hause in St. Silvester. Wobei dies auch nicht ganz stimmt, denn er wohnt seit vier Jahren in Wünnewil, schiesst aber immer noch in seiner Heimat­gemeinde. Und so richtig aus dem Festen kommt er in diesen Tagen nicht heraus: Am kommenden Samstag feiert er nämlich seinen 45. Geburtstag.

Resultate

300 m

72 Punkte: Klaus Norbert, Jahrgang 74, St. Silvester.

70 Punkte: Andrey Heribert, 56, St. Ursen; Jungo Adrian, 86, St. Ursen; Kolly Paul, 57, Plasselb; Lerch Walter, 60, Alterswil; Pfammatter Emil, 72, Wünnewil-Flamatt; Schmid Manuel, 79, Tafers; Schuwey Lukas, 73, Plasselb; Siffert Roger, 67, Heitenried.

69 Punkte: Aeby Adrian, 78, Plaffeien-Brünisried; Ayer Armin, 54, Plasselb; Baechler Florian, 85, St. Antoni; Dubi Simon, 92, Tafers; Jungo Guido, 70, St. Ursen; Kaeser Richard, 78, St. Antoni; Minder Stefan, 77, Heitenried; Mooser Salome, 87, Giffers-Tentlingen; Rappo Roger, 68, Plasselb; Vonlanthen Josef, 52, St. Antoni; Zahno Stefan, 68, Heitenried.

68 Punkte: Aebischer Patrik, 66, St. Antoni; Auderset Mario, 81, Alterswil; Baechler Stefan, 80, Alterswil; Bielmann Heinz, 70, Plasselb; Blanchard Dominik, 99, Tafers; Brülhart Fabian, 89, St. Antoni; Clement Tabea, 85, Wünnewil-Flamatt; Egger Linus, 41, St. Antoni; Huber Erich, 81, Rechthalten; Jungo Franz, 59, St. Ursen; Koestinger Moritz, 63, St. Ursen; Kolly Elmar, 75, St. Silvester; Kolly Ivo, 77, Plaffeien-Brünisried; Kolly Marcel, 60, Plasselb; Mueller Roland, 63, St. Ursen; Raemy Christian, 87, Plaffeien-Brünisried; Riedo Otto, 56, St. Ursen; Rohrbasser Marcel, 64, Wünnewil-Flamatt; Zahno Michael, 98, Heitenried; Zbinden-Trachsel Sandra, 78, Plaffeien-Brünisried; Zehnder Nando, 93, Plaffeien-Brünisried.

Pistole 25/50 m

179 Punkte: Aebischer Dominique, 66, Düdingen; Braun Leo, 78, Schmitten-Flamatt; Stritt Laurent, 90, Schmitten-Flamatt.

178 Punkte: Andrey Andrea, 87, Schmitten-Flamatt; Blatti Ulrich, 56, Schmitten-Flamatt; Fasel Pascal, 83, Giffers-Tentlingen; Noesberger Josef, 59, Tafers; Tercier Michel, 43, Giffers- Tentlingen.

177 Punkte: Grand Gerd, 74, Tafers; Tschannen Martin, 68, Düdingen.

176 Punkte: Aeby Pascal, 74, Giffers-Tentlingen; Broch Pascal, 67, Giffers-Tentlingen; Fasel Philippe, 81, Giffers-Tentlingen; Jungo Daniel, 67, Zollhaus-Plaffeien; Lötscher Frank, 89, Zollhaus-Plaffeien; Pellet Tamara, 82, Schmitten-Flamatt; Schafroth Cedric, 70, Zollhaus-Plaffeien; Waeber Beat, 78, Giffers-Tentlingen; Zbinden Anton, 53, Zollhaus-Plaffeien.

175 Punkte: Ambrosini Lauriane, 04, Düdingen; Bapst Emanuel, 81, Zollhaus-Plaffeien; Bersier Marc, 53, Schmitten-Flamatt; Brülhart Dominik, 88, Schmitten-Flamatt; Brülhart Hans-Peter, 60, Schmitten-Flamatt; Buntschu Peter, 47, Giffers-Tentlingen; Dufaux Gilles, 94, Giffers-Tentlingen; Grossrieder Urs, 74, Schmitten-Flamatt; Kolly Andre, 77, Giffers-Tentlingen; Mornod Susanne, 83, Giffers- Tentlingen; Rappo John-Patrick, 84, Giffers-Tentlingen; Wüthrich Mathias, 76, Giffers-Tentlingen.

Kombisieger 300 – 50/25 m

1. Klaus Norbert, Jahrgang 1974, St. Silvester, total 244 (172, 72); 2. Josef Vonlanthen, 1952, St.Antoni, 243 (174, 69); Laurent Stritt, 1990, Tafers, 243 (179, 64); Leo Braun, Rechthalten, 243 (179, 64).

Bilanz

«Wir sind einfach überwältigt, wie gut es gelaufen ist»

Das Feldschiessen St. Antoni erhält von überall gute Noten: Alles hat sportlich und organisatorisch geklappt, und das Rahmenprogramm kam durchwegs sehr gut an. Die beiden OK-Präsidenten sind am Sonntagnachmittag müde, aber sehr zufrieden. «Wir sind einfach überwältigt», fasst Thomas Aebischer zusammen. Er verspüre eine Riesenerleichterung, Genugtuung und Freude. «Wir sind stolz auf das, was wir mit einer gut funktionierenden Equipe auf die Beine stellen konnten – und dies als Laien», ergänzt Markus Brügger. Die beiden sind auch froh, dass sich die Verantwortung und Belastung auf mehrere Schultern verteilt hat – auf ihre, aber auch auf jene der Geschäftsleitung und des erweiterten Organisationskomitees. Eine volle Halle bei jedem Anlass, das hat ihre Erwartungen übertroffen. «Wir haben wohl mit unserem Programm den Puls der Zeit getroffen», so Markus Brügger. Genaue Zahlen gibt es nicht, angesichts des riesigen Besucheraufmarsches schätzen die beiden aber, dass zwischen 12 000 und 15 000 Besucher gekommen sind. Diese hätten sich mitten im Dorf St.  Antoni wohlgefühlt. Markus Brügger ist dankbar für das Verständnis der Anwohner, die das möglich machten.

Der einzige Dämpfer war der Unfall von Samstagnacht (siehe auch Seite 3). «Wir hatten ein gutes, von der Polizei abgesegnetes Sicherheitskonzept. Aber so etwas kann man nicht voraussehen. Das hat uns die Polizei bestätigt», sagt Thomas Aebischer. Die beiden sind froh, dass die Unfallopfer weniger schlimm verletzt sind, als es im ersten Moment ausgesehen hatte.

im

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