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Debatte um Anästhesie nährt Sorge um Zukunft des Akutspitals Tafers

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Sorge, Empörung, Enttäuschung – so lässt sich die Reaktion auf die freitägliche Ankündigung des Freiburger Spitals HFR zur Anästhesiologie am besten zusammenfassen. Das Spital will in Tafers und Riaz ab Oktober auf die Anästhesie ausserhalb der Öffnungszeiten des OP-Trakts verzichten und stattdessen bestimmte Kompetenzen der Anästhesie-Teams an die Teams der Notaufnahmen übertragen (die FN berichteten). Die Betroffenen verurteilen nicht nur diesen Entscheid, sondern auch die Kommunikation des HFR, wie dies gleich von mehreren Personen aus dem Umfeld des Spitals Tafers an die FN herangetragen wurde. Sie alle wollen aus Furcht vor Repressionen anonym bleiben. Die Behauptung des HFR, dass das betroffene Personal den Kompromissvorschlag des Direktionsrats nicht habe akzeptieren wollen, sei falsch. Vielmehr habe dieser einen Kompromissvorschlag des Personals auf inakzeptable Weise abgeändert. Die Anästhesiepfleger hätten künftig während eines beträchtlichen Teils ihrer Arbeitszeit eine Tätigkeit ausüben müssen, für welche sie nicht ausgebildet seien. Als illusorisch wird allgemein auch der Vorschlag der Spitalleitung beurteilt, die Notfallpfleger stattdessen in einer eintägigen Schnellbleiche in Reanimation weiterzubilden. Karin Rudaz-Schwaller, Vorstandsmitglied des Vereins der Sensler Ärzte, ist schockiert. «Die sieben Mal 24-stündige Anwesenheit der Anästhesiepflege vor Ort ist eine Grundvoraussetzung für ein Akutspital», sagt sie. Letztlich werde der Status von Tafers als Akutspital untergraben. HFR-Generaldirektor Marc Devaud nannte den Spardruck des Spitals als Grund für die anberaumten Veränderungen. Zur Zukunft von Tafers und Riaz als Akutspitäler wolle er sich nicht äus­sern. Dies sei Gegenstand einer Analyse, deren Resultate im Oktober präsentiert würden.

jcg

Bericht Seite 3

«Die sieben Mal 24-stündige Anwesenheit der Anästhesiepflege vor Ort ist eine Grundvoraus­setzung für ein Akutspital.»

Karin Rudaz-Schwaller

Vereinigung Sensler Hausärzte

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