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«Das Zusammenleben hat sich eingespielt»

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Seit zehn Monaten ist Mohammad Waqur Haideri in der Schweiz. Der 19-Jährige stammt aus Afghanistan und war sechs Monate lang im Durchgangszentrum Düdingen zu Hause. Seit Ende März lebt der Asylsuchende bei der Familie Büschi in Courgevaux. Sie hat ihn bei sich aufgenommen. Dass sie diesen Schritt gewagt haben, ist für Gabriella und Stefan Büschi eine Bereicherung.

 Das Ehepaar hat zwei Kinder: Lionel ist vier Jahre alt, Fabio zweieinhalb. Mohammad Waqur Haideri lebt mit der Familie in einem Einfamilienhaus in einem ruhigen Wohnquartier. Das Zusammenleben funktioniere gut, «es ist für beide Seiten positiv», betont Stefan Büschi. «Es ist besser hier für mich als im Zentrum, hier habe ich etwas zu tun», sagt Haideri in fliessendem Deutsch. In Düdingen sei es schwierig gewesen, «ich kann ja nicht den ganzen Tag schlafen». Bei der Familie Büschi hilft Haideri im Haushalt, spielt mit den Kindern Fussball, geht mit dem Hund spazieren oder mäht den Rasen.

«Wir wollten einem Asylsuchenden die Möglichkeit bieten, in einer Schweizer Familie zu leben und sich zu integrieren», erklärt Stefan Büschi. «Wir wollen zeigen, wie wir hier leben», ergänzt seine Ehefrau Gabriella Büschi. Für beide ist klar: Haideri hat die lange und beschwerliche Reise nach Europa aus einer Notsituation heraus auf sich genommen. «Er hat uns offen davon erzählt», berichtet Stefan Büschi, «wir waren neugierig und hatten nachgefragt.»

Die ersten zwei Wochen sprachen sie Englisch mit dem jungen Mann. «So konnten wir ihm alles erklären, sein Englisch ist sehr gut», sagt Gabriella Büschi. Inzwischen spricht Haideri auch gut Deutsch, «und das Zusammenleben hat sich eingespielt». Der Asylsuchende hat ein Zimmer mit einem separaten Eingang, Bad und Küche teilen sich die Bewohner des Hauses. 415 Franken erhält Haideri als Asylsuchender monatlich für Essen, Hygieneartikel, Kleider und Sackgeld. «Wir haben mit ihm abgemacht, dass er uns nichts für das Essen bezahlen muss, er uns dafür aber hilft», erklärt Gabriella Büschi. Wenn er einmal nicht zum Essen kommen kann, weil er sich mit einem Kollegen verabredet hat, gilt es, sich abzumelden: «Ich gebe immer Bescheid, wenn ich nicht erscheine», sagt Haideri.

«Wir haben uns schon Gedanken gemacht», gibt Stefan Büschi zu bedenken, «denn Waqur ist nicht unser Sohn, aber er ist auch nicht ein Hotelgast oder ein Angestellter.» Nun sei er zu einem Mitglied der Familie geworden, das mit anpackt. «Es ist schön, und unsere Söhne haben ihn lieb gewonnen», freut sich Gabriella Büschi. emu

 Das Zusammenleben mit Asylsuchenden ist auch im Kanton Freiburg ein omnipräsentes Thema. In einer losenSommerserieberichten die FN über Asylsuchende, deren Tätigkeiten sowie über verschiedenste Personen, die mit den Asylsuchenden zusammenarbeiten.

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