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Dem Postboten über die Schulter geschaut

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Seit über einem Jahrhundert überbringen Postboten der Schweizer Bevölkerung Briefe, Pakete und Zeitschriften aller Art. Wie in vielen anderen Berufsfeldern ist seit einigen Jahren auch dieser Beruf einem steten und unausweichlichen Wandel unterworfen. Was steckt eigentlich alles hinter den freundlichen Personen auf den gelben Scootern oder in den gelben Autos, die uns täglich die Post vorbeibringen?

Wie in einem Bienenstock

Sechs Uhr morgens, Postzentrale der Stadt Freiburg: Unzählige Mitarbeiter beginnen jetzt ihren Arbeitstag. Das Ganze erinnert ein wenig an einen gut organisierten Bienenstock, in dem immer alles in Bewegung ist. Die Postboten sind in sieben Gruppen aufgeteilt, wobei jedem Mitarbeiter eine bestimmte, täglich variierende Tour zugeordnet ist. Morgens kümmert sich der Postbote um die dringendere A-Post und nachmittags um die B-Post. Die bereits von einer Maschine vorsortierten Briefe ordnen die Briefträger nach Strassen ein. Ein romantischer Liebesbrief hier, eine Postkarte aus dem sonnigen Spanien dort, strenge Gerichtsbeschlüsse und auch mitfühlende Trauerbriefe sind darunter. Das alltägliche Leben hinterlässt schriftliche Spuren, und diese kommen hier zum Vorschein.

Alle Arbeitsschritte sind mit sehr viel Disziplin, Logistik und Ordnung verbunden. Von Zeit zu Zeit tauchen auch unleserliche Briefbeschriftungen auf, und dann versucht der Pöschteler den Adressaten ausfindig zu machen. Ist er erfolglos, wird der Brief in die Zentrale Bern und dort in eine spezielle Abteilung weitergeleitet. Durch das Öffnen des Briefes versuchen Angestellte die Zielperson ausfindig zu machen. Natürlich kommt es deswegen ab und an auch zu Reklamationen vonseiten der Kunden.

Nach dem Briefsortieren in der Postzentrale packt der Postbote die Stapel in Säcke zum einfacheren Transport. Die Stimmung im Team ist trotz der frühen Morgenstunde und des Stresses, die Briefe rechtzeitig abzugeben, gelöst und entspannt. Das Austeilen der Briefe kann nun beginnen.

Ein anstrengender Beruf

Die Arbeit des Briefträgers wird vielfach unterschätzt. Die körperliche Anstrengung, die Bewegung und das Anpacken zeigen sich durch gerechtfertigte Müdigkeit am Ende des Arbeitstages. Generell üben vorwiegend Männer den Beruf des Postboten aus. Dass man die Arbeit abends nicht mit nach Hause nimmt, ist ein grosser Vorteil des Berufes. Andererseits sind die Briefträger dem Wetter und der jeweiligen Jahreszeit ausgesetzt. Um den Beruf des Postboten zu erlernen, durchläuft man eine dreijährige Lehre. Viele der Angestellten haben jedoch Kurse absolviert, welche die Berufsausübung ermöglichen.

Reduktion der Touren

Zum Austeilen der Briefe verstaut der Pöschteler die vollen Säcke in gelbe Elektroautos, Elektroscooter oder in kleine, an Einkaufswagen erinnernde Handwagen. Er beginnt nun damit, auf seiner ihm zugeteilten Strecke die Briefe in die dafür vorgesehenen Briefkästen zu werfen. Ein solcher Rundgang misst in der Stadt Freiburg zwischen zwei und drei Kilometern. Die meisten Mitarbeiter legen diesen Rundgang mit dem Wägelchen und zu Fuss zurück. Einige Empfänger sehen sie auf ihren Touren nur selten, wieder andere warten jedoch schon sehnsüchtig auf ihre Post und freuen sich auf einen kleinen Schwatz mit dem Postboten. Vor allem ältere Menschen schätzen den Kontakt.

Der digitale Wandel hat über die letzten Jahre hinweg seine Spuren auch bei der Post hinterlassen. Da immer mehr Menschen immer häufiger über soziale Netzwerke oder per E-Mail miteinander kommunizieren, schreiben die Leute viel weniger Briefe und Postkarten als früher. Dies hat natürlich unmittelbare Folgen auf den Briefverkehrsmarkt und löst grosse Veränderungen aus. Im Raum der Stadt Freiburg wurde entschieden, bis im Juni 2015 von 70 auf 59 Touren täglich zu reduzieren. Das heisst, die bestehenden Runden müssen neu strukturiert und verlängert werden.

Ist die Verteilung der Zeitungen und Briefe am Morgen abgeschlossen, kümmern sich die Postboten am Nachmittag um das Ordnen der B-Post, die erst am nächsten Tag ausgeteilt werden muss. Dann–nach getaner Arbeit–verlassen die Mitarbeiter nach und nach die Poststelle. Ein weiterer Tag in der Postzentrale–dem Bienenhaus, in dem fleissig Päckli und Briefe sortiert werden–geht zu Ende.

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