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Dem Rumpfteam ging die Luft aus

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Die Düdinger warteten vor dem Spiel mit einer Überraschung auf: Sie präsentierten mit Kevin Geissbühler bereits Goalie Nummer sechs in dieser Saison. Der von 1.-Ligist Lyss gekommene Torhüter hatte aber einen denkbar schlechten Start in sein erstes Spiel mit den Senslern: Bereits nach 13 Sekunden musste er hinter sich greifen – nach einem Schuss, der nicht unhaltbar schien.

Immerhin muss den Düdingern zugutegehalten werden, dass sie sich durch diesen grauenhaften Beginn nicht entmutigen liessen, vor allem nach der bitteren 0:13-Klatsche am Mittwoch in Martigny. Sie kämpften weiter, und nur wenig später bekam Jonas Braichet eine gute Möglichkeit, konnte den guten gegnerischen Hüter backhand aber nicht bezwingen. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, bei dem jedoch ersichtlich war, weshalb die beiden Teams im Moment nicht mit den Mannschaften aus den vordersten Rängen mithalten können. Oftmals wurde bereits im Spielaufbau im eigenen Drittel gesündigt, und man offerierte dem Gegner zu häufig mit unsäglichen Pässen gute Möglichkeiten. Da jedoch auf beiden Seiten die Stürmer auch nicht allzu viel mit den Pucks anzufangen wussten, blieb es beim knappen Vorsprung der Gäste. Dabei hatten die Bulls Glück, dass Fries‘ Schlenzer nur an den Aussenpfosten prallte (15.).

Fontana erneut verletzt out

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts musste Kessler auf die Strafbank, die Bulls überstanden diese Unterzahl jedoch relativ locker. Und kurz nach Vollbestand war es Janick Holzer, der aus spitzem Winkel für seine Farben ausglich. Nun hatten die Bulls ihre beste Phase. Doch zum Teil fahrlässig wurden goldene Möglichkeiten ausgelassen. Kurz hintereinander scheiterten Jonas Braichet, Remo Schlapbach und Antoine Maillard. Anschauungsunterricht, wie man es besser macht, erhielten die Gastgeber in der 34. Minute: Seewen gewann ein Bully (wie meist in dieser Partie), der Puck gelangte an die blaue Linie zu Robin Büeler, der schoss, und vor dem Tor lenkte Schnüriger herrlich in der Luft unhaltbar ab. Sekunden später traf Düdingens Janick Holzer nur die Latte. Zwei Minuten vor Drittelende wanderte Nussbaumer auf die Strafbank. Doch erneut war das Seewener Powerplay – wie auch das der Bulls – kaum mehr als ein laues Lüftchen. Schliesslich fasste sich Jonas Braichet ein Herz, tänzelte zwei gegnerische Verteidiger aus und versenkte den Puck zum Ausgleich am Schwyzer Hüter vorbei. Doch die Düdinger schwelgten noch in der Euphorie, da war die ganze Herrlichkeit auch schon wieder vorbei: Alle vier Spieler schauten untätig zu, wie Schnüriger nur 15 Sekunden später seine Farben abermals in Führung brachte. Statt dank dem Unterzahltor mit einem guten Gefühl ins letzte Drittel starten zu können, rannte man erneut einem Rückstand hinterher.

Mit dem Ausfall von Philipp Fontana (Adduktoren) wurde die Sache nochmals komplizierter, musste Marco Baeriswyl, der zum Verteidiger umfunktioniert worden war, doch danach wieder im Sturm auflaufen. Bis zur 50. Minute gestalteten die Bulls das Spiel ausgeglichen; bei beiden Mannschaften wechselten sich Licht und Schatten in munterer Folge ab. Doch als die Gäste in der 51. Minute mit einem nicht unhaltbar scheinenden Treffer auf 4:2 erhöhten, wurden die Beine der Düdinger plötzlich schwer. Die Bulls verloren nun völlig den defensiven Faden und kassierten drei weitere Treffer in kurzer Folge. «Meine Spieler haben zwei Drittel lang gut gearbeitet, leider verwerteten wir einmal mehr unsere guten Möglichkeiten nicht. Aber einmal ist auf diesem Niveau mit vier Verteidigern einfach der Tank leer», sagte ein niedergeschlagener Bulls-Trainer Thomas Zwahlen.

