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Das Wort hat die Bevölkerung

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Ammänner der Pfarrei Gurmels haben Fragebogen betreffend Fusion ausgearbeitet

Autor: Von URS HAENNI

«Befürworten Sie eine Studie über die Fusion derGemeinden Cordast, Gurmels, Guschelmuth, Liebistorf und Wallenbuch?»; «Befürworten Sie eine Studie über die Fusion mit anderen Gemeinden? Wenn ja, mit welchen?» – diese Fragen sollen die Einwohner der Region Gurmels bis zum 30. Juni beantworten.

«Wir messen dieser Umfrage eine sehr grosse Bedeutung bei», sagt Alfons Blanc, Vorsitzender der Arbeitsgruppe. Je nachdem wie das Echo der Bevölkerung ausfällt, wird die Arbeitsgruppe ihre Arbeiten Richtung Fusion vorantreiben oder aber abbrechen.
Auslöser für die Umfrage war Cordast, erklärt Blanc. In dieser Gemeinde sei man am wenigsten sicher, wie die Bevölkerung zu einer allfälligen Fusion steht. Die übrigen in der Arbeitsgruppe vertretenen Gemeinden haben sich dann entschlossen, die Umfrage auch in den restlichen Gemeinden zu machen. «Wir Behördenmitglieder hatten zwar das Gefühl, die Bevölkerung stehe dem positiv gegenüber, genau wissen wir es aber auch nicht», erklärt Blanc.

Kleinbösingen nicht dabei

Gewissheit herrscht einzig in Wallenbuch. Dort hatte die Bevölkerung bereits am 21. Mai an der Urne Gelegenheit, sich zum Thema zu äussern. Von 45 Antwortenden sprachen sich 33 für eine Fusion aus, davon 27 für eine Fusion innerhalb der Pfarrei Gurmels.

Weil damals die Fragestellung ähnlich war wie jetzt für die anderen Gemeinden der Pfarrei, werden die Wallenbucher nicht mehr befragt.
Keine Post werden am Montag auch die Kleinbösinger erhalten. Dessen Gemeinderat hat sich entschieden, nicht in der Arbeitsgruppe der Nachbarsgemeinden mitzumachen. Im Hinblick auf die Umfrage habe die Arbeitsgruppe die Kleinbösinger noch einmal angefragt, sowohl innerhalb des Gemeinderats als auch an der Gemeindeversammlung sei aber eine klar ablehnende Haltung bemerkt worden.
Innerhalb der Arbeitsgruppe bedaure man dies, sagt Alfons Blanc, die Türe stehe Kleinbösingen aber weiterhin offen.
Die Arbeitsgruppe erwartet nun aus der Bevölkerung einen möglichst hohen Rücklauf, damit die Erkenntnisse aus den Fragebogen auch möglichst aussagekräftig seien. Der Bevölkerung soll die Meinungsäusserung deshalb so einfach wie möglich gemacht werden. So wird das Porto vom Empfänger bezahlt, und wer es wünscht, kann seine Meinung auch anonym äussern.

Vorbereitungen vor den Wahlen

Der Begleittext auf dem Fragebogen klärt die Bevölkerung nur andeutungsweise über mögliche Auswirkungen einer Fusion auf. So heisst es, dass Zusammenlegungen es den Gemeinden erlauben, die Verwaltung zu rationalisieren, Synergien zu nutzen und die menschlichen und finanziellen Ressourcen zu verbinden. Bedeutet diese kleine Auflistung von Vorteilen, dass die Gemeindebehörden eine Fusion befürworten? «Mehrheitlich schon», sagt Blanc.

Ebenfalls erwähnt wird, dass Gemeinden mit bis zu 1500 Einwohner bei einer Fusion mit kantonalen Subventionen von 400 Franken pro Einwohner rechnen dürfen. Dies gelte bis Ende 2005.
Man fühle sich zwar nicht unter Zeitdruck, erklärt der Gurmelser Ammann, aber man wolle auch nicht den letzten Moment abwarten. «Wir wollen eine eventuelle Fusion noch vor den nächsten Wahlen vorbereiten, so dass man dann zügig vorwärts machen könnte.»
Die Arbeitsgruppe, die zurzeit aus den fünf Ammännern besteht, hat zwar erst zwei Sitzungen gehabt, in dieser Zeit aber schon einiges an Arbeit geleistet. Erst einmal hat sie sämtliche statistischen Angaben auf einem Papier zusammengetragen, die bei einer Fusion von Interesse sein könnten: Einwohnerzahlen, Flächen, Steuern, Gebühren, Rechnungen, Budgets, und so weiter.
Auch liegt bereits ein erster Entwurf einer möglichen Fusionsvereinbarung vor. Dies sei aber wirklich nur als ein Arbeitspapier zu verstehen, dass für Behördemitglieder als Diskussionsbasis dienen könnte.
Selbst wenn sich jetzt die Bevölkerung in der Region Gurmels positiv gegenüber einer Fusion äussern sollte, so wäre es bis zu einer Realisierung noch ein langer Weg, immerhin wäre es mit fünf Gemeinden auch die bislang grösste Fusion im Kanton. Das letzte Wort würde sowieso der Gemeindebürger haben. Alle fünf Gemeindeversammlungen müssten einem solchen Schritt zustimmen.

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