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Dauerregen verursacht weitere Schäden

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Keller, Strassen und Bäche: kaum vom Schlamm befreit, wieder unter Wasser

Autor: Von REGULA SANER und IMELDA RUFFIEUX

Um 20 Uhr wurden die Bewohner des hinteren Galterentales von lautem Getöse aus ihren Häusern gejagt. Nach Erdrutschen am Tag vorher, war die Situation nun lebensgefährlich geworden. Zu dieser Zeit gingen im Tal verschiedene Erdrutsche nieder. Etwa ein Dutzend Bewohner mussten kurz nach 20 Uhr evakuiert werden. Sie musssten ihr Hab und Gut zurücklassen. «Es war dramatisch. Wir hatten Angst um unser Leben», wie Marc Bucher, einer der Bewohner des Tales gegen den FN erklärte.

Katastrophen-Krisenstab eingesetzt

«Die Situation ist angespannt, aber so weit unter Kontrolle», sagte Polizeisprecherin Francine Zambano um 22.30 Uhr. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, wurde der Katastrophenkrisenstab eingesetzt. Die Polizei registrierte etwa 200 Anrufe aus der Bevölkerung. Vor allem in den Bezirken Sense, Saane und Greyerz musste die Feuerwehr ausrücken. Insgesamt wurden 800 Feuerwehrleute aufgeboten wegen Bächen, die über die Ufer traten, Strassen, die zu Bachbetten wurden, und Kellern, die überflutet waren.An einigen Stellen wurden Strassen gesperrt. In Marly war die Strasse La Roule erneut unter Wasser. So musste die Verbindung nach Tentlingen und La Roche unterbrochen werden. Auch zwischen Schmitten und Heitenried gab es kein Durchkommen mehr. Ebenso war die Strasse zwischen Tafers und St. Antoni gesperrt.

Zwei Unfälle

Auch die Autobahn ist betroffen. Die A 12 zwischen Wünnewil und Flamatt musste gestern Abend gesperrt werden. Hindernisse gab es auch zwischen Châtel-St-Denis und Semsales. Der Polizei wurden zwei Unfälle mit Sachschaden gemeldet.Die Saane in der Freiburger Unterstadt führte gestern Abend Hochwasser und viel Geschiebe. Dies ist auf die Öffnung der Schleusen beim Perollessee-Staudamm zurückzuführen.

Das grosse Aufräumen

Vielerorts sind am Mittwoch die Aufräumarbeiten aufgenommen worden. Von den Schäden betroffen waren nicht nur sehr viele Privatleute, sondern auch Geschäftsbetriebe, zum Beispiel die Bäckerei Waeber in Bürglen. Zwei Tage nach dem grossen Gewitter macht Mitinhaber Dominik Waeber eine Schadenbilanz: fünf Tonnen Mehl, Backwaren, Fettstoffe, Büromaterial – dies und mehr wurde vom Wasser derart beschädigt, dass alles weggeworfen werden musste. Der Keller der Bäckerei stand 60 Zentimeter unter Wasser. «Das Wasser kam von unten und es tropfte von oben aus dem Laden hinunter, da war nichts mehr zu retten», berichtet Dominik Waeber.Der Keller und die Ladenfläche mit Tea-Room und Backstube standen unter Wasser. «Der Schlamm drang in alle Ritzen und das Wasser hat auch noch einen Kurzschluss verursacht, sodass der Kühlschrank ausstieg», erzählt Waeber weiter. Ob die Tiefkühltruhen im Keller noch funktionieren, kann er nicht sagen. Sie seien zwar noch in Betrieb gewesen, aber derart verschlammt, dass nicht sicher ist, ob sie wieder eingesetzt werden können.Die Schadenssumme beläuft sich mindestens auf 50 000 Franken, schätzt Dominik Waeber. Die Bäckersfamilie konnte bisher auf viel Unterstützung zählen: «Das ist das Erfreuliche, sogar Kunden haben uns spontan beim Aufräumen und Putzen geholfen». Die Aufräumarbeiten dauerten zwei Tage. Seit heute ist der Laden wieder geöffnet.

Blitz halbiert Eiche in Rechthalten

Auch von anderswo kamen Meldungen von neuen Erdrutschen, von blockierten Bahnlinien (siehe Kasten) und schlammbedeckten Strassen. Im Quartier Mürli in Rechthalten schlug ein Blitz in eine Eiche. Die Baumteile flogen Meter weit weg und zogen eine naheliegende Wohnung in Mitleidenschaft. Wie eine Augenzeugin berichtete, barsten durch die Wucht des Einschlages und die Baumteile die Fenster der Parterrewohnung eines Mehrfamilienhauses. Auch die Hausfassade nahm Schaden.

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