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«Däumchendrehen ist nichts für mich»

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Autor: Imelda Ruffieux

«Es war für mich eine gezielte Vorbereitung im Hinblick auf meine Pensionierung», sagt Joseph Zosso auf die Frage, warum er Anfang der 1990er-Jahre die Gründung der Rentnervereinigung sehr begrüssst hat. «Es war gut, dass etwas für die älteren Senslerinnen und Sensler getan wurde.»

Ruhestand geplant

Er selbst hat sich ganz sachlich mit dem Ruhestand auseinandergesetzt und Pläne geschmiedet. «Ich wusste, dass ich Ende 1994 aufhöre», erzählt der ehemalige Unternehmensberater. «Und ich wusste auch, dass ich nicht der Typ bin, der zuhause herumsitzt und Däumchen dreht.» So ist er damals zum einen der Rentnervereinigung beigetreten. Zum anderen hat er seine Dienste noch sieben Jahre für die Organisation Adlatus zur Verfügung gestellt. In diesem Netzwerk geben erfahrene Führungskräfte jungen Berufsleuten ihre Kompetenzen weiter.

Neue Kontakte geknüpft

Als dann der Vorstand der Rentnervereinigung einen neuen Vertreter für das Unterland suchte, hat Joseph Zosso nicht lange gezögert. Es sei nur von Vorteil, wenn man sich frühzeitig Gedanken über die Jahre nach der Pensionierung mache. Das gilt für ihn in doppelter Hinsicht: Da er zwar im Kanton Freiburg die Schulen besucht hat, sich dann aber fast sein ganzes berufliches Leben ausserhalb abspielte, war es für ihn wichtig, zurückzukommen und Kontakte zu knüpfen. «Ich bin wieder auf alte Bekannte gestossen, habe Bekanntschaften und Freundschaften geknüpft, die ich auf keinen Fall missen möchte.»

Diese Kontakte hat er auch auf kantonaler und schweizerischer Ebene gepflegt: Vier Jahre war er Vize-Präsident der Rentnervereinigung Schweiz und ist noch heute Vize im Kantonalverband.

Wohnen im Alter

Seinem Wesen entsprechend begnügte sich Joseph Zosso nicht damit, einfach nur im Vorstand zu sitzen. Alterspolitische Fragen interessierten ihn, und wo er Handlungsbedarf sah, da hat er nachgehakt. Ein wichtiges Anliegen ist ihm das Thema «Wohnformen jeder Art im Alter». Alle möglichen Wohnformen hätten ihre Berechtigung. «Jeder soll entsprechend seinen Bedürfnissen und seinen finanziellen Möglichkeiten den Lebensabend so verbringen, wie er will», ist er überzeugt.

Sensler beispielhaft

Im Sensebezirk seien bereits viele Projekte realisiert oder in Planung. Joseph Zosso ist überzeugt, dass das stete Nachhaken der Rentnervereinigung und der Arbeitsgruppe «Wohnen im Alter» zur Sensibilisierung von Behörden und Bevölkerung beigetragen hat. «Der Sensebezirk ist in dieser Hinsicht beispielhaft», betont er und weist darauf hin, dass es auf kantonaler Ebene längst nicht so gut steht.

Ein weiteres «Kind» von ihm ist die Checkliste für Alterskonzepte und Altersleitbilder, an der er aktiv mitgearbeitet hat. Er ist stolz darauf, dass diese sogar auf schweizerischer Ebene ein Echo ausgelöst hat. «Es ist erfreulich, dass sich in vielen Gemeinden in dieser Hinsicht einiges getan hat.» Als Beispiel nennt er Düdingen, wo das Altersleitbild dank einem Strategiepapier und einem Massnahmenkatalog sehr konkrete Formen angenommen hat.

Bescheidene Ansprüche

«Die hiesige ältere Generation ist mehr oder weniger in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen», erklärt Joseph Zosso. Deshalb seien ihre Ansprüche auch im Alter eher bescheiden. «Im Grossen und Ganzen würde ich sagen, die Leute sind zufrieden.» Das Beziehungsnetz in Pfarrei und Gemeinde, in Vereinen und in der Familie sei intakt. Es gebe aber auch Menschen mit finanziellen Problemen. «Sie hätten Anspruch auf Ergänzungsleistungen, schämen sich aber, sie zu beanspruchen. Das ist bedingt durch ihre Erziehung.»

Er ist sicher, dass sich die Ansprüche der nächsten Generation von Alten stark verändern werden. «Sie haben die zweite und dritte Säule und machen wohl andere Wünsche und Ansprüche geltend. Und sie werden sich mehr wehren.»

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