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«Den Körper wieder akzeptieren lernen»

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«Den Körper wieder akzeptieren lernen»

Kosmetische Fachberatung für Krebserkrankte

Wer an Krebs erkrankt, muss sich neben dem inneren Ablauf der Krankheit (Chemotherapie) auch mit dem veränderten Äusseren auseinander setzen. In einem Spezialkurs der Krebsliga erhalten Betroffene eine kosmetische Fachberatung.

Von IMELDA RUFFIEUX

«Der Verlauf der Krankheit, die medizinische Behandlung ist das eine. Der Kontakt zur Aussenwelt in einer sehr sensiblen Lebensphase ist das andere. Auch das muss verarbeitet werden», hält Marliese Rappo, Sozialarbeiterin bei der Freiburger Krebsliga, fest. Durch die Krankheit selbst und die Chemo- oder Strahlentherapie verändert sich das Äussere einer Person oft rasch und drastisch: Die Hautfarbe verändert sich, die Haare fallen aus und der Betroffene verliert innerhalb von kurzer Zeit an Gewicht.

Mit dem Angebot einer kosmetischen Fachberatung beschreitet die Krebsliga Freiburg einen neuen Weg. Das Pilotprojekt, das am 10. März gestartet wird, soll eine Ergänzung zur medizinischen Behandlung und zur Betreuung durch den Sozialdienst sein.

Tipps und Tricks
für besseres Aussehen

Der Kurs richtet sich an Frauen und Männer, die an Krebs erkrankt sind. In einer kleinen Gruppe wird eine Fachperson ihnen «Tipps und Tricks» zeigen, um mit wenig Aufwand besser auszusehen. «Dabei geht es nicht nur um das Körperbild, dass von aussen wahrnehmbar ist, sondern vor allem auch um das innere Körpergefühl», hält Marliese Rappo fest.

Der Kurs soll den Teilnehmenden eine Gelegenheit bieten, ein schönes Bild von sich mit in den Alltag zu nehmen. Er steht deshalb unter dem Motto «Ein Rendezvous mit sich selbst». Diese drei Stunden sollen den Betroffenen in einer sensiblen Lebensphase auch zu etwas Entspannung verhelfen.

«Er soll die Selbstsicherheit stärken und mithelfen, den eigenen Körper wieder zu akzeptieren, auch mit Veränderungen», erklärt die Sozialarbeiterin. Auch wenn die Krankheit der Grund für den Kurs ist, so kann dieser Nachmittag vielleicht dazu beitragen, dass sie in den Hintergrund gerückt und das eigene Wohlgefühl hervorgehoben wird. «Es lohnt sich immer, sich besser zu fühlen.»

Fachfrau als Kursleiterin

Mit Brigitte Chopard hat die Krebsliga eine Fachfrau gefunden, die über die nötige Erfahrung und Sensibilität verfügt, um den Kurs zu geben. Sie ist diplomierte Imageberaterin, diplomierte Visagistin und betreibt in Cressier Farb- und Modestilberatung.

Als Vorbereitung für diesen Kurs, der sich von ihrer normalen Beratertätigkeit unterscheidet, wurde sie durch eine Onkologie-Krankenschwester, eine Röntgenassistentin und durch die Sozialarbeiterin der Krebsliga in die medizinischen und psycho-sozialen Aspekte einer Krebserkrankung eingeführt. Es sei für sie eine völlig neue Erfahrung, aber auch eine Herausforderung, ihr Fachwissen einmal auf eine andere Art einzusetzen, erklärte Brigitte Chopard.

Austausch untereinander
und individuelle Beratung

Die Kursgruppe wurde bewusst klein gehalten, um einerseits dem persönlichen Kontakt untereinander Raum zu geben, denn der Austausch in der Gruppe und die Einsicht, dass andere ähnliche Probleme durchzustehen haben, ist gemäss Marliese Rappo sehr wichtig.

Andererseits gibt der beschränkte Kreis der Kursleiterin auch die Gelegenheit und die Zeit für eine individuelle Beratung jedes Teilnehmenden. Denn Brigitte Chopard will nicht nur theoretische Informationen vermitteln, ihr Konzept sieht vor allem auch praktische Versuche und Übungen vor: Was kann man tun, wenn der Mantel plötzlich zu weit wird, welche Alternativen gibt es zur Perücke, was tun, wenn Wimpern und Brauen ausgefallen sind, wie kann man mit farblichen Accessoires neue Akzente setzen? Sie erhofft sich auch direkt von den Kursteilnehmern Inputs und ist für Wünsche und Fragen offen.

Erstmals für Deutschsprachige

Die Krebsliga organisiert diesen Kurs im Kanton Freiburg zum ersten Mal (siehe auch Kasten). In anderen Kantonen gibt es ähnliche Angebote, teilweise erhalten die Krebspatientinnen und -patienten dort Gutscheine für eine Einzelberatung. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Pilotprojekt auch auf den französischsprachigen Kantonsteil ausgedehnt werden. Wenn das Angebot in Deutschfreiburg auf Interesse stösst, wird der Kurs wiederholt, wie Marliese Rappo erklärte.
Drei Stunden

Der Kurs (Platzzahl beschränkt) findet am 10. März 2005 von 14 bis 17 Uhr im Bildungszentrum Burgbühl in St. Antoni statt. Die Teilnehmer sollten einen Taschenspiegel, eigene Schminksachen (falls vorhanden) sowie Foulards, Tücher, Hüte, Mützen, Schmuck, Accessoires und Kleider mitnehmen. Ziel des Konzepts ist es, mit dem zu arbeiten, was die Teilnehmenden zu Hause haben. Die Kosten betragen 50 Franken, die Krebsliga hilft bei finanziellen Engpässen. Interessierte können sich bis zum 3. März 2005 bei Marliese Rappo von der Krebsliga Freiburg (026 426 02 90) anmelden oder weitere Auskünfte einholen. im

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