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Debüt für Marc Bochud

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Konzert des Vokalensembles De Musica

Autor: Von CORNELIA MÜLLER

Nach 14 Jahren unter dem Dirigat von Laurent Gendre stellte das Ensemble De Musica in der Kapuziner Kirche in Freiburg seinen neugewählten Dirigenten vor. Marc Bochud ist Student der Musikwissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität in Freiburg. Zusätzlich lässt er sich musikalisch am Konservatorium Freiburg ausbilden. Diese Interessenvielfalt möge erstaunen, für ihn sei sie aber sehr charakteristisch, meinte Marc Bochud in einem Gespräch mit den Freiburger Nachrichten. Nur so könne man zu verstehen versuchen, in was für einer Welt wir leben würden, erklärte er.

Vom Instrument zur Stimme

Eine Passion für die Musik zeigte sich bei Marc Bochud bereits in seiner Kindheit. Im frühen Kindesalter spielte er schon mehrere Instrumente und begeisterte sich für den Gesang. Nun, mit 27 Jahren, wurde er vom Ensemble unter zahlreichen weiteren Bewerbern zum Nachfolger von Laurent Gendre gewählt. Auch seine «Feuerprobe» vom Freitagabend, sich erstmals vor dem Publikum als neuer Dirigent zu präsentieren, bestand Marc Bochud mit Bravour. Ausdrucksstark und präzise wirkte seine Schlagtechnik, entspannt und selbstbewusst sein Auftreten. Der nonverbale Austausch zwischen Dirigent und Ensemble war sehr lebendig. Dadurch entstand ein äusserst dynamischer Gesamteindruck des Ensembles. Besonders erfreulich war die intensive Ausschöpfung der Dynamik. Ausgezeichnet gelang es Marc Bochud, die Balance zwischen den Stimmen zu halten, besonders die tieferen Stimmen fielen durch ihren runden, warmen Gesamtklang auf. Die Programmwahl führte durch zwei Jahrhunderte der A-cappella-Liedkunst. So waren Werke von Z. Kodaly, M. Duruflé, P. Casals, B. Martinu und weiteren zu hören.

Grosse Herausforderung

Das Schwergewicht des Programms lag auf den sechs geistlichen Liedern des österreichischen Komponisten Hugo Wolf. Diese durch die wechselnden Harmonien äusserst anspruchsvollen Lieder stellten für den Dirigenten Marc Bochud eine grosse Herausforderung dar. Er bestätigte denn auch im Interview, dass er sich noch sehr jung fühle in Anbetracht der Schwere und religiösen Tiefe dieses Werkes. So machten sich an dieser Stelle des Programms erstmals Intonationsprobleme bemerkbar. Auch die klare Artikulation der Worte hätte noch mehr Beachtung finden können.

Persönlichkeit einbringen

Auf die Frage, was sich nun für das Ensemble unter seiner Leitung ändern würde, meinte Marc Bochud: «Es gibt nichts zu verändern. Einziges Ziel ist es, meine Persönlichkeit in die Probenarbeit und die Musik einbringen zu können.»

Marc Bochud hinterliess beim Publikum jedenfalls den bleibenden Eindruck, dass es ihm mit seinem grossen Enthusiasmus gelingen wird, das Ensemble durch seine vielfältigen musikalischen und persönlichen Fähigkeiten zu prägen und weiterzuentwickeln.

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