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David Graf – Angefreundet mit der Extrarunde

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Die Pandemie hat David Grafs Karriere um ein Jahr verlängert. Das berüchtigte eine Jahr zu viel ist es für den 31-jährigen BMX-Fahrer nicht. Vor den Olympischen Spielen sagt er: „Ich bin so schnell wie noch nie.“

Eigentlich wäre David Graf bereits zurückgetreten. Der Weg war gezeichnet, die Papiere unterschrieben. Graf wäre nicht mehr das sportliche Aushängeschild von Swiss Cycling im BMX, sondern der neue Nationaltrainer. Doch es kam anders. Der Seitenwechsel erfolgt jetzt erst im Spätsommer 2021, und bedauern muss der Winterthurer die Extrarunde nicht. Indem er im Mai in Verona seinen ersten Weltcupsieg feierte, hat sie sich sportlich schon vor dem letzten grossen Highlight ausgezahlt.

Der Sieg in Verona ist einer der Belege, dass Graf nichts eingebüsst hat von seiner Schnelligkeit. Auch als einer der Ältesten im Kreis der Spitzenfahrer gehört er in Tokio zu den Medaillenkandidaten. Die konstant guten Leistungen in den letzten drei Jahren mit Finalqualifikation in fast jedem Rennen schüren auch die eigenen Erwartungen, ebenso die Top-Werte aus dem Training: „Ich bin so schnell wie noch nie. Meine Rekorde bei den Startzeiten sind im Training gepurzelt – klar, ich will eine Medaille.“ Die Verletzung an der Hand, die er sich Ende Juni zugezogen hat? „Kein Problem“, versichert Graf.

Was kommt, ist Zugabe

Der erfolgreichste Schweizer BMX-Fahrer sieht sich gerüstet für einen letzten grossen Wurf vor dem fliegenden Wechsel. Respektive für den zweitletzten. Ganz bewusst hat sich der WM-Zweite von 2015 die Weltmeisterschaft in den Niederlanden von Ende August als letzten Wettkampf ausgesucht: „So umgehe ich das vielleicht blöde Gefühl am Start in Tokio, dass es das allerletzte Rennen sein wird. Diesem zusätzlichen Stress setze ich mich lieber an der WM aus, zumal dort das Ambiente mit den vielen BMX-Fans vor Ort besser sein wird als an den Olympischen Spielen.“

Zwei Rennen bleiben ihm für einen krönenden Karriere-Abschluss. Dank dem überfälligen Weltcupsieg in Verona sieht sich Graf dabei in einer wunderbaren Ausgangsposition: „Im Wissen, dass ich mein grösstes Ziel erreicht habe, kann ich meine letzten Rennen befreit in Angriff nehmen. Was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Das ist das perfekte Setup für Tokio.“ Mit dem Erreichten ist Graf ohnehin zufrieden: „Meine Hauptkonkurrenten gehören zu den Besten, seit sie 19 Jahre alt sind. Ich selbst habe vor vier Jahren in Rio eben erst zur Weltspitze aufgeschlossen. Dass es mir gelungen ist, den anfänglichen Rückstand aufzuholen, macht mich extrem stolz.“

Eine Eigenkonstruktion löst das Problem

Die Voraussetzungen, dass das Grösste zum Schluss kommt, sind gut. Wobei, ganz ist der Sache nicht zu trauen. Um Siege und Medaillen fährt Graf schon lange, doch fast so lange war es wie verhext. Oft dominierte Graf die Vorläufe, doch wollte es mit dem letzten Schritt einfach nicht klappen. Auch an den Spielen vor vier Jahren in Rio platzte der Traum nach starken Vorläufen, dort allerdings bereits im Halbfinal. „Wenn du so oft so nah dran bist, fängst du irgendwann an zu zweifeln“, räumt Graf ein.

Der Sieg in Verona könnte den Knopf im Kopf gelöst haben. Doch wie steht es um die Handverletzung, die gerissene Sehnenhaube im linken Mittelfinger, die sich Graf Ende Juni bei einem Trainingssturz zur Unzeit zugezogen hat? Eben: „Kein Problem.“ Ganz der Tüftler, wie die BMX-Athleten sie sind, hat sich Graf die passende Schiene selbst gebastelt. Die mögliche Einschränkung am Start sieht er damit behoben. Mit einem Verband um die linke Hand sagt Graf: „Es gibt keine Fragezeichen, ich bin bereit. In Tokio geht es nur noch darum, am Tag X abzuliefern.“

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