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Demonstration bei einem Agrar-Multinationalen

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Eigentlich hätte es ein Überraschungsbesuch werden sollen. Eine rund 15-köpfige Gruppe hat sich gestern Nachmittag am Barometerplatz versammelt, um den Freiburger Firmen des internationalen Konzerns Socfin im ehemaligen Postgebäude einen Besuch abzustatten.

Doch von Überraschung war keine Rede: Auf das Klingeln bei der Gegensprechanlage gab es keine Antwort, die Tür war verschlossen. Zudem beobachtete ein halbes Dutzend Polizisten das Treiben der Gruppe. Die Socfin-Firmen hatten Wind von der Aktion erhalten, die Polizei alarmiert und den Angestellten für den gestrigen Nachmittag freigegeben.

Bei den Demonstranten handelte es sich um Militante von Schweizer und französischen Organisationen: Attac Freiburg und Frankreich (Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der Bürger), Uniterre (Landwirtschaft), Cepim (Organisation zur Unterstützung sozialer Aktionen), React (Netz zur kollektiven transnationalen Aktion).

Von den 15 Demonstranten war ein Drittel aus Lyon angereist. Lokale Unterstützung erhielten sie durch Pierre Duffour, Ex-Präsident der Gewerkschaft VPOD Freiburg.

Der Organisator der Demonstration, der Franzose Bas­tien Roland, sagte, dass React schon in Luxemburg am Holding-Sitz und in Belgien erfolglos versucht habe, mit dem Konzern in Kontakt zu treten. Zum Dialog mit Verantwortlichen sei es aber nie gekommen.

So hat es die Gruppierung gestern in Freiburg versucht, wo Socfin ein halbes Dutzend Firmen hat. Forschung und Entwicklung, Personalwesen, die Logistik, Ankauf und Verkauf werden von rund 30 Angestellten in Freiburg geregelt.

Vorwürfe gegen Socfin

Dem Konzern warfen die Demonstranten vor, dass dieser in einem Dutzend Ländern Asiens und Afrikas Konzessionen für 400 000 Hektaren Agrarland erworben habe, auf 186 000 Hektaren würden Plantagen betrieben und vor allem Palmöl produziert. «Socfin erzielt eine Rentabilität von 24 Prozent beim Palmöl», so Duffour. Gemäss Roland setzt Socfin weltweit 800 Millionen Euro um. Die Verwaltung wird in Europa von ein paar Dutzend Personen erledigt, während auf den Plantagen mehr als 40 000 Personen arbeiten.

Roland kritisierte, dass der Konzern für die Konzessionen viele Versprechungen wie Infrastruktur und Entschädigungen für Einheimische gemacht habe. Von Schulen und Spitälern sei aber nichts zu sehen; als Entschädigung gebe es 12 Dollar pro Person, Hektar und Jahr. Duffour sagte, dass Socfin gleich dreifach zweifelhaft geschäfte: Ökologie, Arbeiterrechte und Steuerstrategie.

Zu einem Dialog zwischen Demonstranten und Socfin kam es gestern in Freiburg also nicht. Doch der Organisator Bastien Roland versprach: «Wir werden zurückkommen.»

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