Es fehlt nicht an Vorbereitung

Entscheidend war auch für ihn der ärgerliche dritte Treffer der Gäste, nachdem man in Unterzahl hatte ausgleichen können: «Und dabei waren da erfahrene Spieler auf dem Eis. Das ist unverständlich.»

Angesprochen auf die Verletztenliste und mögliche Zweifel am Sommertraining, meinte der Coach: «Wenn ich mir die Art der Verletzungen der momentan 11 fehlenden Spieler anschaue, dann liegt das sicher nicht an der Vorbereitung. Aber mit der Regeneration hängt das natürlich schon zusammen. Zudem haben diverse Spieler Problemzonen, die noch besser geschützt werden müssten.»

Enttäuscht zeigte sich Zwahlen, dass trotz der äusserst engen Spielerdecke von den Freiburger Elitejunioren kein einziger Spieler zu erhalten war: «Die Zusammenarbeit stelle ich mir da natürlich schon anders vor.»

Telegramm

Düdingen – Seewen 2:7 (0:1; 2:2; 0:4)

Eisbahn Sense-See. 216 Zuschauer. SR: Leimgruber (Romang, Wittwer). Tore: 1. (0:13) Zurkirchen (Portmann, R. Büeler) 0:1; 24. Holzer (Schüpbach) 1:1; 34. Schnüriger (R. Büeler, Noll) 1:2; 40. (39:13) Braichet (Zwahlen; Ausschluss Nussbaumer!) 2:2; 40. (39:28) Schnüriger (Koller, Steinmann; Ausschluss Nussbaumer) 2:3; 51. Schön (Steiner, R. Büeler) 2:4; 52. Christen (Bettinaglio, Maurenbrecher) 2:5; 54. Scheiber (Maurenbrecher, Bettignalio) 2:6; Fries (Steinmann) 2:7.

Strafen: je 4-mal 2 Minuten gegen die beide Teams.

HC Düdingen Bulls: Geissbühler; Baeriswyl, Zwahlen; Thom, Bulliard; Blanchard; Braichet, Holzer, Maillard; Dousse, Fontana, Kessler; Chassot, Schlapbach, Bussard; Nussbaumer.

EHC Seewen: Kruijsen; Schnüriger, R. Büeler; Lanz, Kohli; Steinmann, T. Büeler; Scheiber; Zurkirchen, Portmann, Maurenbrecher; Schnüriger, Noll, Fries; Koller, Christen, Marchy; Steiner, Arnold, Schön; Bettinaglio.

Bemerkungen: Düdingen ohne die verletzten Perdrizat, Tschanz, Knutti, Roggo, Zaugg, Spicher, Hayoz, Schmid und Stettler. Im 2. Drittel fällt auch Fontana verletzt aus. 15. Pfostenschuss Fries, 34. Lattenschuss Holzer.

Swiss Regio League. Die weiteren Resultate: Basel – Sierre 3:1. Huttwil – Dübendorf 2:1. Bülach – Star Forward Lausanne-Morges 2:3. Chur – Valais Chablais 1:4. Wiki-Münsingen – Thun 2:4.

Rangliste: 1. Huttwil 20/45. 2. Valais Chablais 21/44. 3. Sierre 20/43. 4. Dübendorf 21/39. 5. Wiki-Münsingen 21/35. 6. Basel 21/32. 7. Thun 21/28. 8. Düdingen 21/26. 9. Seewen 21/25. 10. Bülach 21/24. 11. Star Forward Lausanne-Morges 21/19. 12. Chur 21/15.

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