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Den Alltag der Polizei hautnah miterlebt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Das Herz der Kantonspolizei ist die Einsatzzentrale in Granges-Paccot», sagt uns Roger Sauterel. Er ist einer der beiden Polizisten, die uns an diesem Tag durch das Polizeigebäude führen. Die Einsatzzentrale hat mehrere Arbeitsplätze mit insgesamt mehr als 30 Bildschirmen. Hier werden alle eingehenden Notrufe der Nummern 117/118 und 112 entgegengenommen und über Funk weitergeleitet. So werden alle notwendigen Einsatzkräfte gleichzeitig informiert.

Bei jedem Notfall einschreiten

In der Zentrale arbeitet man am Morgen und in der Nacht in einer Gruppe. Tagsüber, wenn es mehr Einsätze gibt, in zwei Gruppen. Bei der Zentrale kommen auch Feuerwehr-Notrufe der Nummer 118 herein, weil die Polizei bei jedem Notfall einschreiten muss. In der Alarmzentrale überwachen die Angestellten auf vielen Bildschirmen rund um die Uhr auch die gefährlichsten Stellen der Autobahn, meistens sind es die Ausfahrten oder Tunnels. So sehen wir zum Beispiel auch den Viadukt in Flamatt auf zwei Bildschirmen.

Deutsch und Französisch

In der Zentrale kann man arbeiten, wenn man Polizist ist oder eine Berufslehre abgeschlossen hat, erzählen uns die beiden Polizisten. Jemand, der in der Einsatzzentrale arbeitet, sollte Deutsch und Französisch beherrschen. Die Arbeit sei aber nicht sehr beliebt, weil man gleichzeitig an vielen Bildschirmen arbeiten muss, bis ein Notruf eingeht. Ist das der Fall, muss es plötzlich sehr schnell gehen.

«Unsere Polizeifahrzeuge müssen immer einsatzbereit sein», sagen Sauterel und Habegger. Ein Einsatzfahrzeug bleibt durchschnittlich drei Jahre im Einsatz. Der ganze Kofferraum ist voller Material: ein Schutzschild, etwa für den Einsatz bei häuslicher Gewalt, ein Defibrillator für die Soforthilfe bei Herzstillstand und Sig­nalisierungen für den Einsatz bei einem Autounfall.

Zur Standardausrüstung der Polizisten gehören auch ein Nagelbrett, ein GPS-Gerät, ein Feuerlöscher, Atemschutzmasken und zwei Schutzhelme für den Einsatz auf Baustellen. Jede Polizistin und jeder Polizist verfügt über zwei Schutzwesten – eine leichte, die ihn vor Schlägen, Messerangriffen und Pistolenkugeln schützt, und eine schwere, die auch Kugeln mit grösserem Kaliber abhält. In jedem Auto gibt es schliesslich einen kleinen Besen, um auf der Unglücksstelle die Glasscherben wegwischen zu können. Jeder Polizist hat seine eigene Ausrüstung, die insgesamt zehn Kilo wiegt: ein Funkgerät, eine Pistole mit 48 Patronen, Handschellen, einen Pfefferspray zur Verteidigung und einen Schlagstock.

Vier fensterlose Zellen

Im warmen Zellentrakt riecht es unangenehm, weil die Verhafteten bei ihrer Ankunft oft betrunken sind oder unter Drogeneinfluss stehen. Auf der einen Seite eines Ganges gibt es vier fensterlose Zellen, gegenüber finden in kleinen Räumen die Untersuchungen statt.

Wenn ein Häftling in den Zellentrakt kommt, wird er zuerst in eine Zelle geführt und untersucht, zum Beispiel auf Gegenstände, welche die Polizisten verletzen könnten. Wenn jemand nicht identifiziert werden kann, werden seine Fingerabdrücke gescannt, um nachzuschauen, ob diese Person in der Datenbank erfasst ist, erzählen uns die beiden Polizisten. Danach befragen die Beamten die Person zum Sachverhalt.

Sind die Häftlinge aber sehr aggressiv oder randalieren, werden sie direkt bei der Einfahrt in der Garage in die Gummizelle gebracht, bis sie sich beruhigt haben. Damit ist eine Zelle gemeint, die nur aus Gummiwänden besteht, damit der Verhaftete sich nicht selbst verletzen kann, sagt uns Sauterel. Nach dem Aufenthalt sehe die Zelle oft so schlimm aus, dass der Schmutz mit dem Wasserschlauch hinausgespült werden müsse.

Plumpsklo, Matratze, Decke

Der Verhaftete kann maximal 24 Stunden in einer Gefängniszelle festgehalten werden. Dort gibt es nur ein Plumpsklo, eine Matratze und eine Decke. Die Häftlinge bekommen drei Mahlzeiten pro Tag, sagen uns Sauterel und Habegger. Sie bestehen zum Beispiel aus Brot, Wasser, Joghurt oder Käse. In jeder Zelle gibt es eine Gegensprechanlage, welche die Häftlinge benutzen können, wenn sie Fragen haben. Das Licht in der Zelle kann nur von der Aufsichtsperson von aussen betätigt werden. Damit der Häftling auch im Finstern überwacht werden kann, ist jede Zelle mit einer Nachtsichtkamera ausgestattet.

«Das Herz der Kantonspolizei ist die Einsatzzentrale in Granges-Paccot.»

Roger Sauterel

Kantonspolizei Freiburg

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