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Das Wundertütenlotto in den Gärten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Herr Iks mag Zinnien, also kaufte er sich eine Samentüte mit gemischtfarbigen, säte aus und stellte überrascht fest, dass im bunten Blumenteppich eine einzelne weissblütige Zinnie auftauchte, eine Farbe, die bei dieser einjährigen Pflanze nicht oft vorkommt. Überzeugt davon, eine Rarität vor sich zu haben, sammelte er Samen von der weissen Schönheit, um im folgenden Jahr ein reinweisses Zinnienbeet zu haben. Doch die Enttäuschung war gross. Als die Sämlinge zu blühen begannen, waren nur zwei Pflanzen weiss, der Rest war derselbe bunte Mix wie das Jahr zuvor.

Es ist sinnvoll, Samen zu sammeln, um eigenes Saatgut zu haben, das wissen wir seit den Anfängen des Ackerbaus. Uns Hobbygärtnern geht es dabei aber nicht ums Überleben, sondern um den Erhalt von Sorten, die es nirgends zu kaufen gibt, wie etwa eine seit Generationen gezüchtete «Familienbohne». Oder es geht ganz profan darum, Geld zu sparen: Es genügt, einmal Tagetes- oder Schlafmohnsamen zu kaufen, von da an kann man sich selber mit Saatgut versorgen.

Ist man aber erpicht darauf, die Eigenschaften der Mutterpflanze, von der man die Samen nimmt, zu erhalten, dann sind zwei Regeln zu beachten. 1. Die Mutter muss sortenecht sein. Nicht sortenecht sind F1-Hybriden; steht diese Bezeichnung auf der Samentüte, lohnt sich kein Samensammeln. 2. Man verhindert, dass sich die Mutter mit einer anders aussehenden Pflanze verkreuzt, indem man nur Pflanzen derselben Sorte nebeneinander setzt. Wenn man Samen einer dunkelroten Sonnenblumen-Sorte möchte, pflanzt man nur diese in den Garten. Soll es eine weisse Zinnie sein, so haben andersfarbige in ihrem Umkreis nichts zu suchen.

Wer es so hält wie Herr Iks, der muss ein Faible fürs Glücksspiel haben. Dass aus den gesammelten Samen weisse Zinnien schlüpften, war nämlich so unwahrscheinlich wie ein Sechser im Wundertütenlotto.

PS.: Samen weisser Zinnien kann man kaufen, das lohnt sich schon wegen der putzigen Sortennamen – wer kann schon Nein sagen zu «Snowball» oder «Polarbär»?

Nicole Häfliger studierte Germanistik/ Anglistik und arbeitete 15 Jahre als Gymnasiallehrerin in Freiburg. 2012 hat sie ihre lang gehegte Leidenschaft zum Beruf gemacht und verdient heute ihr Geld in den Bereichen Gartenberatung, -planung und -unterhalt. Im eigenen Garten zieht sie vor allem Stauden, Gemüse und Heil-/Gewürzkräuter.

haefliger@gartenhaende.ch

«Samen zu sammeln ist sinnvoll, um eigenes Saatgut zu haben. Das wissen wir seit den Anfängen des Ackerbaus.»

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