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Den Scherereien vorbeugen

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«Handeln, bevor Probleme entstehen»: Das ist das Motto in Bösingen. Vor drei Jahren gründete die Gemeinde als erste des Kantons eine Kommission für Präventionsfragen. Jetzt hat diese einen Massnahmenplan mit konkreten Zielen erstellt, den sie der Bevölkerung am Mittwochabend präsentieren wird.

Wie kann eine Gemeinde dazu beitragen, die Sicherheit zu verstärken und das Wohlbefinden und das friedliche Zusammenleben der Bürger zu fördern? Das war vor drei Jahren die Kernfrage der Kommission. Es kamen dabei Themen auf wie Alkohol bei Jugendlichen und Senioren, Littering oder Lärmbelästigung. «Wir merkten bald, dass wir als Laien überfordert waren», sagt Gemeinderat Konrad Gerster. Deshalb sah sich die Kommission nach Unterstützung um und stiess dabei auf die Stiftung Radix. Radix ist auf die Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen der öffentlichen Gesundheit spezialisiert.

Ergiebiger Workshop

Anfang des Jahres führte die Gemeinde mit Radix einen Workshop durch. Daran nahmen auf Einladung rund 40 Personen aus Bösingen teil; so etwa Jugendliche, Senioren, ein Arzt, ein Jugendarbeiter, eine Sozialarbeiterin. Die Kommission wollte ermitteln, wo Bedarf für Präventionsarbeit besteht. «Der Workshop war sehr ergiebig», sagt Gerster.

Anhand der Resultate erarbeitete die Kommission den Massnahmenplan 2013/14. Dieser enthält beispielsweise eine Erneuerung des alten und relativ kleinen Spielplatzes. In der aktuellen Legislatur soll ein Projekt für einen neuen Spielplatz erarbeitet werden.

In anderen Bereichen will die Kommission bestehende Strukturen unterstützen. So etwa das Angebot «Zusammen sein und essen» für Senioren, ein gemeinsamer Mittagstisch. «Die Nachfolge dafür ist nicht gesichert, wir wollen den Verein bei der Suche nach einer Nachfolgelösung unterstützen», sagt Gerster. Ähnlich beim Elternverein: Auch dort will die Präventionskommission in erster Linie unterstützen, was bereits gut funktioniert.

Alkohol bei Jugendlichen

Ein wichtiges Präventionsthema ist der Alkoholkonsum von Jugendlichen. Dort möchte die Kommission an mehreren Punkten ansetzen: In der Nachbargemeinde Laupen haben sich die Detailhändler darauf geeinigt, keinen Alkohol an Unter-18-Jährige zu verkaufen. Laupen wertet im Moment aus, ob sich das bewährt. «Aufgrund dieser Ergebnisse werden wir die Möglichkeiten für Bösingen prüfen», sagt Gerster. Auch mit den Vereinen will die Kommission zusammenarbeiten und diese auf das Thema Alkohol und Jugendliche sensibilisieren. «In Bösingen gibt es natürlich Jugendliche, die Alkohol trinken, im Moment ist es aber kein grösseres Problem», so Gerster.

Die Kommission möchte zudem das Bösinger Gewerbe animieren, familienfreundlichere, flexiblere Arbeitszeiten zu ermöglichen. «Jüngere Familien beschäftigt das sehr», sagt Gerster. Am Workshop habe sich gezeigt, dass es für berufstätige Eltern oft schwierig sei, wenn es zu einer Ausnahmesituation komme. «Es ist für viele schwierig, beispielsweise kurzfristig einen Morgen zu fehlen.»

Nächstes Jahr erarbeitet die Kommission bereits den nachfolgenden Massnahmeplan. Zum Beispiel gebe es in Bösingen keinen Freizeitplatz für Jugendliche. «Aber es ist natürlich immer eine Frage des Geldes», sagt Gerster. Die Arbeit der Kommission ist allerdings kostengünstig, dieses Jahr läuft das Ganze mit 2000 Franken über die Laufende Rechnung.

Informationsabend

Ein Gemeinderat aus Münsingen berichtet

Am Mittwochabend informiert der Gemeinderat von Bösingen die Bevölkerung über die geplanten präventiven Massnahmen. «Es geht rein um Information, im Moment haben wir genügend Leute für die Kommission», sagt Konrad Gerster. Von Erfahrungen berichten wird Jakob Halser, Gemeinderat in Münsingen. Auch Münsingen arbeitet ähnlich wie Bösingen präventiv und hat vor sechs Monaten einen Massnahmenplan erstellt. «Sie sind uns also etwas voraus, wir möchten sehen, welche Erfahrungen sie gemacht haben», sagt Gerster. Der Abend ist für alle Interessierte offen.mir

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