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Das Warten auf die grosse Chance

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Autor: Matthias Fasel

Drei Wochen Training und Europacup-Rennen in Finnland und Norwegen, ein kurzer Abstecher mit drei Tagen Schule in Brig und dann gleich weiter zu Europacup-Rennen in Italien: Ab nächstem Mittwoch geht es für Andrea Thürler Schlag auf Schlag. Auf die junge Jaunerin wartet nicht bloss ein intensiver Saisonstart, sondern eine wichtige Saison. Im Januar wird Thürler 19 Jahre alt, ein Alter, das für Skifahrerinnen langsam den Scheideweg einläutet, ein Alter, in dem sich entscheidet, wer einfach eine exzellente Skifahrerin bleibt und wer Teil des Weltcup-Zirkus wird.

«Regelmässig in Top-30»

Bisher ist in der Karriere Thürlers alles weitgehend geradlinig verlaufen. Vom jungen Talent wurde sie zur Fis-Fahrerin, letztes Jahr zur guten Fis-Fahrerin mit Europacup-Einsätzen und auf diese Saison hin nun zur fixen Europacup-Fahrerin. Dort will sie diesen Winter auf sich aufmerksam machen. «Mein Ziel ist es, regelmässig in die Top-30 zu fahren. Das ist realistisch. Die Konkurrenz ist weniger gross als letzten Winter, weil doch einige in den Weltcup abgewandert sind.»

Der Weltcup ist die letzte Stufe, die noch über dem Europacup steht. Die letzte Stufe also, die es für Thürler noch zu erklimmen gilt. Bereits letzte Saison hatte sie von ersten Einsätzen im Weltcup geträumt. Geklappt hatte es noch nicht. Ganz im Gegensatz zur gleichaltrigen Konkurrentin Wendy Holdener, die regelmässig zu Weltcup-Einsätzen kam. Dieser Fakt und die Tatsache, dass sich Thürler und Holdener in den letzten Jahren bei den Juniorinnen stets hartumkämpfte Rennen geliefert hatten, zeigten bereits letztes Jahr, wie nah die Jaunerin dem Weltcup ist.

Weltcup: «Gut möglich»

Sie hofft deshalb, dass es dieses Jahr nun klappen wird mit der ersten Chance bei den Top-Skiläuferinnen der Welt. «Die Trainer haben mir gesagt, dass ich meine Chance erhalten werde. Es kommt immer darauf an, wie ich in Form bin, aber es ist gut möglich, dass ich bereits dieses Jahr eine Chance erhalten werde. Und wenn nicht, dann halt nächstes Jahr. Klar ist, dass das ein Ziel ist, auf das ich hinarbeite.»

Eines der Saisonhighlights ist für Thürler zudem die Junioren-Weltmeisterschaft Anfang März im italienischen Roccaraso. «Es ist zwar noch nicht definitiv, dass ich dort teilnehmen kann, aber die Chancen stehen gut.» Immerhin hat Thürler aus dem Vorjahr eine Silbermedaille in der Kombination zu verteidigen.

Die Freiburgerin fühlt sich für die wichtige Saison gewappnet. «Momentan bin ich in Form. Das war während der Vorbereitung nicht immer so. Aber das ist normal.» Im Sommer trainierte Thürler, die weiterhin dem C-Kader angehört, unter anderem vier Wochen in Neuseeland. «Es war eine tolle Erfahrung. Wir hatten 25 Schneetage, trainierten fast jeden Tag und das fast immer auf der Piste.» Mit dabei in Neuseeland waren auch Fahrerinnen aus dem A-Kader. Ein Training mit den besten Fahrerinnen der Schweiz also, etwas, das sich während des Winters immer wieder einmal ergeben wird. «Das ist gut. Die erfahrenen Fahrerinnen können einem wichtige Tipps geben. Denise Feierabend und Celina Hangl etwa haben mir erklärt, was ich noch besser machen kann und welches die grössten Unterschiede zwischen Europacup und Weltcup sind.»

An Technik gefeilt

Das Hauptaugenmerk haben Thürler und ihre Trainer in der Vorbereitung darauf gelegt, an der Technik des jungen Talents zu feilen. «Zum Beispiel am Schwungansatz, dass ich den Druck vor dem Tor ansetze und nicht erst danach. Oder dass meine Arme stabil bleiben. Es ist gar nicht so einfach, das zu ändern. Dennoch glaube ich, dass ich einen Schritt vorwärtsgemacht habe.»

Momentan ist der Basispunkt für Thürler immer noch das Nationale Leistungszentrum West (NLZ) in Brig. Dort geht Thürler nebenbei noch zur Schule. Vielleicht aber nicht mehr lange. «Sagen wir es so: Es läuft nicht gerade top in der Schule. Ich muss viel Zeit ins Skifahren investieren und es ist schwierig, immer alles nachzuholen. Die Noten sind deshalb nicht so toll.»

Schulwechsel möglich

Während sie dieses Jahr dennoch in Brig bleiben wird, liebäugelt Thürler damit, danach in Engelberg oder Davos weiterzumachen. «Aus sportlicher Sicht wäre das von Vorteil. Und vom Abschluss her ungefähr vergleichbar.» In Davos würde sie wie in Brig die Handelsschule machen, in Engelberg die Hotelfachschule. «Das wäre mir auch recht. Die Ausbildung ist für mich momentan nicht das Entscheidende, da ich ja auf den Sport setzen will.» Die nächsten Monate und Jahre werden zeigen, ob die Rechnung für Andrea Thürler aufgeht.

Kader: Zwei weitere Freiburgerinnen

Andrea Thürler ist nicht die einzige Freiburger Skifahrerin, die einem Nationalkader angehört. Neu dabei ist die 19-jährige Marine Oberson aus Bulle, die letztes Jahr ebenfalls bereits erste Erfahrungen im Europacup gesammelt hatte. Weiterhin mit dabei ist zudem Audrey Chaperon (Châtel-St-Denis).

Thalmann nicht in Kader

Aus dem C-Kader ausgeschieden ist indes die 19-jährige Alexandra Thalmann (Schwarzsee), die letzte Saison nicht auf Touren kam. Dennoch trainiert sie weiterhin im Leistungszentrum West von Swiss Ski in Brig und wird weiter Fis-Rennen bestreiten. Genau wie Laurie Oberson (Bulle) und bei den Männern Michel Thalmann (Plaffeien), Kevin Colliard (Le Mouret) Antoine Perrottet (Broc). fm

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