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Davos gleicht die Serie wieder aus

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Autor: kurt ming

So schnell kann es im Eishockey gehen. Nach der ersten Playoff-Heimniederlage stehen nun plötzlich auch die Freiburger mit dem Rücken zur Wand. So wie Freiburg zuletzt einige seiner knappen Siege eingefahren hat, holte der HCD innert zwei Tagen in der Serie auf 3:3 auf und darf jetzt selber wieder vom Finale träumen. Waren zuletzt Coach Pelletiers taktische Schachzüge meistens voll aufgegangen, so ging in Spiel Nummer 6 beim HCF in dieser Hinsicht fast alles in die Hosen. Der neu ins Team zurückgekehrte Kirby Law war ein glatter Ausfall, der viel gerühmte Bykow-Block kassierte das wohl schon spielentscheidende 0:1, und die zum Teil neu formierten Sturmreihen konnte nur wenig Druck aufs Tor von Genoni entwickeln. So kam der junge Natigoalie zu seinem ersten Shutout in der Serie.

Offensive Mängel

Dazu kam einmal mehr ein völlig ungenügendes Überzahlspiel. Diese offensiven Mängel kamen den Bündnern natürlich entgegen, die nach dem frühen Tor fast nur noch eine Abwehrmauer mit zum Teil vier Mann an der blauen Linie formierten und eigentlich nie mehr in Gefahr gerieten, dieses für sie lebenswichtige Spiel zu verlieren. Den Gottéron-Fans bleibt die Hoffnung, dass ihre Mannschaft bekanntlich immer dann wieder aufsteht, wenn sie vorher unten durch musste. Aber nun hat man die Steinböcke zweimal mit fahrigen Leistungen aufgebaut, und will man am Samstag Sieg Nummer vier einfahren, wird eine Steigerung von Nöten sein. Auch seitens der Bande, solche «Fehlzüge» wie der Einsatz des farblosen Law wird sich das Coachduo im Bündner Kurort kaum mehr leisten können.

Gottéron kalt erwischt

Davos erwischte zumindest resultatmäsig den besseren Start und ging bereits nach gut vier Minuten in Führung. Die Bündner wehrten einen zu durchsichtigen Angriff des Bykow-Sturms ab, starteten in ihrer bekannten Art und Weise einen schnellen Konter und Dario Bürgler konnte sich aus wenigen Metern die Ecke aussuchen. Der Sohn des früheren Skifahrers Toni Bürgler liess Caron mit einem Hocheckschuss keine Chance. Besser kann man als Gast eigentlich gar nicht in ein solches Spiel um alles oder nichts starten. Was gegen Zürich noch vielmals die Stärke der Drachen war, den Gegner mit einem frühen Tor zu verunsichern, gelang nun dem HCD schon zwei Mal innert 48 Stunden. Und von diesem Führungstor profitierte das Del-Curto-Team lange Zeit. Jetzt musste plötzlich Freiburg das Spiel machen, und dies liegt der Mannschaft gegen einen gut organisierten Gegner weniger gut, als selber aus einer gesicherten Defensive zu agieren.

Viel Aufwand für null Ertrag

Gottéron lief dann bis zum zweiten Seitenwechsel diesem Rückstand hinterher, investierte viel Kraft und Moral, aber trotz fünf Überzahlchancen wollte der längst fällige Ausgleich einfach nicht fallen. Auf der einen Seite war das Powerplay des Heimklubs einmal mehr ein Buch mit sieben Siegeln, und zudem stand Davos-Goalie Genoni meistens richtig, um die wenigen und unpräzisen Abschlüsse der Drachen zu stoppen. Trotz ständiger Feldüberlegenheit musste der HCF zudem aufpassen, denn lauernden Bündnern nichtl in einen weiteren tödlichen Konter zu laufen. Erschwerend für die Saanestädter kam noch dazu, dass Bykow zum zweiten Drittel nicht mehr erschien. Dadurch standen Coach Pelletier nur noch drei gelernte Center zur Verfügung, die nun abwechslungsweise Doppelschichten abspulten.

Zwei Treffer ins leere Tor

Bis zwei Minuten vor Schluss durfte der Gottéron-Anhang und seine bisher so erfolgreiche Playoff-Mannschaft auf einen späten Luckypunch, wie ihn die Davoser am Dienstag erzielte hatten, hoffen, dann brach alles wie eine Lawine über den HCF herein. Caron hatte zugunsten eines sechsten Feldspielers das Eis verlassen, der im Schlussdrittel als Stürmer spielende Collenberg verhaspelte sich an der gegnerischen blauen Linie und Reto von Arx konnte die Scheibe nur noch ins leere Tor schiessen. Jinmans 0:3 zwanzig Sekunden später war dann nur noch Resultatkosmektik. Auch in den letzten 20 Minuten fanden die Einheimischen nie ein echtes Rezept, die vielbeinige gelbe Abwehrmauer aufzureissen.

Jetzt hat der HCD die besseren Karten

Spätestens seit gestern Abend hat das Momentum in dieser hartumkämpften Serie auf die Seite des Favoriten gewechselt, der nun am Samstagabend sicher mit den besseren Karten ins alles entscheidende Spiel Nummer 7 steigt. Und welche Kräfte die Bergler dann noch freimachen können, haben sie beim entscheidenden Sieg im Viertelfinal gegen Lugano gezeigt. Irgendwann wird aber der Puck auch mal wieder auf die Seite der Saanestädter fallen, die nun zweimal trotz ansprechenden Leistungen keine Ernte einfahren konnten. Der Grund für das Aufkommen des HCD ist schnell erkannt: Gottéron schiesst im Moment einfach fast keine Tore. Wer aus elf Powerplayss keinen einzigen Treffer erzielt, kann in solchen Big-Games kaum gewinnen.

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