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Den Glauben als junger Mensch leben

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Für Jugendliche gibt es bereits unzählige Ratgeber. Das Buch «Echt? Jetzt!» unterscheidet sich jedoch von anderen Nachschlagewerken, weil der Autor und Theologe Stephan Sigg den christlichen Glauben als Wegleiter miteinbezieht.

Inwiefern kann der Glaube den Jugendlichen den richtigen Weg aufzeigen?

Ob gläubig oder nicht: Die christliche Ethik bietet viele Tipps, wie ein Leben gelingen oder wie man sein Glück finden kann. Beispiele: Mut haben, den eigenen Weg gehen, sich nicht nach dem «Mainstream» richten oder sich in Bescheidenheit üben.

Glauben Sie, dass es heute schwieriger ist als Teenager aufzuwachsen als während Ihrer Jugendzeit?

Die Jugendzeit war schon immer eine herausfordernde Zeit, da so viel im Umbruch ist und viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Heute ist das noch intensiver, weil die Adoleszenz zusätzlich von einer «Online-Welt» begleitet wird. Die Dynamik ist schneller, vieles ist öffentlich, man vergleicht mehr und wird auch mehr verglichen. Gleichzeitig wird man mit der Erwartung konfrontiert, perfekt sein zu müssen und etwas Beeindruckendes bieten zu können. Sonst ist man auf Instagram, Facebook und so weiter nicht interessant. Jugendliche sind Teil des «globalen Dorfes» geworden. Das bietet viele Chancen, konfrontiert die Teenager aber auch mit Herausforderungen. Wie geht man mit dem Phänomen «Ghosting» um, bei dem Menschen eine Freundschaft oder Beziehung mit einem Mausklick beenden? Früher waren Markenklamotten das Statussymbol, heute ist es die Anzahl «Likes», die man erhält.

Was unterscheidet Ihr Buch von den vielen anderen Jugendratgebern?

Mein Buch ist kein eigentlicher «Ratgeber». Dies würde sich aus meiner Sicht zu sehr nach «erhobenem Zeigefinger» anhören. Das Besondere von «Echt? Jetzt!» sind die 14 thematisierten, typischen Situationen aus dem Jugendalltag. Die Lesenden müssen selber überlegen, wie sie sich verhalten würden und welche Konsequenzen dies haben könnte. Ich sage nicht, was die Jugendlichen machen müssen. Sondern ich zeige auf, was ihr Verhalten auslösen kann. Denn alles, was der Mensch tut oder nicht tut, löst etwas aus. Allein schon die Entscheidung, regelmässig eine Avocado zu essen.

Welche Probleme kennen Sie aus der eigenen Jugend?

Ich würde sagen: vor allem die Ungeduld. Ich hatte viele Ideen, Träume, Ziele und ich wollte oft mit dem Kopf durch die Wand. Es hat mich furchtbar geärgert, dass so wenig auf Jugendliche gehört wurde. Das ist heute zum Glück viel besser. Trotzdem sollte die Gesellschaft mehr Mut haben, den jungen Menschen etwas zuzutrauen.

«Mein Navi durch den Alltagsdschungel» heisst der Untertitel zum Buch. Wie muss man sich das «moralische Navi» vorstellen?

Ich verwende diesen Begriff nicht, da er zu «moralisierend» klingt. Jugendliche sollten lernen, in sich hineinzuhören. Das ist ein Prozess und erfordert so etwas wie «Training». Dabei kann das Gebet eine Hilfe sein. Es kann aufzeigen, dass man nicht alleine ist, wenn man Gott um Hilfe bittet.

Wie können Jugendliche ihr Christsein konkret leben?

Christsein macht sich allein schon bei der Frage bemerkbar, wie ein Jugendlicher sein Smartphone benutzt. Wie kommuniziert er mit anderen? Schenkt er seine Aufmerksamkeit nur den «Lauten und Coolen» oder vielleicht den Aussenseitern, die von den Kollegen kaum beachtet werden? Wie verhält sich ein Jugendlicher, wenn Hassparolen gepostet werden?

Eignet sich das Buch auch für den Religionsunterricht?

Es ist ein Lese- und Arbeitsbuch. Ich hoffe sehr, dass das Buch nicht nur von Jugendlichen gelesen wird, sondern dass auch im Unterricht und in der Jugendarbeit über die Fragen und meine Antworten diskutiert wird. Das Buch ist sehr interaktiv gestaltet. Zum einen, weil es heute nicht mehr reicht, Jugendliche einfach mit einem guten Text zu «konfrontieren», sondern man muss den Inhalt auch visuell und möglichst «dialogisch» gestalten, um sie zu überzeugen.

Stephan Sigg: Echt? Jetzt! Mein Navi durch den Alltagsdschungel. Innsbruck (Tyrolia-Verlag): 2018.

«Früher waren Markenklamotten das Statussymbol, heute ist es die Anzahl ‹Likes›, die man erhält.»

Stephan Sigg

Autor und Theologe

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